Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

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SPITZFINDIG


Titelbild DER MAINZER Nr. 273 BÜRGERBETEILIGUNG IM GEMÜSEBEET

Das Thema ist verlockend. »Leipziger Allerlei« nannte es eine Mainzer Zeitung.

Der Begriff ist nicht ganz korrekt. In den öffentlichen Gemüsebeeten am Schillerplatz und am Höfchen wachsen weder Karotten noch Erbsen, auch keine Spargel oder Pilze. Aber Kohlrabi, Tomaten, Zucchini und Auberginen.

Ein schönes Aufregerthema. Vergessen sind Rathaus-Sanierung, ECE und andere drängende Probleme. Gemüse statt Blumen. Garniert als »Bildungsauftrag«. Wir lernen (wieder), dass Tomaten nicht im Supermarkt hergestellt werden.

Man könnte meinen, die verantwortliche Dezernentin lege es darauf an, den Unmut der Mainzer zu wecken. Letztes Jahr die trockenen Brunnen. Dieses Jahr Gemüse in Blumenbeeten.

Man könnte aber auch auf die Idee kommen, Katrin Eder scheue sich nicht, den Wählern ungewöhnliches und unbequemes aufs Auge zu drücken: Essbare Stadt und Tempo 30 in der Rheinstraße. Alle Achtung! Das ist ernst gemeint!

spitzfindig tomatenbeet

Im Falle der Essbaren Stadt reklamieren allerdings die Liberalen die Urheberschaft. Dieses »neue Konzept zur Nutzung der Grünflächen« sei auf Vorschlag der FDP in den Stadtrat eingebracht worden, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung. Darin steht auch, die Liberalen sähen den größten Nutzen darin, die Bürger für »ihre« städtischen Grünflächen zu sensibilisieren. »Sie haben nicht nur die Möglichkeiten das angebaute Gemüse zu ernten, sondern können sich auch an der Pflege beteiligen.«

Bürgerbeteiligung auf liberale Art also. Natürlich Kostensenkung inklusive. Der Gedanke, selbst Hand an zu legen und das in Gemeinschaft mit Nachbarn zu organisieren, ist weder verkehrt noch unangenehm. In Mainz wird schon einiges auf diese Weise gehegt, gepflegt, erhalten, neu-, aus-, und umgebaut.

Vielleicht breitet sich deshalb Unbehagen aus. Warum wird nicht ganz klar und deutlich gesagt: »Liebe Mainzer, wenn Ihr wollt, dass es in dieser Stadt grünt und blüht, dann müsst ihr das künftig nicht nur bezahlen sondern auch selbst in die Hand nehmen«?

Die Volksvertreter scheinen zu glauben, Bürger lassen sich von der positiven Verpackung »Bürgerbeteiligung« über den Inhalt »Leistungsreduzierung« immer aufs Neue einwickeln.

| SoS