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Volleyball

Die realistischen Traumtänzer

Lange haben die Volleyballer der TGM Gonsenheim in der zweiten Volleyball-Bundesliga für Furore gesorgt. Doch langsam holt die Underdogs das Schicksal eines Exoten ein.


Volleyballer der TGM Gonsenheim
Sie greifen an und punkten - demnächst in der Regionalliga?

Jeder Traum geht einmal zu Ende. Was irgendwie auch gut ist. Würde ein Traum ewig dauern, würde er schnell seinen Reiz verlieren. Nun hätten die Volleyballer der TGM Gonsenheim mit Sicherheit nichts dagegen, in der zweiten Bundesliga zu bleiben.

Im Gegenteil. Sie wehren sich mit allem was sie haben gegen den drohenden Abstieg in die Regionalliga. Eine Welt würde aber auch nicht zusammenbrechen. Es wäre nicht das Ende, sondern nur das Ende eines Traums.

»Bock« auf die zweite Liga

2012 schaffte die Mannschaft um Kapitän Manuel Lohmann überraschend den Aufstieg. Ein Breitensportverein stand plötzlich auf der großen Volleyball-Bühne. »Schon damals haben wir uns ganz offen die Frage gestellt, ob wir das überhaupt machen sollen«, erinnert sich Lohmann.

Der Verein habe den Spielern damals freie Hand gelassen, »und dann haben wir es als Team beschlossen, dass wir da Bock drauf haben«, lächelt Lohmann. Und plötzlich war die TGM Gonsenheim der erste Mainzer Verein, der es jemals in die zweite Bundesliga geschafft hat. Ein Exot im Konzert der Großen.

»Wir haben von Anfang an beschlossen, dass wir unser Gesicht wahren wollen«, betont Lohmann. Bedeutet: Das Team blieb zusammen, es wurden keine teuren Spieler verpflichtet. Mit dieser »Studententruppe« mischte die TGM in der vergangenen Saison die Liga auf.

Unter Erfolgscoach Franz Schaus sorgten die Underdogs für Furore. Mit Volleyball-Hochburgen wie Leipzig, Freiburg, Rüsselsheim, Delitzsch oder Coburg lieferten sich die Gonsenheimer im Stile der Gallier packende Duelle und beendeten ihre Premierensaison auf dem achten Platz - sensationell.

Schließlich musste der gesamte Verein sich mächtig strecken und viele Klinken putzen, um sich das Abenteuer zweite Liga überhaupt leisten zu können. »Das ist immer eine Frage von Sponsoren und Förderern«, sagt Lohmann. »Wir haben sehr viel Unterstützung erfahren und den finanziellen Sprung schließlich gepackt.« Auch in der neuen Saison.

Starker Start

Benedikt Kratschmer beim Angriff
Benedikt Kratschmer beim Angriff gegen den SV Schwaig

Denn der Traum ging weiter. Die TGM ergänzte ihre Erfolgsgeschichte um immer neue Kapitel. Auch in dieser Saison. Unter Schaus-Nachfolger Michael Hefter legten die Gonsenheimer einen guten Start hin und fanden sich schnell im Mittelfeld der Tabelle ein. 17 Punkte aus 13 Partien, darunter einige mitreißende Auftritte gegen die Spitzenteams - alles lief nach Plan.

Doch dann kam der Bruch. Nach der Winterpause verließ erst Zuspieler Frederik Lückerath (Lohmann: »Unser Dreh- und Angelpunkt«) studienbedingt das Team, dann verloren einige Leistungsträger ihre Form und plötzliche reihte sich Niederlage an Niederlage. »Wir haben einige Spiele wirklich dumm verloren«, erinnert sich Lohmann. Doch auf einmal war der Abstieg kaum noch zu vermeiden.

Und so geht langsam, aber sicher ein Volleyball-Traum zu Ende. Das ist schade, weil Exoten wie die TGM Gonsenheim, die die Großen mit bescheidenen Mitteln ärgern, auch immer den Reiz ausmachen. Irgendwie war es aber auch immer klar.

Deswegen sind Manuel Lohmann und seine Kollegen nicht über die Maßen enttäuscht. Vielmehr blicken sie nach vorne. Der Großteil der Mannschaft sowie Trainer Michael Hefter werden bleiben und wollen in der Regionalliga wieder angreifen. Denn, dass ein Traum zu Ende ist, bedeutet ja nicht, dass der nächste nicht bald schon beginnen kann.

| DR

www.tgm-gonsenheim.de
www.tgm-volley.de
www.volleyball-bundesliga.de