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Mainzer Kopf

Ein bisschen alternativ muss schon sein!

Am Anfang war viel Politik, dann kam reichlich Sport dazu, die Rolle als Pfarrer auch und seit Aschermittwoch steckt Peter Herbert Eisenhuth hinter www.sportausmainz.de


Peter Herbert Eisenhuth Peter Herbert Eisenhuth. Der 48-Jährige verwendete seinen zweiten Vornamen schon zu Zeiten, in denen andere diesen in der Geburtsurkunde suchen mussten.

In Langendernbach aufgewachsen, lebt der gebürtige Limburger seit 1986 in Mainz. Er kam zum Studieren (Politik, Pädagogik, Geschichte, Jura, Soziologie) - und blieb fürs Leben gern.

In seiner ursprünglichen Heimat, dem hessischen Westerwald, war Eisenhuth Messdiener und Obermessdiener, er engagierte sich in der katholischen Jugendarbeit und als Schülervertreter, saß für die SPD im Gemeinderat. Politisch aktiv war Eisenhuth auch in der studentischen Selbstverwaltung der Mainzer Uni bis hin zum Asta-Vorsitzenden.

Ziemlich nah dran

Der SPD Tschüß sagte Eisenhuth 1993 - die Asylgesetzgebung war schuld. Außerdem: »Für mich passt es nicht zusammen, in einer Partei mitzumischen und gleichzeitig als Redakteur über politische Gegebenheiten zu berichten.« Politik, vor allem Hochschulpolitik, begleitete ihn dennoch all die Jahre weiter. Beruflich.

1990, im September, fing er als freier Mitarbeiter in der Lokalredaktion der Mainzer Rheinzeitung an. Diese Arbeit und diese, drei Jahre zuvor als Alternative zur Allgemeinen Zeitung Mainz gegründete Redaktion, packten ihn. Das Studium rückte in den Hintergrund und geriet mit dem Volontariat - der klassischen Ausbildung für Redakteure - 1993/94 ins Abseits.

Nach ein paar Monaten Lokalberichterstattung für die MRZ kam Anfang 1991 der Sport hinzu. Seit 23 Jahren ist Peter Herbert Eisenhuth ziemlich nah dran an der Mainzer Sportszene: Basketball, Fußball, Schwimmern, Kunstradfahren, Leichtathletik sind seine Schwerpunkte.

Seitenwechsel? Nein danke!

Gleichzeitig arbeitete er mit Michael Erfurt für die MRZ-Hochschulseite - und betreute sie nach dem Wechsel des Kollegen zur AZ alleine weiter.

Eisenhuth ist Vollblutjournalist, der, so wird behauptet, gerne laut sagt, was er denkt, auch wenn er damit aneckt. Letztes Jahr, erzählt er, nach dem Aus für die MRZ habe es ein Angebot gegeben, die »Seite zu wechseln« und als Pressesprecher zu arbeiten: »Finanziell ist das wesentlich attraktiver, aber ich habe trotzdem abgelehnt.«

Ein bisschen Sport muss auch privat sein, findet Eisenhuth und zählt auf: Joggen, Tennis, Fitness. »Früher habe ich auch mal Fußball gespielt. Bei Vorwärts Orient.« Der Fußballverein gilt als »alternativ« - ähnlich wie die Meenzer Drecksäck. Peter Herbert Eisenhuth mimt in dem Fastnachtsverein seit 1997 den Pfarrer. Er spricht den Zuhörern aus der Seele. Mit »Und es war Sonntag« - unterlegt mit der Melodie von Peter Maffays »Es war Sommer« - prangerte er mit seinem Ministrantenchor schonungslos und stimmgewaltig den sexuellen Missbrauch durch Vertreter Gottes auf Erden an. Zu einer Zeit, als andere davon nur hinter vorgehaltener Hand flüsterten.

Tatsächlich ist das Interesse an der Meenzer Fastnacht einem Westerwälder nicht direkt in die Wiege gelegt. Wer aber als Lokalberichterstatter in einer Kampagne mal 15 Sitzungen, drei Ordensempfänge, Jugend in der Bütt und die Generalprobe der Fernsehsitzung hinter sich gebracht und dabei die Hofsänger siebenmal erlebt hat, dem kommen »alternative« Inhalte wohl automatisch.

Sport aus der Region

Seit Aschermittwoch nun also konzentriert sich Eisenhuth auf Sport aus der Region, im Internet: »Wir wollen die gute Sportberichterstattung der MRZ fortsetzen.« Wir, das sind fast alles ehemaliger MRZ'ler. Außerdem auch Eisenhuths Freundin. Die teilt seine Sportbegeisterung und fotografiert die Veranstaltungen, die Eisenhuth kommentiert. Wie er sagt, teilt sie auch seine Begeisterung für das südlichste Dorf Europas auf Kreta. »Am Arsch der Welt« könne er sogar den Mainzer Sport einfach sein lassen.

www.sportausmainz.de

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