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Altbausanierung

ALTBAUSANIERUNG NUR MIT EXPERTENRAT

Schützen Sie sich vor Kostenfallen und Fehlinvestitionen. Keine Maßnahmen ohne kompetenten Expertenrat.

Bauen wir uns ein neues Haus oder erwerben wir einen Altbau und sanieren ihn? Eine Frage, die sich heute viele junge Paare stellen - und dann nicht weiter wissen. Die Kosten eines Neubaus lassen sich meist relativ genau beziffern wenn man weiß was man will. Aber: »Renovierung eines Altbaus« - Welche Kosten fallen da an? Was ist sinnvoll, unbedingt notwendig? Welche konkreten Maßnahmen bringen welche Ersparnisse? Und was sollte man auf keinen Fall machen? Zum Thema »Erbstücke« stellt die Architektenkammer Rheinland-Pfalz - stellvertretend für alle Altbau-Projekte - die provozierende Frage: »Ich bin 30, mein Haus ist 70 - werden wir zusammen glücklich?« Welche konkreten Probleme bei dem Projekt »Altbau-Sanierung« auftreten können führen sie dabei anschließend aus:

»Alte Häuser haben Charme. Mit ihren Schmuckfassaden, hohen Räumen, Holzfußböden oder Stuckdecken sind sie begehrt. Sie stehen oft mitten in guten Lagen, haben Gärten und grüne Höfe. Die Schule und Ärzte sind in der Nähe. Aber sie haben auch Problemzonen. Erben und angehende Käufer wollen wissen, ob das Glücksgriff oder ein Fass ohne Boden ist. Sie sollten deshalb auf Nummer sicher gehen und unabhängigen Expertenrat einholen. Zum Beispiel bei einem Architekten oder Innenarchitekten. Die Fachleute sehen nicht nur typische Schwachstellen und Probleme, die ein Laie nur schwer entdeckt, sie sehen auch, wo das Erbstück seine verborgenen Stärken hat: Wie kommt man zu Licht und Luft, zu einem zeitgemäßen Wohnkomfort und einem großen Bad im kleinteiligen Grundriss des Siedlungshauses? Was sollte ich in Energieeffizienz investieren? Welche Sanierung ist gleich fällig und was hat Zeit? Kann ich den Hof des besser nutzen? Heute auf zwei Etagen mit viel Platz für die Kinder leben und morgen alles in zwei separate Wohneinheiten aufteilen - wäre ein flexibles Nutzungskonzept im alten Haus möglich? Einen ersten Überblick gibt die Initialberatung Modernisierung mit Expertenrat zum Festpreis.«

Bauen

Initialberatung

Was verbirgt sich hinter dieser »Initialberatung?« Auf der Homepage www.diearchitekten.org werden wir genauer informiert: »Zwei Stunden zielgerichteten Expertenrat bieten Architekten zum Honorar von 210 ? inklusive Mehrwertsteuer an. [Stand: Januar 2014] Ob Umbau, Modernisierung oder Ausbau, jedem Interessenten steht die sachkundige und unabhängige Architektenberatung offen. Die Fachleute kommen ins Haus, besprechen mit dem Bauherren die Wünsche und Bedürfnisse, der Baubestand wird überschlägig analysiert. Anschließend fasst der Architekt alles in einem Kurzbericht zusammen.

Welche Sanierungsmaßnahmen sind dringend nötig? Wo sind Energiemaßnahmen sinnvoll? Ist eine geplante Aufstockung so möglich? Passt alles in den Finanzierungsrahmen? [.] Ziel ist es, ein Anforderungsprofil für Modernisierungsmaßnahmen mit den Bauherren zu erarbeiten und den Weg zur qualifizierten Planung und sachgerechten Ausführung zu erleichtern.

Mit mehr oder weniger kleinen Veränderungen und kreativen Ideen ist vieles erreichbar. Der Staat beteiligt sich in vielen Fällen mit Fördermaßnahmen. Die Finanzierungskosten sind weiterhin niedrig. Durch die Initialberatung Modernisierung entstehen keine vertraglichen Bindungen. Da­nach entscheidet der Immobilieneigentümer, ob und mit welchem Architekten er seine Maßnahme realisieren möchte.«

Stichwort »Dämmung«

Die Tücke liegt oft im Detail. Auf den ersten Blick erscheint es sinnvoll, einen Altbau zu »dämmen«, damit die Wärme im Haus bleibt, aber »Dämmung ist nicht gleich Dämmung«, wie Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB), in einem lesenswerten Interview (www.homesolute.com) ausführt:

»Jedes Haus ist ein komplexes bauphysikalisches Gefüge, in dem Baustoffe, Wanddicken, Fenstergrößen, Wärmebrücken, Winddichtigkeit und viele andere Komponenten ein in sich geschlossenes System bilden. Wenn Sie nun eine Komponente in dieser Struktur verändern, dann zieht das zwangsläufig Verschiebungen im System nach sich - auch unerwünschte.«

Dies belegt er mit einem Beispiel: »Eine klassische Geschichte ist der Einbau neuer Fenster. Bei einem alten Haus mit Einscheibenverglasung liegt der kälteste Punkt des Raumes immer am Fenster. Und gemäß der Bauphysik schlägt sich die Luftfeuchtigkeit im Raum - die durch Atmen und Schwitzen entsteht - immer an der kältesten Stelle nieder. Also am Fenster. Dort setzt sich die Feuchte als Kondensat ab und lässt sich bequem wegwischen. Problem gelöst. Nun bauen Sie ein besser gedämmtes Fenster ein, und plötzlich liegt der kälteste Punkt im Raum nicht mehr am Fenster, sondern in der Außenwand, im schlimmsten Fall unsichtbar hinter Ihrem Schrank. Dort setzt sich jetzt die Feuchtigkeit ab. Und weil es keiner merkt, bildet sich dort in aller Ruhe Schimmel - und dann haben Sie ein gesundheitliches Problem und einen wirklichen Sanierungsfall.«

Auch sein Fazit ist klar: ». vorher vom Bausachverständigen genau klären lassen, wie sich die Sanierung auf die Bauphysik des Hauses auswirkt und alle Maßnahmen auf die Struktur des Hauses abstimmen.«

DIN 1946-6 - die Lüftungsnorm

Viele dieser Probleme hat auch der Gesetzgeber schon erkannt und entsprechende Maßnahmen getroffen. So wurde im Jahr 2010 die neue Lüftungsnorm (DIN 1946-6) verabschiedet, in der unter anderem gefordert wird, dass im Sanierungsfall ein Lüftungskonzept zu erstellen ist, wenn in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet werden. Das Lüftungskonzept kann durch einen Fachplaner oder Fachhandwerker erstellt werden. Dieser überprüft, ob eine lüftungstechnische Maßnahme durchgeführt werden muss und, wenn ja, wie diese Maßnahme im Sinne eines gesunden Raumklimas auszusehen hat.

Entsprechende Systeme sind heute im Sanierungsfall in aller Regel an den individuellen Bedarf angepasst und können ohne großen Aufwand in das Haus integriert werden. Um den notwendigen hygienischen Mindestluftwechsel zu erreichen, bietet die Industrie ventilatorgestützte Lüftungssysteme an. Bedarfsgerecht geregelte Abluftsysteme sorgen für Energieeinsparung durch einen geregelten Luftaustausch. Werden höhere Anforderungen an Komfort, Hygiene oder Energieeffizienz gestellt, kommen in der Regel Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung zum Tragen. Diese entziehen der verbrauchten Abluft die Wärme und führen sie der ins Gebäude nachströmenden Frischluft wieder zu.

Auf diese Weise wird im Gegensatz zum herkömmlichen Lüften ganz effektiv Heizenergie gespart, der Bestand durch Schimmelpilzvermeidung gesichert, die Gesundheit erhalten und der Komfort erhöht. Da kontrollierte Wohnungslüftungssysteme zusätzlich die energetische Wertigkeit der Immobilie verbessern können, unterstützt auch der Staat ihren Einbau durch zinsgünstige Kredite und Fördergelder. Die Installation einer kontrollierten Wohnungslüftung lohnt sich somit gleich doppelt: Geldbeutel und Gesundheit profitieren nachhaltig davon.

Der BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V.) bringt es auf den Punkt: »Das perfekte Paar Altbausanierung nur mit Wohnungslüftung wirklich sinnvoll.«

Ob Ihr »Erbstück« also ein »Glücksfall« ist können, Ihnen letztendlich nur die Experten sagen. Scheuen Sie diese Kosten nicht. Ein guter Rat ist gar nicht so teuer und kann sie vor Kostenfallen und Fehlinvestitionen schützen.

| MDL