Der Mainzer - Die Stadtillustrierte

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Immobilien
Frank Röhr (Fischer+Co) über den lokalen Immobilienmarkt

»Mainz ist unverändert attraktiv«


Frank Röhr
Frank Röhr, Verkaufsleiter und Prokurist bei Fischer+Co
DER MAINZER: »Mainz ist in den Augen der Einheimischen sicherlich konkurrenzlos - doch im Immobiliensektor muss man das sicherlich etwas differenzierter sehen: Es gibt im Rhein-Main-Gebiet einige Alternativen (nicht nur Wiesbaden) und selbst auf den Bad Kreuznacher-Immobiliengesprächen hat man sich im letzten Jahr Gedanken darüber gemacht, wie man Wohnraum suchende Bürger aus Mainz und Rheinhessen an die Nahe locken kann.«

Frank Röhr: Grundsätzlich gilt: Der Trend zur Stadtwohnung hält weiter an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Da ist die Nähe zum Arbeitsplatz bzw. den Bildungsstätten (Schule, Universität), ein ausgebauter ÖPNV, die günstigeren Verkehrsanbindungen (Autobahn, ICE-Bahnhof, schnelle Erreichbarkeit der Flughäfen Frankfurt und Hahn) sowie die zahlreichen Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Städte sind attraktiv: für Alleinlebende wie Familien.

Was zeichnet Mainz nun gegenüber den anderen Städten im Rhein-Main-Gebiet aus? Wer will unbedingt nach Mainz ziehen?

Röhr: Das sind zunächst die Einheimischen selbst. Viele die hier geboren und aufgewachsen sind wollen nach Jahren »in der Fremde« wieder zurück. Sie haben Heimweh nach dem Dom, dem Rhein und vermissen die Mainzer Lebensart. Aber auch auf »Neubürger« hat Mainz eine große Anziehungskraft. Es ist kein anonymer Moloch sondern eine Stadt die in jeder Beziehung noch intakt ist: Sie »lebt auf ihren Plätzen«, hier wird gefeiert, das »Miteinander« wird groß geschrieben. Ich nenne hier nur Institutionen wie Fastnacht, den Wochenmarkt und den FSV Mainz 05. Dinge, um die uns viele andere Städte beneiden.

Sie zitieren auf Ihrer Homepage »Würde ich hier selbst kaufen und einziehen?« als Maßstab für jedes Ihrer Objekte. Wie sieht die ideale Wohnung aus - und wo muss sie in Mainz liegen?

Röhr: Beginnen wir mit dem zweiten Punkt: Dom- und/oder Rheinblick sind natürlich die ideale Lage, oft gewünscht - aber nicht immer umzusetzen. Entsprechend groß ist hier die Nachfrage, wie unsere Objekte am Winterhafen gezeigt haben. Wer lebt nicht gerne in Top-Lage an einer modernen Flusspromenade? Aber natürlich hat jeder Stadtteil seine Besonderheiten: den einen zieht es ins alte Gonsenheim, der ande­re ist von der Draiser Höhenlage fasziniert. Wir sind daher in allen Gebieten der Stadt aktiv.

Bei der Ausstattung gilt: In der Stadt darf es ruhig etwas kleiner sein - Hauptsache Qualität und Umfeld stimmen. Unsere Objekte zeichnen sich alle durch benutzerfreundliche Architektur, gehobene Ausstattung und ausgesuchte Grundstückslagen aus. Energiesparende Maßnahmen sind heute selbstverständlich - keiner will sein Geld zum Fenster raus werfen.

Sie sprachen eben den Winterhafen an - was ist dort in Ihren Projekten noch zu haben?

Röhr: Nichts mehr. Alle vier Bauabschnitte sind komplett ausverkauft. Hierbei hat natürlich die einzigartige Lage eine große Rolle gespielt. Mainz wird fast immer über das vom Rhein aus zu sehende Stadtpanorama identifiziert - und wer möchte hier nicht gerne wohnen - quasi in einer Sichtebene mit Dom und Schloss?

Der Winterhafen war ein Projekt das auch überregional und sogar international Aufmerksamkeit erregte - entsprechend breitgestreut ist auch die Käufergruppe gewesen. Auch einige Prominente hat es hierhin gezogen.

Und welche Wohnungen empfiehlt Fischer+Co zur Zeit seinen Kunden?

Röhr: Unsere Homepage (www.fischerco.de) gibt immer einen Überblick zu unseren aktuellen Projekten. Dabei legen wir großen Wert auf die ausführliche Präsentation unserer Angebote: Grundriss und Lageplan, Modellansicht und genaue Preisangaben sind bei Fischer + Co selbstverständlich. Hier kann man sich in Ruhe und anonym von zu Hause aus vorinformieren. Bei Fragen helfen wir selbstverständlich gerne weiter. Aktuell finden Sie hier verschiedene Angebote aus Bretzenheim, Gonsenheim, Marienborn und dem Münchfeld.

Im Bereich der seit Jahren leer stehenden zwei Schwesternwohnhei­me der Mainzer Uniklinik (Berliner Siedlung West) tut sich endlich was.

Röhr: Ja, nach dem Abriss der Hochhäuser werden wir dort in einem Bereich Eigentumswohnungen errichten. Selbstverständlich keine Hochhäuser mehr - die Zeiten dieser Kolosse sind vorbei. Diese Einheiten sind besonders für Familien mit Kindern interessant, weil sich in der Nähe mehrere Schulen befinden.

Haben Sie auch ein Auge auf den Bereich Zoll- und Binnenhafen geworfen?

Röhr: Selbstverständlich - hier wird zurzeit ein sehr wichtiges Großprojekt entwickelt, das die Attraktivität von Mainz und ganz besonders der Neustadt erheblich steigern wird. Ohne schon Details nennen zu können: Hier möchten wir auch gerne mitspielen.

Das Wort der »Immobilienblase« taucht immer einmal wieder in den Medien auf. Steht zu befürchten, dass der Wohnungsmarkt - wie in einigen anderen Ländern bereits geschehen - in bestimmten Bereichen ins Trudeln gerät und die Preise absacken?

Röhr: Das hatte völlig andere Ursachen und ist für unsere Region nicht vorstellbar. Im Gegenteil: Die Preise in Mainz steigen weiter - da unsere Stadt im Rhein-Main-Vergleich zu Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt noch günstig ist - die Nachfrage in den verschiedensten Sektoren hält un­vermindert an: Ob Studierende, Familien oder Senioren - Mainz zieht alle an.

Diese Nachfrage setzt eine ungebrochene Attraktivität voraus. Nun hörte man in Sachen »Fußballstadion« - und hört immer noch bei anderen Großprojekten wie der »Mainzelbahn« und dem neuen Einkaufszentrum in der Ludwigsstraße - warnende Stimmen. Welche Auswirkungen sehen Sie hier auf den lokalen Immobilienmarkt?

Röhr: Überaus Positive: Das Stadion ist ein wahres Schmuckstück geworden und ein Beleg für das zielgerechte Denken und die Zusammenarbeit innerhalb der Stadt. Hier wurde nicht geklotzt sondern vernünftig gebaut. Auch die »Mainzelbahn« ist hier positiv zu bewerten. Ich wünschte mir sogar noch eine Verlängerung - eine stärkere Einbindung der rheinhessischen Gemeinden im Umland. Und auch das neue Einkaufszentrum sehe ich optimistisch - es wird zusätzliche Kaufkraft anlocken. Mainz ist auf dem richtigen Weg - das beweisen die Zahlen: Die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt hält weiter an. Es lohnt sich, in Mainz zu leben!

Herr Röhr, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Dr. Matthias Dietz-Lenssen

Unser Gesprächspartner war Frank Röhr, Verkaufsleiter und Prokurist bei Fischer+Co. Der Ur-Mainzer kennt die Stadt und ihre Menschen genau, ist engagiert - und natürlich Mainz 05-Fan.


Die Firma Fischer+Co. wurde 1960 gegründet und hat seitdem rund 5.000 Wohn- und Gewerbe­einheiten geplant und fertiggestellt. Aus bescheidenen Anfängen hat sich das Mainzer Familien­unter­nehmen kontinuierlich weiterentwickelt und ist solide gewachsen. Inzwischen ge­hört es zu den leistungsstärksten und führenden privaten Wohnungsbauunternehmen im Rhein-Main Gebiet mit dem Schwerpunkt Mainz / Wiesbaden. Nach der Wiedervereinigung wurden die Kapazitäten auch auf die neuen Bundesländer erweitert.

Für diese Kontinuität stehen an der Spitze des Unternehmens sein Gründer Willi Leykauf und dessen Sohn Markus Leykauf als geschäftsführende Gesellschafter sowie die langjährigen Mitarbeiter und Geschäftsführer H.-W. Oppenhäuser und Jürgen Bienefeld.