Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Lebenslauf Kardinal Lehmann

Ein weltoffener Seelsorger

Als 87. Nachfolger des Hl. Bonifatius empfing Karl Lehmann am 2. Oktober 1983 die Bischofsweihe im Dom.

Kardinal Lehmann Der Mainzer Dialekt ist Bischof Lehmann nicht in die Wiege gelegt worden - was die Mainzer noch nie davon abhielt, ihren Bischof regelrecht anzuhimmeln. Der 1936 in Sigmaringen geborene Theologe, Philosoph und Seelsorger drückt seine Verbundenheit mit dieser Stadt und ihren Menschen bei vielen Gelegenheiten wortreich und herzlich aus. Die Mainzer danken es ihm mit ihrer Wertschätzung - quer durch alle Bevölkerungskreise.

Vor 50 Jahren, am 10. Oktober 1963 wurde Karl Lehmann in Rom zum Priester geweiht. Ein Jahr später promovierte er in Philosophie, 1967 folgte die Promotion in Theologie. Das Zweite Vatikanische Konzil in Rom erlebte er aus nächster Nähe mit, lehrte zudem an den Universitäten von München und Münster als Assistent von Karl Rahner.

Nach Mainz kam Karl Lehmann 1968, mit nur 32 Jahren wurde er auf den Lehrstuhl für Katholische Dogmatik und Theologische Propädeutik an der Johannes Gutenberg-Universität berufen. Drei Jahre später übernahm er in Frei­burg/Breisgau die Professur für Dogmatik und Ökumenische Theologie.

Vor 30 Jahren, 1983, wurde Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann zum Bischof von Mainz gewählt und ernannt.

Zahlreiche Ehrenämter

Die Deutsche Bischofskonferenz wählte ihn 1987 zum Vorsitzenden, 1993, 1999 und 2005 wurde er in diesem Amt durch Wahl bestätigt. Zum 18. Februar 2008 trat Kardinal Lehmann vom Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz zurück, ist als Bischof von Mainz aber weiter Mitglied der Konferenz und dort u.a. Vorsitzender der Glaubenskommission.

Am 28. Januar 2001 hat Papst Johannes Paul II. Bischof Lehmann zum Kardinal ernannt. In dieser Funktion nahm er am Konklave im April 2005 teil, aus dem Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) hervorging. Im März 2013 nahm Kardinal Lehmann am Konklave teil, das nach dem Rücktritt Benedikts XVI. den Argentinier Jorge Mario Kardinal Bergoglio als Papst Franziskus wählte.

Anerkennung und Respekt

In vielen Ämtern hat sich Bischof Lehmann, zusätzlich zu seinen beruflichen Hauptaufgaben, engagiert, mit zahlreichen Ehrungen und Preisen wurde sein Lebenswerk schon gewürdigt - die jüngste dürfte der Anfang September verliehene »Hammerpreis« der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen sein.

Den Menschen begegnet er offen und mit Anteilnahme. Seine herzerfrischende Begeisterung für die Mainzer Lebensart und für manche Mainzer »Nebensachen«, wie die Erfolge und Misserfolge des 1. FSV Mainz 05, sichern ihm einen festen Platz in den Herzen aller Mainzer.

| SoS