Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten
für das Konzert von
MAX HERRE &
Kahedi Radio Orchestra

Am 1. August 2014 ab 19 Uhr
beim Summer in the City Festival auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen

max herre
Max Herre          Foto: Eric Weiss

Der deutschsprachige Ausnahme­künstler Max Herre präsentiert gemeinsam mit Joy Denalane, Afrob, Megaloh, Grace und weiteren musikalischen Freunden und Wegbegleitern sowie in Begleitung eines zwanzigköpfigen Orchesters die MAX HERRE & KAHEDI RADIO ORCHESTRA - SOMMER OPEN AIRS im Unplugged-Gewand!

DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für den Max Herre & Gäste-Auftritt am 1. August 2014 auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen.

Einsendeschluss: 30. Juni 2014.

Mehr Informationen zu unserer Verlosung finden Sie hier >>>

Werbung

Mogunzius

MOGUNZIUS
STADTSCHREIBER DES MAINZERS

Ergebnis der Kommunalwahl: Es wird bunter


Drei starke Blöcke sind ein Ergebnis dieser Kommunalwahl: Die CDU als größte Fraktion, die SPD knapp dahinter, dann die Grünen. Die FDP führt das Fähnlein und die bunte Vielfalt von sieben kleinen Parteien an, die in den Stadtrat einziehen werden.

Auf den ersten Blick verblüffend ist das Abschneiden der Grünen, fhelte ihnen doch ein zündendes Thema: Die Themen Mainzelbahn und Fahrradverleihsystem, mit denen man durch den Wahlkampf zog, waren weniger grüne Erfolge, als solche der Stadtwerke AG.

Woher kommt dann der grüne Zuwachs?

Feder

Ein Blick auf die Ergebnisse in der Mainzer Alt- und Neustadt, den Stadtteilen mit dem höchsten Studenten-Anteil, bringt weiter. Hier finden sich die größten grünen Erfolge und die meisten Wähler der Linken, die die FDP auf Platz 4 der Fraktionen hart bedrängt hat.

Mainz wird also auch in der Parteienlandschaft eine Universitätsstadt. Schon vor Jahren haben uns die Kommunalwahl­ergebnisse von Tübingen, Freiburg und anderen Uni-Städten verblüfft: In Tübingen und Freiburg sind die Grünen die stärkste Fraktion.

Mainz gewinnt jährlich Neubürger in erstaunlicher Zahl und wird bunter, das wirkt sich auch politisch aus.

Die SPD wird sich mit dieser Entwicklung nicht schwer tun. Ihr Parteivorsitzender und Oberbürgermeister, Michael Ebling, kommt gut an, bewegt sich in der neuen Mainzer Szene und beeindruckt mit guter Laune. Es wird darauf ankommen, die Partei und Fraktion auf diesem Weg mitzunehmen - was nicht so einfach wird.

Die CDU hingegen hat die Entwicklung trotz des guten Ergebnisses verschlafen. Sie setzte auf bewährtes Personal. Der Parteivorsitzende, Wolfgang Reichel, ist wenig präsent, der Fraktionsvorsitzende Schönig verausgabt sich in internen Diskussionen mit den verschiedenen Strömungen seiner Partei. Es droht erneut ein nicht beachtetes Dämmern in der Schmollecke.

Die Grünen wurden wiederum von ihrem eigenen Ergebnis überrascht: Bis Platz 15 sind die Listenplätze doppelt belegt - man hatte wohl nicht im Traum daran gedacht, so viele Mandate zu erreichen. Oder die Personaldecke ist sehr dünn.

Die FDP hat ihre Wähler enttäuscht. Das ist schwer zu verstehen. Hat die FDP doch mit Christopher Sitte einen Dezernenten, der für die Kernthemen der Stammwähler zuständig ist: Tourismus, Stadtentwicklung, Wirtschaft. Hier müssten Inhalte und Erfolge deutlicher gezeigt werden. Ob das mit einer Mini-Fraktion noch gelingen kann?

| Mogunzius