Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten
für das Eröffnungskonzert zum
Summer in the City Festival
am 17. Juli 2014, 19 Uhr

katzenjammer
Foto: Tom Oxly
"Katzenjammer", die vier Mädels aus Norwegen bestreiten das erste Open Air-Konzert des diesjährigen Summer in the City-Festivals auf der Zitadelle.

DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für den Katzenjammer-Auftritt am 17. Juli 2014 auf der Mainzer Zitadelle als Auftakt des Summer in the City-Festivals 2014.

Einsendeschluss: 31. Mai 2014.

Mehr Informationen zu unserer Verlosung finden Sie hier >>>

Werbung

Schnackenplage

Die Schnakensaison ist eröffnet!

Zerstochene Beine und Arme und Juckreiz in der Nacht: Ein wunder­- schöner Sommer kann zu einer äußerst nervigen Jahreszeit werden, wenn Schnaken, wie Stechmücken umgangssprachlich genannt werden, über die Stadt herfallen.


Schnacke

Bereits Mitte März begann die kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) mit der biologischen Stechmückenbekämpfung am Oberrhein. Die Präventionsmaßnahme startete vier Wochen früher als im vergangenen Jahr.

Aufgrund des milden und vergleichsweise kurzen Winters sind die Mitarbeiter sehr früh in die diesjährige Schnakensaison gestartet. »Wir hatten im März keinen Frost, deshalb mussten wir gegen die Waldmücken, die in den Bruchwäldern brüten, früher angehen«, erklärt Dr. Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor von der KABS.

Deren Hubschrauber hat damit begonnen, Sumpfwälder und Auen mit Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) zur Tötung der Mückenlarven zu besprühen. Dieses Bakterium bildet während seiner Entwicklung Eiweißkristalle, an denen die Mückenlarven sterben, nachdem sie es gefressen haben. »Für andere Tiere, Organismen, Pflanzen und Menschen ist dieser Wirkstoff jedoch ungefährlich«, betont Biologe Becker.

Bisher sei die große Mückenplage glücklicherweise mangels Überschwemmungen entlang der Rheinschiene ausgeblieben. Hier, in den feuchten Senken der Auen, legen die weiblichen Rheinschnaken ihre Eier ab. Werden sie bei Hochwasser überspült, schlüpfen die Larven, aus denen sich die Mücken entwickeln. Betroffen wären dann rund um Mainz insbesondere die Rettbergsaue und die Rheininsel Nonnenau/Langenau.

Ideal: Wasser und Wärme

Aber nicht nur Rheinschnaken, sondern auch Hausmücken können im Sommer lästig sein. »Die Weibchen überwintern in Kellern oder Gartenteichen und stechen dann im Schlafzimmer.« Dr. Becker rät daher, eine Vermehrung dieser Mückenart rund ums Haus einzudämmern, indem unnötige Wasseransammlungen vermieden und Regentonnen oder Wassereimer abgedeckt werden. Die Mückenlarven in diesen Gefäßen können außerdem gezielt mit BTI-Pillen getötet werden, die in den KABS-Mitgliedsgemeinden unentgeltlich erhältlich, sind. »Ideale Brutstätte für Stechmücken sind nun mal Wasser und Wärme, dann vermehren sie sich am besten«, macht Becker deutlich.

Schnakenplage eindämmen

Eine Prognose für einen mückenreichen oder -armen Sommer kann der Wissenschaftler nicht abgeben, denn alles hängt davon ab, wie stark es in den kommenden Monaten regnen wird. Um die Situation dennoch unter Kontrolle zu behalten, beobachten insgesamt 300 KABS-Gebietsbetreuer, von denen vier für Mainz zuständig sind, bis September entlang der Rheinschiene mögliche betroffene Regionen und töten schon jetzt teilweise Larven von Waldmücken sowie von Wiesen- und Auwaldmückenarten.

Die KABS e.V. wurde 1976 gegründet, um die Schnakenplage im Bereich der Ober-Rheinebene unter Schonung der Umwelt mit ökologisch vertretbaren Maßnahmen einzudämmen. In dem Verein sind aktuell 98 Körperschaften, zu denen Städte wie Mainz, Gemeinden und Landkreise sowie die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gehören, in einer Solidargemeinschaft organisiert.

Entlang einer Strecke von etwa 300 Rhein-Kilometern zwischen Bingen im Norden und Sasbach/Kaiserstuhl im Süden, einem Gebiet von 6.000 Quadratkilo­metern, wird das Aufkommen von Stechmücken mit biologischen Methoden kontrolliert und eine Bevölkerung von rund 2,7 Millionen Menschen vor Stechmückenplagen geschützt. Die Arbeit der KABS wird ausschließlich von den Mitgliedern finanziert.

www.kabsev.de

| KH