Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Promis zu Kardinal Lehmann

»Dieser Mann hat uns viel zu sagen«

Dass Bischof Lehmann allseits beliebt ist, seine warmherzig-offene Persönlichkeit von vielen geschätzt wird, ist bekannt. Warum das so ist, wollte DER MAINZER von einigen Mainzer Persönlichkeiten genauer wissen.

Dr. Birgit Pfeiffer Dr. Birgit Pfeiffer, Vorsitzende der Dekanatssynode, Evangelisches Dekanat Mainz: »Das erste Mal habe ich Kardinal Lehmann Anfang der 90er Jahre im Rahmen der Adventspredigten im Dom erlebt. Ich war als evangelische Christin sehr beeindruckt von seinen Predigten und auch von der großen Schar der Zuhörer. Viele Menschen kommen zu den Gottesdiensten im Dom, die Kardinal Lehmann hält, und er hat uns allen viel zu sagen.

In Fragen der Ökumene erlebe ich bei ihm ein tiefes Verständnis für die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Abendmahl. Er begegnet auch mir als ehrenamtlich leitender Frau in der evangelischen Kirche mit großer Herzlichkeit. Und als ich seine Vorlesungen im Rahmen der Stiftungsprofessor hörte, war ich sehr beeindruckt, wie belesen er ist. Wenn ich ihn treffe, schwärmen wir gerne von Freiburg, wo er Professor war und ich studiert und gearbeitet habe.«

Richard Patzke Richard Patzke, Hauptgeschäftsführer IHK für Rheinhessen: »Karl Kardinal Lehmann ist ein Segen für die Mainzer. In der sehr langen Geschichte des Bistums haben bisher nur drei Bischöfe länger als er amtiert. Nicht zuletzt aufgrund dieser 30-jährigen Amtszeit ist der Kardinal hervorragend vertraut mit den Menschen und den Institutionen. Er zeichnet sich durch große Menschenkenntnis aus. Daher weiß er um die Möglichkeiten und Grenzen, die allen denen gegeben sind, die sich in unsere Gesellschaft einbringen wollen. Für die regionale Wirtschaft ist Kardinal Lehmann ein Gewinn. Ich schätze ihn als einen stets offenen Gesprächspartner, der das unternehmerische Denken und Handeln zuverlässig aus Sicht der Kirche, aber immer konstruktiv begleitet.«

Michael Ebling Oberbürgermeister Michael Ebling: »Karl Kardinal Lehmann und ich kennen uns persönlich seit vielen Jahren.

Ich schätze ihn sehr, seine Klugheit und Lebensweisheit, sein mit dem Namen unserer Stadt eng verbundenes Auftreten in der Öffentlichkeit, sein ,Standing' als integre Persönlichkeit.

In den drei Jahrzehnten als Bischof von Mainz hat er diejenigen Werte vertreten und vorgelebt, die das christliche Rückgrat unserer Gesellschaft bilden: Nächstenliebe, Toleranz, Solidarität mit den Schwachen und Bedürftigen und sein großes Herz im sozialen Engagement.

Da mein Jahrgang mit Bischof Karl Lehmann groß geworden ist, gibt es viele Ereignisse, die sich mir eingeprägt haben, darunter - wie bei vielen Mainzerinnen und Mainzern - natürlich auch die feierliche, in Mainz aber vor allem fröhliche Kardinalserhebung im Januar 2001 in Verbindung mit seiner Ernennung zum Mainzer Ehrenbürger.«

Horst Seitz Horst Seitz, Präsident Mainzer Carneval Club: »Ich zähle zu den Bewunderern des Kardinals, der sein hohes Kirchenamt mit Würde ausübt und dennoch in beispielloser Weise die Distanz des Gläubigen zu einem Kardinal zuweilen vergessen machen kann. Anlässlich seines 65.Geburtstages 2001 veranstaltete der MCC mit ihm eine Benefizveranstaltung im Hause Kupferberg, bei der wir im persönlichen Gespräch gespürt haben, was er in besonders starkem Maße verkörpert: Bischof Lehmann ist Seelsorger!«

Samy El Hagrasy Samy El Hagrasy, Dialogbeauftragter im Arab Nil-Rhein Verein und 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Mainzer Muslime: »Ich kenne Bischof Lehmann von vielen gemeinsamen Veranstaltungen und schätze insbesondere seine Unterstützung für den christlich-muslimischen Dialog. Wir pflegen seit Jahren einen respektvollen und anerkennenden Austausch, zu dem auch die Übermittlung von Grußworten zu den jeweiligen religiösen Feiertagen zählt. Zudem werden die Vertreter der Mainzer Muslime auch immer zum Neujahrsempfang der christlichen Kirchen im Haus am Dom eingeladen.

Ich bedanke mich vielmals für das Engagement von Bischof Lehmann für den interreligiösen Dialog in Mainz und biete ihm an, all meine Kraft zur Verfügung zu stellen, um auch mit ihm gemeinsam den interreligiösen Dialog in Ägypten zu fördern und den Christen in Ägypten zu helfen.«

Matthias Fontheim Matthias Fontheim, Intendant des Staatstheaters Mainz: »Ich empfinde große Sympathie, Neugier und Hochachtung für ihn.

Bischof Lehmann ist bei unseren jeweiligen Begegnungen immer ein aufmerksamer, wacher, kritischer und kluger Gesprächspartner gewesen. Er zeigte sich vielfältig interessiert an allem menschlichen Handeln und was ihm zugrunde liegt, ohne sich vor konkreten gesellschaftlichen Stellungnahmen zu drücken - und er war nah beim Theater.

Eines der schönsten Erlebnisse mit Bischof Lehmann war sicher sein Premierenbesuch der Schauspiel-Produktion »Der heilige Paulus« im November 2009 unter der Regie von Robert Borgmann im Kleinen Haus. Nach dem Schlussapplaus kam er hinter die Bühne und setzte sich umringt von allen Schauspielern und den Beteiligten der Aufführung, gratulierend, diskutierend, über das Gesehene auseinander.

Ein toller, schöner Theater- und Lebensmoment mit Bischof Lehmann für alle am Staatstheater Mainz an diesem Abend: Danke!«

| SoS