Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten
für das Konzert von
MAX HERRE &
Kahedi Radio Orchestra

Am 1. August 2014 ab 19 Uhr
beim Summer in the City Festival auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen

max herre
Max Herre          Foto: Eric Weiss

Der deutschsprachige Ausnahme­künstler Max Herre präsentiert gemeinsam mit Joy Denalane, Afrob, Megaloh, Grace und weiteren musikalischen Freunden und Wegbegleitern sowie in Begleitung eines zwanzigköpfigen Orchesters die MAX HERRE & KAHEDI RADIO ORCHESTRA - SOMMER OPEN AIRS im Unplugged-Gewand!

DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für den Max Herre & Gäste-Auftritt am 1. August 2014 auf der Nordmole im Mainzer Zollhafen.

Einsendeschluss: 30. Juni 2014.

Mehr Informationen zu unserer Verlosung finden Sie hier >>>

Werbung

Fluglärm

Die Politiker setzen sich ein

Dem großen Getöse vor der Bundestagswahl 2013 folgen in der Parlaments­arbeit laue Lüftchen: Wie bewerten die Fluglärmgegener, die in ihrem aktiven Protest nicht nachlassen, die Aktivitäten der Mainzer Bundestagsabgeordneten?


flugzeug

In drei MAINZER-Ausgaben (Februar bis April 2014) hatten die drei Mainzer Bundestagsabgeordneten Gelegenheit, ihre Aktivitäten in Sachen Fluglärm in der neuen Legislaturperiode (Beginn 22.10.2013) zu skizzieren.

Die Bilanz von Ursula Groden-Kranich, Michael Hartmann und Tabea Rößner fiel, nett ausgedrückt, bescheiden aus.

Sie setzen sich ein, sie fordern, bringen auf den Weg, engagieren sich, sind Mitglied in Arbeitsgruppen, erarbeiten Konzepte und konkrete Vorschläge, wirken mit in Ausschüssen und an Beschlüssen, stellen Anfragen und besitzen Aktenordner mit all dem Schriftverkehr. Geändert hat das an dem Krach von oben bislang wenig.

Kein Wunder. Was in der Rhein-Main-Region ein heißes Eisen ist, interessiert überall dort, wo kein Flughafen für gesundheitsgefährdenden Lärm sorgt, niemanden. Die Mainzer Abgeordneten müssen viel Überzeugungsarbeit in ihren Parteien leisten. Zudem werden weitreichende Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen. Im Europawahlkampf aber spielte das Thema Fluglärm überhaupt keine Rolle.

Trotz des Wissens beschränkter Entscheidungskompetenzen hatten vor der Bundestagswahl 2013 die Mainzer Kandidaten einiges angekündigt. (Die Zusammenfassung der Aussagen von Groden-Kranich, Hartmann und Rößner vor und nach der Wahl lesen Sie hier: www.dermainzer.net / Aktuelles Heft / Fluglärm).

»Dampf machen«

Wie bewerten diejenigen diese Antworten, die mit viel Engagement und ohne Bezahlung für die Sache der Fluglärmgegner streiten?

DER MAINZER schickte die Antworten der drei Mainzer Bundestagsabgeordneten an Jochen Schraut, Vorsitzender der Initiative Fluglärm Mainz e.V. und bat um eine Stellungnahme.

Herr Schraut: Wie bewerten Sie, was die drei Mainzer Bundestagsabgeordneten in der laufenden Legislaturperiode aktiv unternommen habe, um die gesundheitlichen Angriffe durch Fluglärm auf Ihre Wähler zu verhindern?

Jochen Schraut Jochen Schraut:

»Ich kenne alle drei Abgeordneten und schätze ihr Engagement gegen Fluglärm. Allerdings konnte bislang keine Verbesserung unserer Situation erreicht werden. Lobbyisten haben unverändert erheblichen Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren und offenbar auch auf den Koalitionsvertrag der Groko, der zwar einige aber völlig unzureichende Regelungen zum Lärmschutz enthält.

Von Frau Groden-Kranich erwarten wir, dass sie sich gegenüber Volker Bouffier für ein umfassendes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr einsetzt und einen sofortigen Ausbaustopp des Frankfurter Flughafens fordert. Das gleiche gilt für Herrn Hartmann gegenüber der hessischen SPD.

Dem Einsatz von Tabea Rößner ist es mit zu verdanken, dass die GRÜNEN die Forderung nach einem umfassenden Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr in ihr Parteiprogramm aufgenommen haben. Jetzt gilt es, dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir Dampf zu machen, diese Forderung umzusetzen und den Bau von Terminal 3 zu verhindern. Mogelpackungen wie »Lärmpausen« bringen der Region keine Entlastung.«

| SoS

Infos:
Die komplette Zusammenfassung der Antworten können Sie hier nachlesen:
Ursula Groden-Kranich (CDU)
Michael Hartmann (SPD)
Tabea Rösner (DIE GRÜNEN)