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Radsport & Handball: hochklassig

Vom 22.-24.11. wollen rheinhessische Radsportler bei der Kunstrad-WM in Basel Titel holen und die Handballerinnen der Nullfünfer stehen im November vor nicht einfachen Spielen.

Kunstradsport
Katrin Schultheis (u.) und Sandra Sprinkmeier wollen den 6. WM-Titel

Dieser Herbst könnte ein historischer werden für den Radsportverband Rheinhessen, der bei der Kunstrad-Weltmeisterschaft Großes schaffen möchte. Mit Katrin Schultheis/Sandra Sprinkmeier (RV Ebersheim), den Brüdern André und Benedikt Bugner (RSV Klein-Winternheim) und Lisa Hattemer (RSV Gau-Algesheim) haben die Rheinhessen drei heiße Eisen im Feuer.

Marcus Klein sieht drei Medaillen als »realistisches, aber ehrgeiziges« Ziel für die WM. Insgeheim träumt der Vorsitzende des Radsportverbandes Rheinhessen und Heimtrainer des Duos Schultheis/Sprinkmeier aber von mehr: »Wenn es optimal läuft, könnten wir auch drei Titel holen.«

Die besten Chancen auf Gold haben André und Benedikt Bugner. In ihrem ersten Jahr in der Aktivenklasse sorgten die Klein-Winternheimer für ein Highlight nach dem anderen. Dreimal pulverisierten sie den Weltrekord, gewannen die German-Masters-Serie und fahren als große Favoriten nach Basel. »Um diese Rolle kommen sie nicht drum herum«, weiß Klein. »Sie haben das Niveau noch einmal deutlich nach oben gehoben. Drei Weltrekorde sprechen für sich.«

Wie es sich ganz oben auf dem Treppchen anfühlt, wissen Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier genau. Fünf WM-Titel haben sie schon geholt. »Und wir wollen unseren Titel natürlich verteidigen«, lächelt Schultheis. Trotz der Erfolge ist das Duo noch nicht satt. »Es motiviert uns ungemein, immer wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen zu wollen«, sagt Schultheis. Dafür arbeiten die beiden an jedem Detail. »Viele Dinge gehen immer noch etwas flüssiger und perfekter«, so Schultheis. »Da können auch wir noch eine Menge lernen.«

Mit Erfolg: Die Ebersheimerinnen stellten in der Qualifikation mit 165,12 Punkten einen neuen Weltrekord auf. »Das war fast schon perfekt«, bilanziert Schultheis. Die größten Konkurrenten sind Jasmin Soika/Katharina Wurster vom SV Mergelstetten. »Seit Jahren ist es aber die große Stärke von Katrin und Sandra, wenn es darauf ankommt, ihre besten Leistungen zu zeigen«, stellt Trainer Klein fest.

Eine Außenseiterchance hat laut Klein Lisa Hattemer im Einer. »Sie kann eine Medaille holen, die Farbe ist nicht festgelegt.« Hattemer hat bisher ein starkes Jahr hingelegt. Die Favoritenrolle hat jedoch Titelverteidigerin Corinna Hein (SKV Mörfelden). »Wenn Corinna es nicht schafft, in ihren höchsten Bereich zu fahren, hat Lisa eine Chance«, sagt Klein, warnt aber auch vor den starken Tschechinnen. Denn, anders als in der Zweierkonkurrenz bei den Damen und Herren, bewegt sich die internationale Konkurrenz auf Augenhöhe mit den deutschen Startern.

Spitzenteams zu Gast

Handballerinnen der Nullfünfer
Meike Schmelzer von den »Meenzer Dynamites« mit Power am Kreis

Hochklassig wird es auch bei den beiden Heimspielen der Zweitliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 im November. Das durchwachsen in die Saison gestartete Team von Trainerin Karin Euler hat mit dem BVB Dortmund Handball (9. November, 19.30 Uhr) und dem BSV Sachsen Zwickau (23. November, 19.30 Uhr) zwei Spitzenteams in der Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule zu Gast.

»Wir freuen uns auf diese Aufgaben«, sagt 05-Betreuerin Daniela Bilo. »Gerade das Duell Mainz 05 gegen Borussia Dortmund ist nicht nur im Fußball etwas Besonderes.« Der BVB zählt neben den Füchsen Berlin zu den großen Favoriten im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga. »Das werden für uns zwei schwere Spiele«, ist sich Bilo sicher. »Aber man wächst ja auch mit seinen Aufgaben.«

Und: Die »Meenzer Dynamites« können auf die Unterstützung ihrer Fans zählen. Zuletzt besuchten rund 300 Zuschauer die Spiele. Vielleicht kommen gegen Zwickau und Dortmund noch ein paar Fans mehr - es wird sich lohnen.

| DR

www.rv-rheinhessen.de
http://handball.mainz05.de/mainz05/meenzer-dynamites/bundesligateam