Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Staatstheater

Spielart

PREMIERE: DER ZEMENTGARTEN

von Ian McEwan in einer Fassung von Juliane Kann

Zementgarten
Felix Mühlen, Ulrike Beerbaum, Mathias Spaan und Josephin Thomas

Foto: Rosa Merk

Der Traum von der sturmfreien Bude wird bei Jack, Julie, Sue und Tom zum unfreiwilligen Dauerzustand: Erst stirbt der Vater, dann die Mutter. Die Kinder wollen nicht getrennt werden, wollen eine Familie bleiben. So wird die Leiche der Mutter heimlich im Keller einzementiert.

Einen drückend heißen, unwirklichen Sommer lang kapseln sich die Geschwister in ihrem Haus gegen die Außenwelt ab. Ihre WG wird zu einer radikalen Kinderkommune. Bis die Außenwelt in die isolierte Gemeinschaft einbricht und den Wahn zerstört.

Ian McEwan fragt in seinem Roman, wie man sich als noch Heranwachsender in einer Welt erwachsener Verantwortungen im sozialen Brachland verortet.

Inszenierung: Juliane Kann
Bühne: Juliane Kann, Korbinian Schmidt
Kostüme: Josephin Thomas
Musik: Daniel Freitag
Video: Jonas Alsleben
Mit: Ulrike Beerbaum, Josephin Thomas; Felix Mühlen, Mathias Spaan

Premiere: 20. November 2013, Deck 3



PREMIERE: DER GESTIEFELTE KATER

In einer Fassung von Marcus Mislin ab 5 Jahre

Kater
Illustration von Zubinski

Ein Kater? Das soll alles sein? Hans ist verzweifelt. Seine älteren Brüder erben die Mühle und den Esel und er soll lediglich den alten Kater bekommen. Doch der Kater ist nicht einfach nur ein Kater, sondern ein Kater, der sprechen kann und was er sagt, ist ziemlich clever! Also lässt sich Hans überreden, ihm Stiefel anfertigen zu lassen.

Gemeinsam ziehen Hans und Slim, der frisch gestiefelte Kater, in die Welt hinaus. Dort lernen sie Camille, die schöne aber unglückliche Prinzessin kennen. Sie ist auf der Suche nach tapferen Helden, die ihr helfen den bösen Zauberer zu besiegen. Hans und Slim sind sofort bereit ihr zu helfen. Doch das wird schwieriger, als zunächst gedacht.

Inszenierung: Marcus Mislin
Bühne: Elisabeth Pedross
Kostüme: Petra Bongard
Musik: Markus Reyhani
Mit: Frederike Bellstedt, Pascale Pfeuti, Karoline Reinke, Joachim Mäder, Hendrik Richter, Tilman Rose, Gregor Trakis, Christoph Türkay, Statisterie des Staatstheaters Mainz

Premiere: 21. November 2013, 11 Uhr, Großes Haus



PREMIERE: DER LÄRMKRIEG

von Kathrin Röggla

DER LÄRMKRIEG
Gregor Trakis in Matthias Fontheims Neuinszenierung

Foto: Bettina Müller

Als Autorin, die sich gern ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten stellt, hat Kathrin Röggla, Mainzer Stadtschreiberin 2012, ein genaues Sensorium für die Kontroversen um den Fraport und seine Auswirkungen auf die Rhein-Main-Region entwickelt. Entstanden ist ein Stück »aus dem Herzen eines Streits«.

Es zielt global auf das Phänomen neuer bürgerlicher Protestbewegungen, gleichzeitig aber exakt ins Herz der Region zwischen »Neu-Verlärmten«, »Arbeitsplatzgespenst« und Sehnsucht nach dem »curved approach«.

Inszenierung: Matthias Fontheim
Ausstattung: Stefan Heyne
Mit: Caroline Reinke, Andrea Quirbach, Lorenz Klee, Gregor Trakis, Stefan Walz

Premiere: 23. November 2013, 19.30 Uhr, Kleines Haus



WIEDERAUFNAHME: SCHWANENSEE

Ballett in vier Akten von Pascal Touzeau, Musik von Pjotr I. Tschaikowskij

SCHWANENSEE
Christian Bauch und Anne Jung in »Schwanensee«

Foto: Martina Pipprich

Die Erfolgsproduktion in der Choreographie und Konzeption von Pascal Touzeau kehrt zurück auf den Spielplan! Pascal Touzeau kreierte für ballettmainz eine neue Version des wohl bekanntesten Balletts.

Er beleuchtet die Geschichte jener unmöglichen Liebe neu und konzentriert sich in seiner Arbeit ganz auf die Dreieckskonstellation von Odette, Odile und Siegfried: Odette ist heimlich in Siegfried verliebt - doch dieser verlobt sich mit ihrer Schwester Odile.

Odette träumt sich in eine Fantasiewelt hinein, wo ein Schwanenwesen auftaucht, das symbolisch für Siegfried und die unerfüllte Liebe steht. Als Odile und Siegfried ihre baldige Hochzeit bekannt geben, flüchtet sich Odette erneut in ihre Traumwelt, in der sie sich für immer mit ihrer Schwanenliebe vereint.

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia / Michael Millard
Choreographie und Konzept: Pascal Touzeau
Art Director, Bühne und Kostüme: Sofia Crociani
Video-Projektionen, Mitwirkung Bühnen- und Lichtkonzept: Gilles Papain
Mit: ballettmainz

Wiederaufnahme am Dienstag, 5. November, 19.30 Uhr, Großes Haus



WIEDERAUFNAHME: EUGEN ONEGIN

Lyrische Szenen von Pjotr I. Tschaikowskij
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

EUGEN ONEGIN
Szene aus »Eugen Onegin«

Foto: Martina Pipprich

Zwei Freunde: Lenskij brennt für die Poesie und für Olga, seine große Liebe. Onegin dagegen versucht, das Leben auf Distanz zu halten. Tatjana geht mit ihrer Liebe zu ihm aufs Ganze - erweist sie zurück. Als Onegin bei einem Ball einmal zu oft mit Olga tanzt, fordert ihn Lenskij zum Duell. Lenskij stirbt. Wie nun weiterleben?

»Lyrische Szenen« hat Tschaikowskij seine 1879 uraufgeführte Oper nach Puschkins Versepos »Eugen Onegin« genannt. Es sind Szenen, die vor allem Seelenzustände zeigen, fragmentarische Ansichten von Menschen. »Eugen Onegin« berührt auch deshalb so stark, weil das Leben der Protagonisten nur wie für Augenblicke aufleuchtet.

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia
Inszenierung: Johannes Erath
Mit: Sanja Anastasia, Katherine Marriott, Vida Mikneviciute / Tatjana Charalgina, Patricia Roach, Thorsten Büttner, José Gallisa, Dietrich Greve, Heikki Kilpeläinen, Ks. Jürgen Rust, Chor des Staatstheaters Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Wiederaufnahme am Sonntag, 10. November 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus



NEU IM SPIELPLAN: RINALDO

Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel

RINALDO
Das Junge Ensemble in Händels Oper

Foto: Paul Leclaire

Es ist eine alte Geschichte, die Georg Friedrich Händel 1711 in London, mit seinen schönsten melodischen Einfällen bestückt (z.B. »Lascia ch'io pianga«), im Langzeitgedächtnis der Operngeschichte verankert hat: Im Kampf um Jerusalem verbinden sich Liebessehnen und Kriegerpflichten, als Christen-General Goffredo seinem besten Krieger Rinaldo die Hand seiner Tochter Almirena als Siegesprämie verspricht.

Es gilt, Rinaldo zum Helden zu erziehen. Doch um eine derart abenteuerliche Geschichte überhaupt zu überleben, braucht es die tröstliche Vermutung, dass alles nur ein Spiel sein könnte. Vital und voller Lust am Spiel, begibt sich das Junge Ensemble in der Inszenierung von Tatjana Gürbaca auf eine abenteuerliche Reise namens »Rinaldo«.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Mit: Junges Ensemble des Staatstheaters Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Vorstellungen am 3., 13. und 30. November 2013

www.staatstheater-mainz.com