Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 3x
2 Eintrittskarten

für das Konzert von
Gregor Meyle
am 30.8.2014 ab 19 Uhr
im Mainzer Volkspark

Gregor Meyle Gregor Meyle - der Musiker, der gerne in Clubs tourt und nah bei seinem Publikum spielt, hat sein viertes Studio-Album "New York - Stintino" im Gepäck und damit "Songs über Momente, die man nie vergisst."

DER MAINZER verlost
3x 2 Karten für das Open Air mit Gregor Meyle am 30. August 2014 um 19 Uhr
im Mainzer Volkspark.

Teilnahmeschluss:
15. August 2014.

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SICHERHEIT

Im Visier: Das Bahnhofsumfeld

Als Entrée für die Landeshauptstadt Mainz wirkt der Hauptbahnhof nicht immer einladend. Bei gutem Wetter sammeln sich an den Haltestellen der MVG und rund um das verwahrloste Hotel Eden Menschen mit, nett formuliert, ungewöhnlichen Verhaltensweisen.


Bahnhofsvorplatz
Eindrücke vom Bahnhofsvorplatz an einem kühleren Sommertag - ohne »Krakeler« aber mit vielen unzulässig abgestellten Fahrrädern und Dreckecken

Es wird gesoffen und krakelt, manchmal kommt es zu Handgreiflichkeiten und mancher unbedarfte Passant musste schon blöde Sprüche über sich ergehen lassen.

Zum wenig erbaulichen Erscheinungsbild tragen auch die wild in der Gegend abgestellten Fahrräder bei. Dreck und Müll verfangen sich zwischen den Drahteseln, von denen viele nicht mehr fahrtüchtig erscheinen, Tauben nutzen die Rückzugsräume zwischen den Rädern, um die von Unbelehrbaren entsorgten Brotreste zu vertilgen.

Sowohl von Besuchern als auch von Einheimischen ist zu hören, man fühle sich nicht unbedingt sicher in diesem Bahnhofsumfeld.

Stimmt das subjektive Sicherheitsgefühl mit der objektiven Sicherheitslage überein? DER MAINZER fragte bei der Mainzer Polizei nach.

Dreckecke

Stefan Landvogt, Mitarbeiter im Zentrum polizeiliche Prävention und Norbert Engel, stellvertretender Leiter Polizeiinspektion Mainz 2, bestätigen das Unwohlsein von Bürgern, die in den Abend- und Nachtstunden den Bahnhofsplatz und die angrenzenden Straßen nutzen müssen.

»Wir werden oft darauf angesprochen und gefragt, warum wir nichts unternehmen, um die Belästigungen zu unterbinden«, sagt Erster Kriminalhauptkommissar Landvogt. Die Polizei investiere viele Einsatzstunden rund um den Hauptbahnhof, kontrolliere regelmäßig Personen und spreche Platzverweise aus.

Erster Polizeihauptkommissar Engel sieht anhand der Einsatzzahlen seiner Dienststelle am Valenciaplatz, dass insbesondere in den Stunden, in denen Nachtschwärmer den Heimweg antreten, eine beträchtliche Anzahl von Rohheitsdelikten (Raub, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen) stattfindet.

Die beiden Polizisten eint die auf Studien und Erfahrungen in anderen Städten beruhende Befürchtung, dass ein Umfeld, das zusehends verwahrlose, immer auch die Zunahme von kriminellen Handlungen begünstige. Seit Jahren bereits ist das Bahnhofsumfeld im Visier des Kommunalen Präventivrats, bzw. dessen AG Bahnhofsumfeld. Hier erörtern Mitarbeiter von Polizei, Ordnungsamt, sowie von Fachämtern der Stadt Mainz und der Mainzer Verkehrsgesellschaft Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes des Bahnhofsbereichs.

Bahnhofsvorplatz

Zu den Maßnahmen gehören u.a. die Grundreinigung der Verkehrsflächen, die mehrmals täglich stattfindende Leerung der 35 fest installierten Abfallkörbe, die Be­streifung durch Polizei und Mitarbeiter des Ermittlungs- und Vollzugsdienstes des Mainzer Ordnungsamtes - die jeweils mit unterschiedlichen Kompetenzen ausgestattet sind.

Während die Mitarbeiter des Ordnungs­amtes nur Anlassbezogen (z.B. bei Lagern auf Sitzbänken der MVG, Pöbeln, öffentlichem Urinieren, Müll in der Gegend rumwerfen) Personalien kontrollieren und Platzverweise erteilen dürfen, kann die Polizei auch ohne Anlass an bestimmten Örtlichkeiten im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Personalien überprüfen: »Holen wir die Personen so aus der Anonymität, wirkt das abschreckend und dient der Prävention von Straftaten«, erklärt Landvogt die Absicht.

»Und die Abwehr von Gefahren und Verhinderung von Straftaten ist eine unserer Aufgaben. So wissen diese Personen für den Fall, dass sie Straftaten begehen wollen, dass sie einfacher identifiziert werden können.«

Mit Personenkontrollen, Platzverweisen und dem Versuch, den Platz sauber zu halten allein, so die Sicht der Polizisten, wird sich das subjektive Sicherheits­empfinden der Passanten allerdings nicht verbessern.

Vielleicht aber, so eine Hoffnung, mit den Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes, die in der AG Bahnhofsumfeld im vergangenen Dezember erörtert wurden. Voraussichtlich im kommenden Oktober werden sie im Plenum des Kommunalen Präventivrats endlich öffentlich vorgestellt.

| SoS