Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten
für das Eröffnungskonzert zum
Summer in the City Festival
am 17. Juli 2014, 19 Uhr

katzenjammer
Foto: Tom Oxly
"Katzenjammer", die vier Mädels aus Norwegen bestreiten das erste Open Air-Konzert des diesjährigen Summer in the City-Festivals auf der Zitadelle.

DER MAINZER verlost dreimal zwei Karten für den Katzenjammer-Auftritt am 17. Juli 2014 auf der Mainzer Zitadelle als Auftakt des Summer in the City-Festivals 2014.

Einsendeschluss: 31. Mai 2014.

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Floorball

Eine Sportart mit Suchtpotenzial

2008 tauchte Floorball das erste Mal in Mainz auf. Seither erfreut sich der Sport immer größerer Beliebtheit. Mit Floorball Mainz hat sich nun sogar ein eigener Verein gegründet. Sein Ziel: In naher Zukunft in die Zweite Bundesliga aufsteigen.


Floorball
Abschluss eines Angriffs der Mainzer Floorball-Topstürmer (in schwarzen Trikots) Max Gerlach (li) und Wanja Woock auf das Tor vom UHC Sparkasse Weissenfels 2.

Viel Zeit haben sie nicht. Annehmen, den Kopf heben und abziehen. Mit einer irren Geschwindigkeit fliegt der Ball Richtung Tor. Ab und an kann Keeper Sebastian Zender noch reagieren - oder auch nicht. Keine Chance, diese kleine, 18 Gramm leichte, Kugel aus kurzer Distanz abzuwehren. »Hier wird schon scharf geschossen«, lächelt Reto Hediger.

Floorball heißt die Sportart bei der die Feldspieler das Tor so scharf ins Visier nehmen. Während Floorball in der Schweiz zu den populärsten Sportarten zählt und in skandinavischen Ländern wie Schweden oder Finnland fest etabliert ist, beginnt er in Deutschland erst zu sprießen. Zwar ist das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft 2013 überraschend Vierter geworden, mitbekommen hat es jedoch kaum jemand.

(Noch) kein organisierter Landesverband

»Der Zuspruch wird aber immer größer. Wir sind auf einem guten Weg«, schildert Hediger. Er weiß, wovon er spricht, der Pilot ist Vorsitzender des Vereins Floorball Mainz. Bis zum vergangenen Jahr eine Abteilung des Sportvereins Fit und Gesundheit Hechtsheim, haben sich Hediger und Co. am 1. Januar in die Selbstständigkeit getraut. Offiziell werden die Floorballer allerdings nur unter der Rubrik Freizeitsport beim Sportbund Rheinhessen geführt, weil es noch keinen organisierten Landesverband gibt.

»Es gibt noch nicht so viele Vereine und dementsprechend wenige Strukturen«, sagt Hediger. Dabei versprüht Floorball durchaus Charme. »Für mich ist es eine Kombination aus der Liebe zum Passspiel des FC Barcelona, die Zweikampfhärte beim Handball und der Taktik beim Eishockey«, umschreibt Trainer Cornelius Burghof.

Gespielt wird ohne Körperschutz und mit einem Schläger. Die beiden Tore stehen, analog zum Eishockey, im Feld - das bedeutet, die Spieler können auch hinter dem Tor entlang laufen. Eine saubere Technik und die richtige Idee im Hinterkopf sind demnach der Schlüssel zum Erfolg. »Ein extrem schneller und dynamischer Sport«, schildert Hediger und fügt mit einem Lächeln hinzu, »mit einem extremen Suchtpotenzial«.

Der Traum vom Aufstieg

2008 tauchte Floorball erstmals in Mainz auf, weil einige Studenten den Sport während ihrer Auslandssemester kennengelernt hatten und beschlossen, eine Mannschaft zu gründen. Aus dieser Mannschaft ist ein ganzer Verein geworden. 20 Erwachsene und 30 Jugendliche jagen inzwischen dem keinen Plastikball hinterher. Die erste Mannschaft spielt im Großfeld (fünf gegen fünf) in der Regionalliga und im Kleinfeld (drei gegen drei) in der Hessenliga. Die Regionalligasaison beendet das Team auf dem vierten Platz. Doch der Blick geht nach oben.

»Vielleicht«, lächelt Hediger, »dürfen wir in der nächsten Saison im Großfeld auch über den Aufstieg in die Zweite Bundesliga nachdenken.« Die Fortschritte sind enorm, das regelmäßige Training zahlt sich aus - wobei regelmäßig relativ ist. Ein-, maximal zweimal die Woche können Hediger und Co. in einem Teil der Hechtsheimer Sporthalle trainieren.

Jugendarbeit ist angesagt

Viel mehr Gedanken machen sich die Verantwortlichen über ihren Nachwuchs. »Wir sind dabei, unsere Jugendarbeit breiter aufzustellen, um unseren Nachwuchs individueller zu fördern«, sagt Hediger. »Das alles wachsen zu sehen, macht eine Menge Spaß.« Umso besser, das immer mehr Jugendliche Floorball für sich entdecken und einfach mal im Training vorbeikommen. »Floorball ist nicht schwer zu lernen und macht sofort eine Menge Spaß«, sagt Hediger.

| DR

www.floorball-mainz.de