Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Laub Es geht doch!

Kurz vor Schluss kommt noch mal ordentlich Bewegung in die Sache. Am 4. Dezember soll der Stadtrat eine Grundsatzentscheidung treffen. Damit im kommenden Jahr das Bebauungsplanverfahren eingeleitet, die Ausschreibung für den Architektenwettbewerb in Angriff genommen werden kann.

Nach den euphorischen Vorstellungen der Verhandelnden seitens der Stadt, in Person von OB Ebling, Wirtschaftsdezernent Sitte und Baudezernentin Grosse mit der Präsentation der »Mainzer Lösung« für das Einkaufszentrum an der Lu, hatte es den Anschein, allen Kritikern sei die Luft ausgegangen.

Bis zum LuFo. Da präsentierten BI, Einzelhändler, Architektenkammer und ganz »normale Bürger« erneut ihre Argumente.

Es war und es ist Konsens, dass der häss­liche Klotz weg muss. Es war und es ist Konsens, dass Mainz als attraktive Einkaufsstadt stetig an der Erhaltung der Attraktivität arbeiten muss. Aber es waren und sind nicht mehr Konsens die Leitlinien.

Da gab es wohl ein Missverständnis.

Die einen, die Beteiligten an der Erarbeitung der Leitlinien und Mitglieder des Stadtrats, der die Leitlinien verabschiedet hatte, werteten als »nicht verhandelbar« was die anderen, die Verhandelnden seitens der Stadt, als Grundlage für die »Kompromisse« mit ECE verstanden. Obwohl bereits die Leitlinien ein Kompromiss waren.

Man könne nicht in Verhandlungen gehen und mit genau dem Ergebnis herauskommen, das man sich wünscht, war als Begründung für die Aufweichung der Leitlinien, für ihre Fortschreibung häufig zu hören.

Stimmt. Außer das Verhandlungsmandat ist eindeutig. Oder wie sonst war die Verabschiedung der Leitlinien durch den Stadtrat zu verstehen?

Erst als die Stadträte selbst »nachverhandelt« haben, kam wieder Bewegung in die Sache. Statt 28.000 qm Verkaufsfläche stehen nun 26.500 qm zur Abstimmung. Immerhin. Die anderen Abweichungen von den Leitlinien sollen erst nach dem Grundsatzbeschluss geklärt werden - und warum nicht vorher, liebe Stadträte? Es würde den Gedanken wiederbeleben, dass Bürgerbeteiligung Sinn macht, dass Bürgerwille und -engagement respektiert werden.

In diesem Sinne:?Einen guten Start ins Neue Jahr!

| SoS