Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Rheinterrassenweg

FLANIEREN ZWISCHEN WEIN UND RHEIN

Auf dem RheinTerrassenWeg können Wanderer das Rheintal per pedes erkunden. Auf 83 Kilometern schlängelt er sich oberhalb des Flusses von Mainz nach Worms und bietet zahlreiche Aussichten auf den Rhein und die angrenzenden Ortschaften.

rheinhessen nackenheim
Weitschweifende Aussichten: Vom Rhein­TerrassenWeg auf Nackenheim mit der Kirche St. Gereon und dem Rheingau­gebirge dahinter.

Auf der einen Seite der Rhein, auf der anderen Seite Weinreben. Der nächste Ort mit Straußwirtschaften und Erfrischungen ist in Sichtweite und am Horizont lässt sich die Skyline von Frankfurt erkennen. Im Juli beginnen die Arbeiten zur Ausschilderung, die offizielle Eröffnung soll im September erfolgen.

Nach der offiziellen Einweihung weist ein stilisiertes "R" aus blauen und grünen Kurven auf weißem Grund den Weg von Mainz über Nackenheim, Oppenheim und Guntersblum nach Worms und löst die teils fehlenden oder unzureichenden Markierungen des früheren Rheinhöhenweges ab, erläutert Bardo Kraus, Regionalmanager der LAG Rheinhessen-Zellertal, die das Rheinterrassenweg Projekt seit fünf Jahren betreut und in Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemeinden koordiniert.

"Man kann sagen, dass der Rheinterrassenweg den Rheinhöhenweg ersetzt. Den Rheinhöhenweg gibt es schon seit über 100 Jahren, doch nachdem der Lennebergverein die Verantwortung für die Pflege der Wegmarkierungen abgegeben hatte, erreichten uns immer wieder Beschwerden über fehlende Schilder und der Wunsch nach einer einheitlichen Markierung", erinnert sich Kraus.

Neben dem Ziel einer vollständigen Markierung sollte der neue Weg zusätzlich die Zugangswege von den einzelnen Startbahnhöfen zum Rheinterrassenweg ausschildern. Der Stein kam ins Rollen, die Planungen wurden konkret: 178.500 Euro wurden für die Neubeschilderung der Rheinterrassen veranschlagt. Eine Summe, die aus öffentlichen Mitteln der Europäischen Union, aus Landesmitteln und durch Zuschüsse von den beteiligten Gemeinden zusammen getragen wurde.

Viele Querverbindungen

rheinhessen nierstein
Vom RheinTerrassenWeg aus gen Nier­stein auf die Martinskirche. Im Hinter­grund zeichnet sich der Odenwald ab.

Insgesamt 13 Gemeinden liegen entlang des neu ausgeschilderten Wegs und versprechen neben dem sportlichen Aspekt des Wanderns kulturelle Entdeckungen, wie etwa die Katharinenkirche in Oppenheim oder den Roten Hang zwischen Nackenheim und Nierstein. Außerdem sollen mittels Querverbindungswege Gemeinden einbezogen werden, die nicht auf dem direkten Weg des alten Rheinhöhenweges liegen. Im ersten Abschnitt gibt es eine Zuwegung zum Vulkanschlot in Nierstein, einer ehemaligen Basaltgrube. Ein Ausflug zum Königstuhl in Lörzweiler oder der Glockenberghütte in Gau-Bischofsheim bieten imposante Fernsichten.

Die zusätzlichen Wege bilden das Netz des Regionalparks Rheinhessen, der kulturelle, naturräumliche und handwerkliche oder industrielle Zeugnisse im Landschaftsraum präsentiert.

| Katrin Henrich