Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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AUTOTEST

EDLE KATZE MIT RUCKSACK

DER MAINZER testete den Jaguar XF, das sparsame Kombi-Raumwunder des traditionsreichen britischen Autobauers, der unserem Redakteur freundlicherweise vom Mainzer Autohaus Fuhrmeister zur Verfügung gestellt wurde.

jaguar-xf250 Sie machen überall eine gute Figur, sind elegant, praktisch und vielseitig einsetzbar. Die Rede ist vom Kombi, der vom reinen Nutzlaster zum schicken Alleskönner eine rasante Karriere hinter sich hat. Viele Nobelmarken haben den Trend erkannt und bieten edles Ambiente mit großem Laderaum an. Jetzt ist ein neuer Hecht im Karpfenteich aufgetaucht, der vor allem der Konkurrenz aus Bayern und Schwaben mächtig Dampf machen soll: Der Jaguar XF Sportbrake. »DER MAINZER« fuhr die Katze mit dem starken Turbodiesel direkt vom Hof des Autohauses FUHRMEISTER in Mainz-Hechtsheim.

Der stilbewusste Kombikäufer, das zeigen auch die Absatzzahlen, stehen auf Audi A6 Avant, BMW 5er Touring oder Mercedes T-Modell. Tolle Autos, aber wo ist das Besondere, das Extravagante, wenn man sein Auto bald an jeder Ecke stehen sieht? Hier liegt die Katze auf der Lauer: Sie macht Jagd auf Kunden mit Stil, die keinen »gewöhnlichen« Edellaster wollen.

Schon der erste Auftritt sorgt für Aufsehen: Der Steilheck-Jaguar wirkt sehr elegant, stimmig ist sein Anblick. Der elegante Rücken, die dynamische Kühlerhaube - die Proportionen sind ausgesprochen harmonisch austariert und alle markentypischen Elemente wurden sauber integriert. Keine Frage, die gestreckte Dachlinie steht dem Briten gut. Das Design lässt keinen Zweifel, dass Jaguar und »Kombinationskraftwagen« zusammenpassen. Eine Kombination, die im Übrigen Tradition hat. Erst 2004 stellten die Autobauer von der Insel mit dem leicht missglückten X-Type Estate einen werkseitigen Kombi auf die Räder, doch welcher Fan erinnert sich nicht an die abgefahrenen Shooting Brakes auf Basis eines XK 150 in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ?

Laderaum überzeugt

Doch Schönheit und Eleganz helfen der Katze nur bedingt, wenn es um die Gretchenfrage geht: Wie hält es der Kombi mit Platz und Laderaum?

Bereits auf der Rückbank über­zeugt er mit knapp fünf Zentimetern mehr Kopffreiheit als die Limousine. Größe ist Trumpf beim Jaguar - vom Kühler bis zum Heck misst er fast fünf Meter. Mit einem Laderaumvolumen von fast 1,7 Kubikmetern lassen sich auch sperrige Sportgeräte unterbringen. Dabei glänzt er mit einem glattflächigen Frachtabteil und einem stufenlosen Übergang von Heckabschluss zur Kofferraumebene. Beim Beladen hilft auch, dass die Ladekante sehr niedrig ist (64 cm).

Für einen besseren Nutzwert sorgen auch ein solides Schienensystem im Ladeboden zur variablen Befestigung der Ladung. Dazu kommen asymmetrisch geteilt umklappbare Lehnen der Rückbank. Der optional angebotene Skisack (290 Euro) ist zu empfehlen. Kompletterweise rüsten die Briten zudem alle Kombimodelle mit einer Niveauregulierung an der luftgefederten Hinterachse aus. So bleibt das Fahrverhalten auch unter Ausnutzung der maximalen Zuladung von 443 kg weitgehend unverändert.

Während also »hinten« alles auf Praktikabilität ausgerichtet ist, präsentiert sich der Arbeitsplatz des Fahrers als »Showroom« mit Farbeffekten. So schimmert das Cockpit bei Nacht in coolem Eisblau, der Startknopf pulsiert vor der Benutzung rot. Der Touchscreenbildschirm mit allen wichtigen Funktion über Navigationssystem bis zum Radio gibt nach kurzer Eingewöhnung wenig Rätsel auf. Praktisch auch der von einigen französischen Herstellern bekannte schlüssellose Einstieg. Steht man neben dem Fahrzeug kann man sofort die Türen öffnen, ohne den Schlüssel aus der Tasche holen zu müssen.

Sparsamer Diesel

Apropos fahren: Der Jaguar V6 Diesel läuft seidenweich wie in Watte gepackt und zieht dabei wie ein Ochse. Dafür sorgt auch der von einem kleinen Primär- und einem größeren Sekundärturbolader aufgeladene Motor. Die Achtgangautomatik vom deutschen Zulieferer ZF bringt die 600 Newtonmeter der 275 PS Maschine leicht unter Kontrolle und rundet das harmonische Fahrgefühl dabei ab. Der Sprint von null auf 100 km/h ist nach nur 6,6 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht der XF schnell und ohne erkennbare Kunstpause. Dabei überzeugt der Diesel über den gesamten Drehzahlbereich mit sattem Sound und kultiviertem Lauf.

Auch der Verbrauch bleibt bei einem Auto von fast zwei Tonnen Gewicht und Drei-Liter-Sechszylindermaschine im Rahmen: Der Verbrauch zwischen 7,7 und acht Litern Diesel auf hundert Kilometern kann sich sehen lassen, auch im Vergleich mit der deutschen Konkurrenz von BMW, Audi und Mercedes. Dabei hilft neben der Automatik auch ein Start-Stopp-System mit, den Verbrauch zu reduzieren. Wer noch andere Optionen zur Auswahl haben will: Der XF ist nur als Diesel lieferbar. Angeboten werden ein 2,2 Liter Vierzylinder mit 200 PS und neben dem 275 PS Sechszylinder noch ein 245 PS Sechszylinder.

Auf der Straße federt der Jaguar bemerkenswert sanft, auch bei schlechten Straßen. Dafür sorgt auch die schon erwähnte Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse. Dabei gehen aber Agilität und Lenkpräzision nicht verloren, es macht Spaß das Auto zu bewegen, egal ob auf der Landstraße oder der Autobahn. Auch für Schnee und Eis ist der Kombi von der Insel gerüstet: Der XF hat ein Winterfahrprogramm, das die Regelwerte von Traktionskontrolle und ESP etwas versetzt. So kommt man langsam aber sicher auch durch verschneite Nebenstraßen.

FAZIT

Der XF Sportbrake ist eine interessante Alternative auf dem Markt der Luxuslaster. In Punkto Praktikabilität, Verbrauch, Fahrspaß und Agilität kann der Jaguar locker mit den Kombis der deutschen Mitbewerber von Audi, BMW oder Mercedes mithalten. Auch der Preis liegt mit etwa 56 000 Euro genau auf dem Niveau der Konkurrenz. Auftritt und Eleganz sind weitere Pluspunkte: Die Katze zieht vor dem Supermarkt ebenso wie vor der Oper die Blicke auf sich. Ein Besuch bei FUHRMEISTER lohnt sich also.

| WEH

Jaguar XF Sportbrake 3.0
V6 Diesel S
Höchstgeschw.: 250 km/h
PS/kW: 202/275
Verbrauch: 7,7 Liter Diesel
Grundpreis: 56.550 Euro

Gewinnen Sie ein Wochenende mit dem Jaguar XF

Testen Sie Jaguars No. 1 in Mainz - Fuhrmeister Exclusive Auto­mobile und DER MAINZER geben 50 TESTFAHRERN die Gelegenheit, den neuen Jaguar XF ausgiebig Probe zu fahren.

Die Teilnahme ist ganz einfach: Schreiben Sie eine E-Mail (mit vollständigem Namen und Telefonnummer) mit dem Stichwort "Jaguar XF" an briefkasten@dermainzer.net. Fuhrmeister Exclusive Automobile vereinbart dann einen ganz persönlichen Testfahrt-Termin mit Ihnen (Teilnahme ab 26 Jahre, mit gültigem Führerschein).

Unter allen Teilnehmern der Testfahrt verlosen wir ein komplettes Wochenende (Freitag, 16 Uhr bis Montag, 10 Uhr) mit dem Jaguar XF. 500 Kilometer sind frei. Zur Testfahrt eingeladen werden die ersten 50 Personen, deren E-Mail uns erreicht. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2013.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Daten der Teilnehmer werden zum Zweck der Terminvereinbarung an Fuhrmeister Exclusive Automobile weitergegeben. Im Übrigen werden die Daten nicht an Dritte weitergegeben und nach Beendigung des Gewinnspiels bei DER MAINZER gelöscht.