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Osterspaziergang

Osterspaziergang: Raus ins Grüne

Spätestens an Ostern hält es kaum noch jemand im Haus: Die Biergärten locken, die Wandersaison beginnt, es zieht die Menschen magisch ins Grüne. Das hat - wie so vieles rund um dieses Fest - Tradition.


»Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.«

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Mit diesen Worten beginnt die Beschreibung des wohl bekanntesten Osterspaziergangs in der deutschen Literatur: Dr. Heinrich Faust mischt sich dabei mit seinem Fabulus Wagner unter das festtäglich gestimmte Volk, klagt ihm sein Leid (»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust .«) und findet schließlich einen schwarzen Pudel, den er mit nach Hause nimmt. Dort entpuppt sich der Vierbeiner als Mephisto persönlich und legt damit die Grundlage zu einem weiteren bekannten Faust-Zitat: »Das also war des Pudels Kern!«

Wer hat die Eier versteckt?

Osterhase

Die familiären Osterspaziergänge des 21. Jahrhunderts sind dagegen relativ unspektakulär - vorausgesetzt die Kinder sind noch in einem Alter, in dem man sie mit der Aussicht auf den Fund einiger vom Osterhasen platzierter bzw. verlorener Eier von der heimischen Unterhaltungselektronik weglocken kann.

Dass man beim unauffälligen Auslegen der jahreszeitlich geformten Kalorienbomben nicht in das Jagd- und Sammelgebiet von in gleicher Weise engagierter anderer Familien eindringen darf ist jedem klar, dessen stolzer Nachwuchs schon einmal fremde Eier im eigenen Nest deponieren wollte.

Übrigens: Nicht immer hat der hektische Hase die süße Fracht verloren. In einigen Gegenden Frankreichs und auch in Süddeutschland waren es die Glocken, die aus Rom zurückkehrten und braven und frommen Kindern eine Freude machen wollten.

Ob verbotene Früchte oder teuflische Hunde: Der Osterspaziergänger signalisiert dem Winter mit seinen kräftig ausholenden Schritten, dass seine Zeit nun erst einmal abgelaufen ist und die Periode der Biergärten und Straßencafés begonnen hat.

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© dp@pic - Fotolia.com

Ein gemeinsamer Spaziergang mit der Familie - welch harmloser Osterbrauch! In einigen osteuropäischen Ländern sind die Männer währenddessen damit beschäftigt, die Frauen des Ortes mit Parfüm oder Wasser zu besprengen und sie mit selbstgebastelten Ruten symbolisch zu schlagen.

Völlig selbstlos natürlich: Damit sollen Gesundheit und Schönheit der getroffenen Damen erhalten werden. Letztere revanchieren sich mit einem hübschen Osterei, einem kleinen Geldbetrag oder einem Eimer Wasser, den sie dem Mann am nächsten Tag kurzerhand über dem Kopf ausleeren.

Auch die Finnen zieht es an die frische Luft, um sich dann mit Birkenruten gegenseitig leicht zu schlagen. Und die Engländer haben Spaß daran, ihre hartgekochten Eier so lange steile Straßen runterkullern zu lassen, bis sich deren Schale vollkommen gelöst hat. Ob sie den Rest dann noch verzehren ist nicht bekannt.

Schwedinnen schleichen nachts zu geheimnisvollen Quellen, bringen das dort geschöpfte Wasser schweigend nach Hause und haben so die Gewissheit, dass sie die Liebe jedes Mannes, den sie damit bespritzen, sofort gewinnen.

Noch ein kurzer Blick ins christliche Asien: Wenn auf den Philippinen die Osterglocken läuten greifen die Eltern nach ihren Kindern und heben sie am Kopf hoch. Sie sollen dadurch größer werden. Ob der Nachwuchs da­durch traumatisiert wird ist nicht bekannt.

Risus paschalis - Das Osterlachen

Doch auch in Deutschland gab es manch seltsamen Brauch. Hinter dem lateinischen Be­griff »risus pa­schalis« versteckt sich das sogenannte »Osterlachen«: Der Versuch des Priesters, mit Witzen und komödienhaften Einlagen auf der Kanzel die Ge­meinde zum Lachen zu bringen. »Osterfreude« sollte damit zum Ausdruck gebracht - der Sieg über den Tod gefeiert werden.

Ein Schreiben des Reformators Johannes Ökolampad (1482-1531) zeigt auf, warum er und seine Kollegen gegen diesen Brauch zu Felde zogen: »Einer schrie immer Kuckuck. Ein anderer legte sich auf Rindermist, tat, als sei er im Begriff, ein Kalb zu gebären. Wieder einer zog einem Laien eine Mönchskutte an, machte ihm dann vor, er sei nun Priester und führte ihn zum Altar. Wieder einer erzählte, mit welchen Mitteln der Apostel Petrus die Wirte um die Zeche betrog.«

Auch vor Obszönitäten machten einige nicht halt. Ökolampad weigerte sich dagegen über Dinge Witze zu machen »die Eheleute in ihrer Kammer und ohne Zeugen zu tun pflegen«.

Der Empfänger des Briefes, sein Kollege Wolfgang Capito, reagierte darauf recht pragmatisch: Das laute Gejohle hielte die Gemeinde zumindest vom Schlafen ab und es sei besser vor lachenden Menschen statt in leeren Kirchen zu predigen.

Es gibt kein schlechtes Wetter -

Es gibt nur falsche Kleidung! Wenn früher die Familie zum traditionellen Spaziergang aufbrach kleidete man sich adrett und korrekt: Die Tochter im fast heiratsfähigen Alter sollte vorgeführt werden, dass teure Kleid der Gattin Neid erwecken und die Erscheinung des männlichen Familienoberhauptes absolute Seriosität vermitteln.

Man ging gepflasterte Alleen entlang, schritt über saubere Promenaden und vermied jede Anstrengung und Verschmutzung: Ein noch so kleiner Toilettfehler konnte schnell zur großen Peinlichkeit führen - ein plötzlicher Regenschauer die Katastrophe bedeuten.

Spezielle Wanderbekleidung, Outdoor-Ausrüstung, wurde nur von Völkerkundlern und Archäologen getragen die ferne Länder besuchten. Was damals Wissenschaftlern und Abenteurern vorbehalten war ist heute für jeden Wanderfreund erhältlich: Multifunktionale, leichte Kleidung die optimalen Schutz bietet.

Die Spezialisten: Schöffel-Lowa

Bernd Giegold, Inhaber des Mainzer Schöffel-Lowa Stores in der Betzelsstr. 21, erklärt uns in einem Gespräch wo heute die Schwerpunkte von moderner Outdoor-Kleidung liegen: Die Jacken müssen leicht sei. Stretch ist bei ihnen ebenso wie bei den Hosen im Kommen.

Die Firma Schöffel bietet Bekleidung die Schutz und Freiheit bietet - bei jedem Wetter, in den Bergen wie am Meer.

Mindestens genauso wichtig ist das richtige Schuhwerk. Welchen Schuhtyp brauche ich für meine Unternehmungen. Hier können nur ausgebildete, kompetente Berater wie die Mitarbeiter von Schöffel-Lowa weiterhelfen. Sie berechnen aus Ihren Ansprüchen den entsprechenden Index und können ihnen so den idealen Schuh aus dem Lowa-Sortiment empfehlen.

www.schoeffel-lowa.de

Wanderregion Rheinhessen

Bleibt noch die Frage, wohin der Osterspaziergang, die erste Frühjahrswanderung hingehen soll. Hier bietet sich natürlich Rheinhessen mit seiner großen Zahl von Routen und Zielen an: Durch die Hügellandschaften, am Rhein entlang, zu historischen Plätzen - oder einfach von Ort zu Ort mit Zwischenstation an lukrativen Lokalitäten. Einer dieser Orte könnte im April Flörsheim-Dalsheim, die kleine Gemeinde im Landkreis Alzey-Worms sein:

Flörsheim-Dalsheim schenkt ein

20 Weingüter öffnen am 26. und 27.04.2014 in Flörsheim-Dalsheim ihre Höfe, Weinkeller, Vinotheken, Probierstuben und Gärten.

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Flörsheim-Dalsheim schenkt ein

In modernem bis historischem Ambiente präsentieren die Winzer nicht nur ihre Weine, sondern halten kulinarische Köstlichkeiten und zum Teil auch ein kleines Kulturprogramm bereit.

Außerdem präsentiert sich unsere französische Partnergemeinde Garon mit Spezialitäten aus ihrer Heimat, und die Augenwaide Fehrenbach eröffnet ihren Blumengarten.

Zwischen den einzelnen Stationen und dem Bahnhof verkehrt ein Shuttle-Service.

Für die Degustation werden 15,00 € erhoben.

Besucher können in jedem Weingut einsteigen, erhalten ein Glas und einen Korken als Eintrittskarte und können dann in jedem teilnehmenden Hof das dort bereitgestellte Angebot an Wein, Sekt, Secco oder Sonstigem probieren.

Am Samstagabend ab 19.00 Uhr findet im Weingut Feth Wehrhof im Ortsteil Dalsheim die Aftershow-Party statt, wo sich die Winzer mit ihren Gästen zum Ausklang treffen.

Weitere Informationen finden sie im Internet unter www.floersheim-dalsheim.de

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