Heft 269 Februar 2013
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Freizeit

vorlesen Rollenvorbild und Mahnmal

Bücher erkunden


Vorlesen gehört für viele Erwachsene zu den schönsten Kindheitserlebnissen. Diese positive, für das Leben wichtige Erfahrung weiterzugeben übernehmen häufig Mütter und Omas. Großväter und Papas sind in der Minderzahl - obwohl lesende und vorlesende Männer vor allem für Jungen ein wichtiges Rollenvorbild sind. Grund genug, sich als Mann stärker einzubringen und selbst vorzulesen:

  • zu Hause als Vater, Opa, Onkel
  • als Lesepaten in Kitas und Schulen, in der Nachbarschaft
  • oder sich verantwortlich für die Leseförderung einzusetzen in Kirchengemeinden, in der Stadtteil- und Sozialarbeit, ...

Ein besonderes Seminarangebot kann den Start erleichtern: »Männer! - lesen vor für Jungs und Mädchen«, eine Einführung in die Kunst des Vorlesens speziell für Männer. Unter der erfahrenen Leitung von Claudia Presser, (Stiftung Lesen und Bücherei am Dom) und Peter Leonhardt (Männerseelsorge im Bistum Mainz) lernen Sie anhand von praktischen Beispielen, erhalten Materialien (Leitfaden, Handreichung, Buchempfehlungsliste) und das Zertifikat der Stiftung Lesen als Vorlesepate.

Das Seminar findet am Samstag, den 23 Februar statt und dauert von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Teilnehmerbeitrag: 25,- Euro (inkl. Kaffee, Mittagessen und Tagungsunterlagen). Veranstaltungsort: Katholische Familienbildungsstätte, Liebfrauenstraße 3, 55116 Mainz. Anmeldungen: Bücherei am Dom, E-Mail: buecherei-am-dom@bistum-mainz.de, Tel: 06131 253542, Anmeldeschluss: 15. Februar, www.bistum-mainz.de/buecherei-am-dom, Infos zum Vorleseseminar auf der rechten Seite.

st. christoph »Den toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung«

Mit diesen Worten überschreibt Karl Kardinal Lehmann seine Einleitung zu einer umfassenden historischen Darstellung und Würdigung von »St. Christoph zu Mainz: Capella, Pfarrkirche, Mahnmal«.

Die Christophskirche am Karmeliterplatz in der Mainzer Innenstadt ist das wohl markanteste Mahnmal des Zweiten Weltkrieges in Mainz. Bei den schweren Angriffen am 27. Februar 1945 wurde das Gebäude zur Ruine. Der nahezu logisch erscheinende Abriss in den Nachkriegsjahren konnte verhindert werden, allerdings entschieden sich die Verantwortlichen auch gegen den Wiederaufbau, stattdessen für den Erhalt als Mahnmal an die Opfer des Krieges.

Dr. Matthias Dietz-Lenssen, Autor des MAINZERs, zeichnet die gesamte Geschichte der Kirche und ihres Umfelds nach. Ur­kundlich als Pfarrkirche erwähnt wird sie erstmals 1272, in der ak­tuellen kommunalpolitischen Diskussion geht es einmal wieder um die Bereitstellung von Geldern für den Erhalt des Mahnmals.

Fachartikel von Pfarrer Michael Baunacke, Landeskonservator Dr. Joachim Glatz, Dr. Kathrin Nessel (Denkmalschutz, Stadt Mainz) und Andreas Schnell (Stadtplanungsamt) ergänzen das Werk.

ISBN: 978-3-9813999-3-6
14,90 Euro