Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Mainzer Weinsenat

WER SIND DIE BESTEN IM LAND?

Bald ist er käuflich zu erwerben: Der MAINZER Restaurant- und Weinführer 2014. Eine der Grundlagen dieses Werks ist die Wahl der besten rhein­hessischen Rieslinge und Spätburgunder des Jahrgangs 2012. Der Mainzer Weinsenat hatte als Jury die Qual der Wahl.

Mainzer Weinsenat
Konzentriert bei der Arbeit: Der Mainzer Weinsenat verkostet unter der Leitung von Rudolf Knoll (li. stehend) die besten Rieslinge und Spätburgunder 2012.

Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, die der Weinsenat alljährlich gerne übernimmt: Die Verkostung der Königsklassen unter den Rebsorten Riesling und Spätburgunder, um die besten Kreszensen Rheinhessens zu ermitteln.

Seit 2005 fördert der Weinsenat die Weinkultur in Mainz und Rheinhessen. Unter den Senatorinnen und Senatoren finden sich sowohl Fachleute was Wein betrifft als auch Laien.

Diese Mischung, stellt Gründungsvorstandsmitglied und MAINZER-Herausgeber Werner Horn fest, mache die Degustation besonders spannend. Laien, so seine Erfahrung, probierten häufig unverkrampfter und unvoreingenommener, was die Diskussionen zur Ergebnisfindung immer wieder belebe.

Eine solche Weinprobe ist übrigens eine ernsthafte Angelegenheit, die höchste Aufmerksamkeit der Verkoster erfordert und im vorliegenden Falle vier Stunden andauerte. Mit Blick auf die Menge der zu testenden Weine empfiehlt es sich (und wird auch so gehandhabt), die alle Geschmackssinne im Mund umspülenden Tropfen im Anschluss nicht über den Magen in die eigenen Blutbahnen zu lenken.

Ort des Geschehens war, Dank der Unterstützung der Mainzer Volksbank, eine Lounge in der Coface-Arena. Unter Leitung des erfahrenen Weinjournalisten Rudolf Knoll wurden die 20 Senatoren auf fünf Gruppen verteilt: Ein Team nahm sich ausschließlich die Spätburgunder vor, die anderen Gruppen probierten die Rieslinge. In den zwei Runden mit jeweils neu zusammengesetzten Teams kamen die Tester zu folgenden Ergebnissen:

Als besten Riesling und mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde der »2012 Bechtheimer Geyersberg« vom Weingut Kurt Erbeldinger & Sohn in Bechtheim (»Kräuter im Aroma, untermalt mit zarter Mineralik; guter Biss, würzig, saftig, Ausdauer im Abgang«).

Auf den zweiten Platz setzte der Weinsenat gleich zwei Rieslinge: den »2012 Appenheimer Vom Muschelkalk« aus dem Weingut Hofmann in Appenheim (»Intensive, delikate Würze in der Nase, mineralisch unterlegt; komplex, feiner Nerv, viel Spiel und lange Präsenz«) und die »2012 Spätlese Kalkstein« vom Weingut Russbach in Eppelsheim (»Zitrus und Grapefruit im Aroma; komplex und druckvoll, angenehme nervige Facetten, anregend«).

Sieger unter den Spätburgundern wurde der »2010 Dalsheimer Bürgel« des Geil's Sekt- und Weinguts in Bermersheim (»Verführerische Cassis im Aroma, Burgunder pur; komplex, druckvoll, nachhaltig, viel Spiel, ein bedeutender Wein aus einem nicht einfachen Jahrgang«).

Den zweiten Platz erlangte der »2011 Burgberg Alte Rebe« des Weinguts Immerheiser in Schwabenheim (»Feiner Waldbeerenduft; eleganter, geschmeidiger Burgunder mit Saft und Spiel, gut entwickelt, angenehm zugänglich«) und den dritten Platz der »2011 Pinot Noir« vom Weingut St. Antony in Nierstein (»Kühle, burgundisch anmutende Aromatik; eleganter, feingliedriger Wein mit raffinierten Akzenten, der noch ganz am Anfang steht«).

Im Anschluss an die anstrengende und erfolgreiche Verkostung erholten sich die Senatoren und Senatorinnen bei Schmankerln von Gauls Catering Service und setzten ihre Diskussionen über Geschmack und ausgezeichnete Qualität der verkosteten Kreszensen bei einem guten Glas Wein fort.

Infos: Alle weiteren Ergebnisse dieser Weinsenats-Weinprobe werden im neuen MAINZER Restaurant- und Weinführer 2014 veröffentlicht, der voraussichtlich Ende November im Buchhandel zu erwerben sein wird.

| SoS