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Mainzer Staatstheater

spielart

PREMIERE: LEE / TOUZEAU / NAHARIN

Ballettabend in drei Teilen

Pascal Touzeau
Pascal Touzeau © Bettina Müller

Für den letzten neuen Ballettabend der Spielzeit hat Ballettdirektor Pascal Touzeau zwei Choreographen eingeladen, die derzeit zu den international gefragtesten der Szene gehören: Douglas Lee hat gerade höchst erfolgreich mit dem Ballett Zürich zusammengearbeitet, Ohad Naharin war im März mit seiner Batsheva Dance Company zum Adelaide Festival eingeladen. Beide arbeiten erstmals mit ballettmainz.

Mit einer neuen Kreation für die Mainzer Compagnie stellt sich der Engländer Douglas Lee in der Landeshauptstadt vor. Seine Choreographien spielen mit spannungsvoll divergierenden Körper- und Bewegungsbildern und bestechen durch ihre ausgefeilten Körpermotive, ihre geheimnisvoll verschlungenen Pas de deux.

Den Mittelteil des Abends bildet ebenfalls eine neue Choreographie von Pascal Touzeau. Der französische Chefchoreograph von ballettmainz hat sich für den Abschluss seiner Arbeit in Mainz augenzwinkernd dafür einen vielsagenden Titel ausgesucht: »Carpe diem« (,Genieße den Tag'). Das berühmte Zitat inspirierte Pascal Touzeau zu einer Kreation, die die Schwebe hält zwischen virtuoser Bekräftigung neoklassischer Formen und ihrer gewitzten Befragung.

Mit der 1999 für das Nederlands Dans Theater geschaffenen Choreographie »Minus 16« werden der israelische Choreograph Ohad Naharin und das Ensemble von ballettmainz die Zuschauer unter Garantie von den Stühlen reißen. Dafür sorgt nicht zuletzt die Mischung aus südamerikanischer und israelischer Populärmusik.

LEE / NAHARIN / TOUZEAU
Ballettabend in drei Teilen
URAUFFÜHRUNG

Choreographie, Konzept, Bühne, Kostüme und Licht:
Douglas Lee (Uraufführung)
Pascal Touzeau (Carpe Diem)
Ohad Naharin (MINUS 16)

Mit: ballettmainz

Premiere am 12. April, 19.30 Uhr, Großes Haus
Anschließend öffentliche Premierenfeier



PREMIERE: DIE GROSSE ZOOLOGISCHE PANDEMIE


Pandemie
Pandemie: Nora Decker, Stefan Graf, Monika Dortschy und Mathias Spaan
© Bettina Müllera

In Natascha Gangls Träumen stand einmal »Herzlichen Glückwunsch, nichts, das dir wertvoll ist kann man dir rauben« auf der Wand ihrer ausgeraubten Wohnung.

Nur kurze Zeit später wurde tatsächlich eingebrochen, die Wohnung von Eindringlingen leergeräumt. In ihrem Stück »Die Große Zoologische Pandemie« wird der Einbruch ins Private noch einmal akut durchlebt und minutiös theoretisch untersucht.

Über innere und äußere Zustände dringt der Text systematisch in die »Seele des Einbruchs« vor, arbeitet sich an privaten wie gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen ab: an der körperlichen Bedrohung durch einen Virus, am Raub materiellen und geistigen Eigentums, am Einmarsch in ein Land, an den Gefahren der Liebe - Bleiben Quarantäne oder Krieg die einzigen Wege, um dem Anderen noch zu begegnen?

Für die Autorin birgt die Begegnung mit dem Anderen jedoch auch die Chance, sich mit dem Fremden zu verbünden: »Es findet ein Einbruch statt. Jemand kommt und nimmt dir etwas weg, kommt deiner Lebenswelt zu nahe. Es gibt einen Raum, der betreten und besetzt wird, eine Übernahme von Territorien. Es gibt eine Invasion, die auf die vollständige Übernahme zielt. Ich, das persönliche Opfer des Einbruchs sind eigentlich Wir, ein gemeinschaftliches Opfer des Einbruchs. Und wenn ich zur Schrotflinte greife, gegen wen kämpfe ich dann eigentlich? Gegen mich selbst? Wo fängt die Gruppe an und wo höre ich auf? Wie und wogegen soll ich auch kämpfen, wenn das Individuum sich schon längst aufgelöst hat? Vielleicht gipfelt es gerade wegen dieser Auflösung des Ichs am Ende in einer persönlichen Verausgabung und kompletten Vereinigung mit dem Fremden: eine große Hochzeit mit dem Gegenüber.«

DIE GROSSE ZOOLOGISCHE PANDEMIE
von Natascha Gangl, Uraufführung

Inszenierung und Bühne: Felix Meyer-Christian
Kostüme: Zahava Rodrigo
Video: Jonas Plümke

Mit: Monika Dortschy, Nora Decker; Stefan Graf, Mathias Spaan

Premiere am 17. April, 20 Uhr, Deck3
Anschließend öffentlich Premierenfeier



PREMIERE: KALLDEWEY, FARCE


Kalldewey, Farce
Kalldewey, Farce © Bettina Müller

Kalldewey, Farce: ein virtuoses, geistreiches und aberwitziges Stück voll scharfer Dialoge und absurder Wendungen. Vordergründig werden die Beziehungsprobleme zweier Paare genüsslich zelebriert.

Zu Beginn des Stückes nimmt ein Orchestermusikerpaar Abschied voneinander. In lyrischen Floskeln versuchen sie die Trennung, können sich aber nicht einigen, wer das letzte Wort behalten soll. Nach einem harten Schnitt erleben wir ein heftig streitendes Lesbenpaar in einer Kneipe. In einer Sprache, die den Berliner Randgruppenslang der Achtziger karikiert, schlagen sie verbal aufeinander ein, nicht müde werdend dem anderen weh zu tun.

Die Frau vom Anfang kommt hinzu und erbittet von ihnen Hilfe, weil ihr Mann sie zu Hause immer wieder misshandelt und vergewaltigt. Gemeinsam suchen die drei Frauen den Mann in seiner Wohnung auf, in der er den Körperabdruck seiner Frau in der Sofaecke zu bewahren versucht. Mit mänadischer Gier zerreißen die Rachefrauen den Mann und stecken die Reste in eine Waschmachine.

Erneuter Szenenwechsel: Die vier Figuren, die nun anscheinend eine gemeinsame »Therapie« machen, und völlig durchdrungen sind von paartherapeutischen Weisheiten, feiern den Geburtstag der Frau.

Allerdings hat niemand ein Geschenk dabei bis auf Kalldewey, der sich unter die Partygesellschaft gemischt hat. Sein mysteriöses Verschwinden aus einem verschlossenen Raum macht ihn zum Guru, zum Gralshüter, dem es zu folgen gilt.

Der Guru des dritten Aktes, Chef und Therapeut zugleich, bleibt ebenfalls ungreifbar und auch unsichtbar. Er verweigert sich seinen beiden Patientenpaaren und überlässt sie ihren Spielen, ihren Selbsterfahrungsritualen.

KALLDEWEY, FARCE
von Botho Strauß

Inszenierung: Marcus Mislin
Bühne: Ines Alda
Kostüme: Jutta Delorme

Mit: Lisa-Marie Gerl, Nicole Kersten, Andrea Quirbach; Banar Fadil, Lorenz Klee/Marcus Mislin, Gregor Trakis

Premiere am Freitag, 11. April, 19.30 Uhr,
Kleines Haus
Anschließend öffentliche Premierenfeier

www.staatstheater-mainz.com