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Basketball auf Bundesliganiveau

FC Bayern München, ALBA Berlin, Bayer 04 Leverkusen - in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) spielen die besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands. Mitten unter diesen nationalen Schwergewichten: die SG RheinHessen.

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Wolfgang Ortmann ist stolz. Stolz auf das, was er und seine Trainerkollegen in den vergangenen Jahren beim ASC Theresianum in der Jugendarbeit bewegt haben. »Wir zählen uns mittlerweile zu den besten Basketballprogrammen in Deutschland«, unterstreicht Ortmann, der seit einigen Jahren beim ASC tätig ist. »Wir haben eine Philosophie, die wir von unten bis oben durchziehen und investieren sehr viel in unsere Jugendlichen.« Mit Erfolg. Denn die SG RheinHessen, eine Spielgemeinschaft zwischen dem ASC Theresianum Mainz und dem BC Wiesbaden, tritt in dieser Saison zum dritten Mal in der JBBL, also in der höchsten deutschen Spielklasse für die U16 an.

Das ist nicht selbstverständlich für einen Verein in der Größe des ASC. »Bei anderen Klubs sind Förderprogramme auf ganz anderen Ebenen möglich«, weiß Ortmann. Beim FC Bayern oder ALBA Berlin machen mehrere hauptamtliche Trainer das, was er als einziger vollzeitbeschäftigter Coach in der männlichen Jugend beim ASC leistet. »Wir messen uns jedes Wochenende mit den besten Teams aus Deutschland und ich bin froh, dass der Verein und der Vorstand diese Philosophie vertitt und die Jugend so sehr fördert«, betont Ortmann. Denn Jugendarbeit kostet Geld und der ASC ist bereit, in seinen Nachwuchs zu investieren.

Gutes Näschen gefragt

Till Göbels
Till Göbels

Um als kleiner Verein im Konzert der Großen mitspielen zu können, braucht man in erster Linie ein gutes Näschen für Talente. »Man muss sie früh erkennen«, schildert Ortmann. »Körperlichkeit, Bewegungstalent - da gibt es einige Indikatoren.« Diese Talente, die meist aus kleineren Vereinen in Rheinhessen stammen, gelte es dann zusammenzuziehen und unter ihresgleichen auszubilden. »Nur so können sie riesige Schritte in ihrer Entwicklung machen«, sagt Ortmann. Viermal in der Woche bittet er seine Jungs zum Training. Viel Holz für einen 14-Jährigen. »Wenn sich ein Spieler für diesen Weg entscheidet, ist das ein klares Bekenntnis für den Basketball und den Verein.« Es gehe aber nicht darum, junge Talente zu verheizen. »Ich versuche immer das Wohl des Jugendlichen im Auge zu behalten«, betont Ortmann. Dennoch lasse sich an der jeweiligen Leistungsbereitschaft, dem Ehrgeiz und dem Willen schon ablesen, welcher Spieler eventuell das Potenzial hat, um später einmal den Durchbruch zu schaffen. »Garantieren kann man das natürlich nie«, sagt Ortmann. »Dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle.«

»Traue meinem Team viel zu«

Bei seinem aktuellen Team ist der Trainer recht optimistisch. Zum einen, dass die SG RheinHessen in dieser Saison eine gute Rolle spielen wird. Zum anderen, dass er einige Talente in seiner Mannschaft hat, die das Potenzial für mehr haben. Spieler wie Jannik Sheriff, Alain-Jordan Mandana oder Jonathan Luyeye gehören schon jetzt zu den besten ihrer Altersklasse in Deutschland. »Ich traue meinem Team sehr viel zu«, bekennt er. Wolfgang Ortmann hat schon viele Jugendmannschaften gesehen und hatte viele Talente unter seinen Fittichen. Zwar kassierte die SG nach zwei Kantersiegen gegen Eintracht Frankfurt (102:52) und die TG Hanau Junior White Wings (99:76) gegen die Spitzenmannschaft aus Langen die erste Saisonniederlage (49:71), aber: »Wir sind auf einem sehr guten Weg.«

Dass die SG RheinHessen unter die ersten drei der sechs Teams in der Gruppe Mitte/West kommt und sich somit für die Hauptrunde qualifiziert, ist wahrscheinlich. Dort ginge es dann ans Eingemachte. Im Duell mit den besten Teams aus Deutschland. Auf höchstem Niveau. In Mainz. In der Bundesliga. Absolut sehenswert.

| DR

www.nbbl-basketball.de (Region Mitte/West)