Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten
für das Konzert von
MAX HERRE &
Kahedi Radio Orchestra

Am 1. August 2014 ab 19 Uhr
beim Summer in the City Festival auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen

max herre
Max Herre          Foto: Eric Weiss

Der deutschsprachige Ausnahme­künstler Max Herre präsentiert gemeinsam mit Joy Denalane, Afrob, Megaloh, Grace und weiteren musikalischen Freunden und Wegbegleitern sowie in Begleitung eines zwanzigköpfigen Orchesters die MAX HERRE & KAHEDI RADIO ORCHESTRA - SOMMER OPEN AIRS im Unplugged-Gewand!

DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für den Max Herre & Gäste-Auftritt am 1. August 2014 auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen.

Einsendeschluss: 30. Juni 2014.

Mehr Informationen zu unserer Verlosung finden Sie hier >>>

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Postmuseum

Trari Trara die Post ist da!

An Fronleichnam (4.6.15) ist es wieder soweit: Der Bundespostbanner ist geflaggt, die Postkutsche steht vor der Tür - das Rheinhessische Postmuseum öffnet seine Türen!


post

Die Umstrukturierung der Post war so etwas wie die Initialzündung: Ende der 80er/ Anfang der 90er begannen einige postgeschichtlich interessierte Briefmarkensammler zu retten, was zu retten war.

Das Poststrukturgesetz gliederte die Deutsche Bundespost in drei eigenständige öffentliche Unternehmen: Postdienst, Postbank und Telekom. Dem folgte u.a. ein Großreinemachen in den Postämtern und Poststellen des Landes. Was als unnütz eingeschätzt wurde, wurde entsorgt.

Das betraf insbesondere die postgeschichtlichen Unterlagen, die auch ein Stück »Heimatgeschichte« sind. Denn die Poststellenleiter waren seit Ende des 19 Jahrhunderts angehalten, jährlich einen Bericht zu verfassen und ließen darin manches zur jeweiligen Ortsgeschichte einfließen. In jedem rheinhessischen Postamt wurden diese Berichte gelagert, entweder in einem eigenen Raum des Postamtes oder zumindest in einem Schrank desselben.

Ein Zuhause für Postutensilien

Diesen »Papierkram« mit erheblichem historischem Wert sammelten die Mitglieder des Vereins für Postgeschichte Rheinhessen e.V. ein - mitsamt allen Postutensilien, die man ihnen überließ. Ein Teil der postgeschichtlichen Unterlagen wurde den Archiven in Bingen, Mainz und Worms übergeben. Ein großer Teil der Postutensilien fand 2002 ein Zuhause in der ehemaligen Poststelle im Rathaus von Erbes-Büdesheim. Dreimal im Jahr werden seither dort die Türen ins Museum geöffnet.

Briefkästen, Briefmarkenautomaten, eine alte Poststellen-Einrichtung aus Bechenheim, Telefone von 1900 bis in die 70er Jahre, alte Postmützen und Briefkästen, Poststempel, Schilder von Postämtern - auch aus der Kaiserzeit, historische Fotos - all das dokumentiert die Entwicklung des Postwesens in der Region. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten vermitteln die rheinhessischen »Posthistoriker« ihr Wissen gerne bei Sonderführungen. Ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bundespost schwelgen in Erinnerungen, Kita- und Grundschulkinder lernen staunend ein Telefon mittels Wählscheibe zu bedienen. Anklang bei den Kleinen findet auch die große Paketwage, erzählt Manfred Hinkel, die Kinder lasen sich darauf prima wiegen.

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Philatelie, Postämter und -organisation

Der Vorsitzende des Vereins für Postgeschichte in Rheinhessens e.V. ist, wie seine ehrenamtlichen Mitstreiter, über die Philatelie zur »Geschichte der rheinhessischen Post« gekommen. Sie seien so genannte Heimatsammler, die zunächst bevorzugt Briefmarken und Poststempel aus ihrem Heimatort und dessen näherer Umgebung sammelten, berichtet er. So begann man sich dafür zu interessieren, wie die Postämter der Region damals aussahen und wie die Post organisiert war.

Geschichte(n) festhalten

Die Vereinsmitglieder nutzen ihr Wissen bei Vorträgen und Führungen in ihrem Museum, außerdem steht vieles schwarz auf weiß im »Handbuch Postgeschichte in Rheinhessen«. Das ehrgeizige Ziel dieser Loseblattsammlung ist es, die Geschichte einer jeden Poststelle in Rheinhessen festzuhalten. Und wie begann nun die Geschichte der Post?

post Manfred Hinkel fasst zusammen: 1490 richtete Fürst Taxis (später »von Thurn und Taxis«) für Kaiser Maximilian I. von Habsburg zwischen Innsbruck und Mechelen (nahe Brüssel) einen Beförderungsdienst ein. Im Abstand von etwa 30 Kilometern wurden an Stationen Pferde und Reiter bereitgehalten, die Botschaften bis zur nächsten Station transportierten. Auf diese Weise verkürzte sich die Dauer der Übermittlung von Nachrichten durch Fuß­boten zwischen Innsbruck und Mechelen von etwa vier Wochen auf fünfeinhalb Tage im Sommer und auf sechseinhalb Tage im Winter. Der Fürst bat, um die Kosten für die Bereithaltung von Pferden und Reitern an den Stationen zu senken, um die Genehmigung, auch private Botschaften zu befördern: Das war die Geburtsstunde des mitteleuropäischen Postwesens.

An Fronleichnam, dem 19.6.14, ist das Rheinhessische Postmuseum
in Erbes-Büdesheim bei Alzey von 14-18 Uhr geöffnet.
Eintritt frei, Spenden erwünscht und willkommen.
www.postmuseum-rheinhessen.de
www.postgeschichte-rheinhessen.de

| SoS