Heft 267 Dezember 2012
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Geschenke

Lassen Sie sich inspirieren

Ideen für den Gabentisch


geschenke

Es gibt Dinge, die versteht man erst nach dem zweiten Becher Glühwein: Jahr für Jahr kaufen immer mehr Menschen - laut Statistik - ihre Weihnachtsgeschenke online im Internet. Ein »Click« und das Päckchen ist schon unterwegs. Trotzdem wird es an den Adventssamstagen nicht leerer in der Stadt: Stau in der Saarstraße, Kampf um den letzten freien Platz im Parkhaus, Gedrängel im Kaufhaus, Geschubse am Glühweinstand und Gefluche auf der Rückfahrt, weil man erst zu spät daran denkt, dass man auch noch fünf Rollen Geschenkpapier (glänzend, reißfest und nicht zu kitschig) mitbringen sollte. Steigerungsformen sind noch die Mitnahme von Kindern, Eisglätte und die plötzliche Nichtfunktion der Kreditkarte. (»Eben im Geschäft ging sie aber noch!«)

Irgendetwas muss sich im kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit unseres Kulturkreises festgesetzt haben, dass vorweihnachtliches Stress-Einkaufen eine unbedingte Voraussetzung für ein gelungenes Weihnachtsfest ist. Dieses unbeschreiblich tolle Gefühl, die geschundenen Füße hochlegen zu können wenn alles, wirklich alles, besorgt ist: Vom letzten Geschenk über die Ersatzrolle Klebeband bis zur neuen Flasche Worchester-Sauce für die Heiligabend-Königinpastetchen und die Ersatzpackung Kerzen für den Weihnachtsbaum - garantiert tropffrei!

Zugegeben, das Internet erleichtert einiges: Weihnachtsgrüße per E-Mail und in Facebook (falls Erstere nicht im SPAM-Ordner landen, weil ein missverständliches Wort im »Betreff« den Selektionsmechanismus des Providers angesprochen hat), Geschenkideen via Google (aktuell: 8.130.000 Treffer bei der Eingabe von »Weihnachtsgeschenke«) und die phantastische Möglichkeit, den genauen Standort jedes Päckchen genau feststellen zu können: Da wird die langersehnte Sendung endlich im Zentrum Saulheim verladen und darf dann noch drei Tage lang zwischen dem rheinhessischen Örtchen und Mainz hin- und her gondeln bis der Paketbote endlich an der Tür klingelt.

Zu Heinrich Heines Zeiten


Wie meinte Heinrich Heine so schön in seinem zweiten Brief aus Berlin (1822)?

»Wie in allen protestantischen Städten spielt hier Weihnachten die Hauptrolle in der großen Winterkomödie. Schon eine Woche vorher ist alles beschäftigt mit Einkauf von Weihnachtsgeschenken. Alle Modemagazine und Bijouterie- und Quincailleriehandlungen haben ihre schönsten Artikel - wie unsere Stutzer ihre gelehrten Kenntnisse - leuchtend ausgestellt; auf dem Schloßplatze stehen eine Menge hölzerner Buden mit Putz-, Haushaltung- und Spielsachen; und die beweglichen Berlinerinnen flattern, wie Schmetterlinge, von Laden zu Laden und kaufen und schwatzen und äugeln und zeigen ihren Geschmack und zeigen sich selber den lauschenden Anbetern.«

Ach Heinrich! Hoffentlich schaust Du Dir von Deiner Wolke aus auch einmal den Mainzer Weihnachtsmarkt 2012 an!

Keine Tante in Finnland


geschenke djd

Zurück zum Internet: Ich habe immer noch keine passenden Geschenke gefunden, weiß aber jetzt, dass »Weihnachtsgeschenk« ein »Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Weihnacht, Fugenlaut s und Geschenk« ist und ein »Geschenk [ist], das traditionell zu Weihnachten zur Weihnachtsbescherung gemacht wird«. Wiktionary sei Dank! Nur so am Rande (aus gleicher Quelle): »Mitä rikkaalle tädille voi ostaa joululahjaksi?« ist finnisch und bedeutet: »Was kann man der reichen Tante als Weihnachtsgeschenk kaufen?« Bringt mich auch nicht wirklich weiter, zeigt mir aber, dass man in Skandinavien ähnliche Probleme hat. (Eigentlich habe ich nicht einmal eine reiche Tante - weder in Finn- noch in Deutschland)

Black Friday


Die Amerikaner legen bezüglich Ihrer Weihnachtskäufe jedes Jahr einen Punktstart hin: Am »Black Friday« (weh dem, der Böses dabei denkt!), dem Tag nach Thanksgiving (immer der vierte Donnerstag im November) geht es unerbittlich los: An diesem Freitag haben die meisten Amerikaner Urlaub und ziehen mit Kind und Kegel in die Malls. Oft schon mitten in der Nacht, denn am »Black Friday« öffnen viele Läden bereits um fünf Uhr morgens und locken mit Sonderangeboten und Werbegeschenken. Und da jeder ein »doorbuster« (hochdeutsch: »Schnäppchen«) ergattern möchte, bilden sich nächtliche Schlangen als stünde der Erstverkaufstag des neuen iPads an.

Bliebe noch die Frage, warum der Black Friday ein »schwarzer Freitag« ist. Hierzu finden wir gleich drei Antworten: Dies könnte, so die klugen Sprachwissenschaftler.

  • entweder auf die zahlreichen Menschen zurückzuführen sein, die sich, wie eine schwarze Masse, durch die Einkaufszentren bewegen
  • ein Hinweis auf die Einzelhändlerbilanzen sein, in denen jetzt endlich schwarze (statt rote) Zahlen auftauchen oder
  • mit der Behauptung zusammenhängen, dass die Händler an diesen Tagen schwarze Finger vom Geldzählen bekommen.

  • Neuerdings gibt es auch noch den »Cyber Monday« - den Montag nach dem »Black Friday« - dann beginnt die heiße Phase auch online.

    Geschäft mit dem Glühwein


    Apropos »Weihnachtsgeschäft«: die Berliner Morgenpost hat vor drei Jahren einmal versucht, den Wirtschaftsfaktor »Weihnachtsmarkt« näher zu analysieren. Demnach gibt es rund 5.000 Open-Air Veranstaltungen dieser Art bundesweit. Rund 5 Milliarden Euro geben die Deutschen hier jedes Jahr aus, wobei Glühweinstände bis zum zehnfachen eines traditionellen Geschenkehändlers umsetzen. Rund 50 Millionen Liter dieses Getränkes werden in Deutschland jedes Jahr konsumiert - das sind rund 3/4 Liter pro Erwachsener. (Wem trinke ich da eigentlich immer - rein statistisch gesehen - seinen Glühwein weg?)

    Spurensuche


    Immer wieder beliebt ist die Frage, seit wann es Weihnachtsgeschenke überhaupt gibt. In Mainz landet man bei historischen Fragestellungen meistens bei den Römern - die aber in diesem Fall unschuldig sind. Zwar gab es auch hier Geschenke für Dienstboten am Jahresende. Diese waren aber ein Zeichen des Dankes für die geleistete Arbeit in den vergangenen zwölf Monaten - und hatten nichts mit Weihnachten oder einem vergleichbaren Vorläuferfest zu tun.

    Da ist es schon wahrscheinlicher, dass die Julgaben der Alten Germanen eine gewisse Ahnenfunktion spielen könnten: Am Julfest war die Freude groß, die Sonne »kam wieder zurück«, zahlreiche Gaben wurden auf einen großen Haufen geworfen - und jeder nahm sich, was ihm gefiel. Soweit die populären Beschreibungen. Ob dieses Ritual immer reibungslos ablief ist nicht belegt. Zum Nachahmen ist es jedenfalls nicht unbedingt empfehlenswert.

    Geschenkideen von CineStar


    Ob zu Nikolaus oder Weihnachten - Wunscherfüller können aufatmen: Die perfekten Geschenkideen für Freunde, Familie und Bekannte sind auch in diesem Jahr im CineStar Mainz und im Residenz & Prinzess Filmtheater ebenso einfach zu finden wie tolle Inspirationen für den eigenen Wunschzettel. Ein romantisches Kinodate zu zweit steckt im heiß begehrten Gutschein-Special »Liebe in Dosen«, 5x Kino für Wiederholungstäter gibt's mit dem 5-Sterne-Ticket, und eine süße, kleine Überraschung stellen die Wertgutscheine ab 5 ? dar, die für Filme, Snacks und Drinks eingelöst werden können. Ganz neu in der CineStar-Gutscheinfamilie ist das Event-Ticket, das für 5 Veranstaltungen aus den Bereichen Konzert, Oper, Ballett und Theater gilt. Alle Angebote gibt es ab sofort an der Kinokasse oder im Onlineshop unter cinestar.de

    Die ganze Welt ist im Festtagsfieber: Es wird schon jetzt geputzt, gebacken und geplant, was das Zeug hält. Unvergängliche Weihnachtsklassiker werden einstudiert, bis die Haare zu Berge stehen. Das eine oder andere Gedicht kommt zu neuen Ehren, und alles nur, weil man für ein paar schöne, besinnliche Tage das Zusammensein mit seinen Liebsten genießen möchte. Doch allen fleißigen Weihnachtsengeln und Nikoläusen sei gesagt: Mit den neuen Gutschein-Specials von CineStar ist jetzt die Zeit für Entspannung gekommen. Denn erstens ist es in diesem Jahr ganz einfach, für wirklich jeden das passende Geschenk zu finden - und zweitens sind die tollen Geschenkideen für den eigenen Wunschzettel wirklich jede Mühe wert.

    (-mdl-)