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Auf dem Weg in die Oberliga

Auf den Plätzen eins und zwei gehen der TSV Schott Mainz und Fortuna Mombach in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga. Das Duo hat demnach beste Chancen auf den Aufstieg - dabei waren die Voraussetzungen und Ziele vor der Saison vollkommen verschieden.


Fußball TSV Schott
Die Oberliga wäre eine »Riesensache« für den TSV Schott (hier mit Christian Kuh­nert am Ball).

Gerade einmal ein paar hundert Meter trennen die Sportplätze der beiden Teams, die in der Hinrunde der Fußball-Verbandsliga den Ton angegeben haben. Der eine, der TSV Schott Mainz, betreibt das Projekt Fußball seit Jahren mit großem finanziellen und personellen Engagement und strebt mit voller Macht in die Oberliga.

Der andere, Fortuna Mombach, ist gerade erst frisch in der Verbandsliga angekommen. Nach zwei knapp verpassten Aufstiegen war der Neuling mit dem zurückhaltenden Ziel Klassenerhalt in die Runde gestartet. Doch nach der ersten Saisonhälfte haben sich die Mombacher als erster Verfolger des über allem thronenden TSV Schott herauskristallisiert. Zwölf Siege aus 18 Spielen, 41 Punkte - das ist stark.

Krönung eines Lebenswerkes

»Wir wollen das Bestmögliche erreichen«, lächelt Erfolgstrainer Thomas Eberhardt. Seit zweieinhalb Jahren leitet der ehemalige Oberligaspieler die sportlichen Geschicke bei Fortuna Mombach - mit einer beeindruckenden Bilanz. Aus der grauen Landesliga-Maus formte Eberhardt eine Truppe, die im dritten Anlauf nicht nur den Aufstieg in die Verbandsliga packte, sondern nun sogar laut an das Tor zur Oberliga klopft.

»Die Blickrichtung geht ganz klar auf Platz zwei«, sagt Abteilungsleiter Bernd Stengel. Der würde zur Teilnahme an der Relegation um den Aufstieg berechtigen. »Wir werden es nicht verhindern, wenn es so kommen sollte«, betont Stengel, der sich seit 24 Jahren leidenschaftlich für den Verein engagiert.

Der Sprung in die Oberliga wäre die Krönung seines Lebenswerkes. Doch auch schon jetzt kann sich Stengel nicht beklagen. Noch vor ein paar Jahren konnte man die Zuschauer in Mombach nahezu an zwei Händen abzählen. Mit dem Erfolg kamen aber auch die Besucher. »Seit zwei Jahren hat sich unser Zuschauerschnitt stark verbessert«, schildert Stengel.

Während der Aufstieg für die Mombacher ein echter Coup wäre, wird vom TSV Schott Mainz nichts anderes als die Meisterschaft erwartet. Darauf arbeitet der TSV seit Jahren hin. Mit einer Menge sportlicher Kompetenz und dem nötigen Kleingeld haben die Verantwortlichen den Verein aus der Kreisliga in die Verbandsliga wachsen lassen. Nun wurde der ohnehin schon bestens besetzte Kader im Winter noch einmal verstärkt. Vom Hessenligisten 1. FC Eschborn kam Pascal Hertlein nach Mainz.

Kaum noch Zweifel

Fußball TSV Schott
Konzentriert am Ball: Markus Kreuz vom TSV Schott

Neun Punkte liegen die Schottler vor dem dritt­plat­zierten TB Jahn Zeiskam. Am Aufstieg zweifelt kaum noch jemand. »Die Oberliga wäre eine Riesen-Sache für den Verein«, sagt TSV-Trainer Ali Cakici, der sein Amt vor der Saison angetreten hat. Ursprünglich sollte Marco Rose neuer Schott-Coach werden.

Die Verantwortlichen waren sich mit dem ehemaligen 05-Profi auch schon einig - doch dann flatterte ihm ein verlockendes Angebot von Ralf Rangnick als U16-Trainer bei Red Bull Salzburg auf den Tisch. Rose sagte zu und Schott ab. Cakici, der eigentlich als Co-Trainer von Rose vorgesehen war, wurde Chef. Ein sehr erfolgreicher, der mit seinem Team nun in die Oberliga drängt.

Direktes Duell

Und so geht das Mainzer Gespann aus der ersten Startreihe in das Fußball-Jahr 2014. Am 18. Mai, dem vorletzten Spieltag, kommt es beim TSV Schott zum direkten Duell. In der Hinrunde gewann das Cakici-Team 2:0. Doch vielleicht sehen sich beide Mann­schaften dann auch später in der Oberliga wieder. TSV-Abteilungsleiter Salvatore Ruggiero ist davon jedenfalls überzeugt. Mombach werde bis zum Schluss kämpfen. »Und ich denke, sie werden Platz zwei auch schaffen.«

www.tsvschott.de
www.fortuna-mombach.de

| DR