Heft 265 Oktober 2012
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Gartenherbst

Gartenarbeiten im Herbst -

Jetzt Winterquartiere schaffen


Igel In vielen Gärten beginnt jetzt das große Aufräumen. Alles wird zurückgeschnitten, ausgeputzt und winterfest gemacht. »Ordentliche« Gärten sind allerdings meist tierfeindlich, dabei suchen einheimische Wildtiere, wie Igel, Eichhörnchen und Co. demnächst wieder nach passenden Winterquartieren. Der Landestierschutzverband gibt Tipps, wie Gartenbesitzer geeignete Überwinterungsmöglichkeiten schaffen können.

Der natürliche Lebensraum für kleine Wildtiere geht deutschlandweit sukzessive zurück und schon lange haben sich viele Arten auch in unseren Gärten und Parks angesiedelt. »Um den verschiedenen Vogelarten, Igeln, Bilchen, Eichhörnchen und vielen weiteren Kleintieren das Überleben nicht noch zusätzlich zu erschweren, ist es wichtig jetzt geeignete Überwinterungsbedingungen zu schaffen«, so der Appell des Vorsitzenden des Landestierschutzverbands Baden Württemberg Herbert Lawo.

Dabei hat er besonders die Hobbygärtner im Auge, die bereits jetzt schon kräftig dabei sind, ihren Garten komplett aufzuräumen und »winterfest« zu machen. Da werden Sträucher und Bäume rigoros geschnitten, Äste entfernt und verbrannt, Laub zusammengefegt, der Rasen gemäht, alles Grünzeug gründlich entsorgt und sämtliche Nischen ausgeputzt. Dabei sind abgefallene Äste, Herbstlaub und Reisig nicht nur für Igel unverzichtbare Überwinterungsvoraussetzungen. Gartenschläfer und Eichhörnchen überwintern ebenfalls gerne in unseren Gärten in Baumhöhlen und selbstgebauten Nestern, für die sie geeignetes Bau- und Nistmaterial benötigen. Beeren, Nüsse und Wildfrüchte stellen jetzt im Herbst überlebenswichtiges Winterfutter dar. Folglich sollte man auf keinen Fall alles unbedacht zurückschneiden und sämtliches Schnittgut und Laub vollständig entfernen.

Das Überleben zahlreicher Tierarten hängt im Winter davon ab. Andere Kleinsäuger, wie der Siebenschläfer oder die Haselmaus, sowie Reptilien und auch Amphibien sind genauso auf naturbelassene und störungsfreie Stellen in Gärten und Grünanlagen angewiesen. Denn nur dort finden sie noch Nahrung, Schutz vor Kälte und Nässe, sowie einen sicheren Platz für den Winterschlaf. Dasselbe gilt für bestimmte Wildbienenarten. Ohne Areale mit Kompost und Grünschnitt bleibt eine Vielzahl nützlicher Kleinlebewesen - z.B. Blattlaus-Vertilger - im kommenden Frühjahr aus.

Keine sterilen Orte schaffen


»Ein ausgeräumter Garten ist ein unnatürlicher und steriler Ort, in dem die heimische Tierwelt keine Lebensgrundlagen mehr findet«, betont Lawo und ruft Gartenbesitzer und Parkgärtner dazu auf, aktiv etwas für Wildtiere zu tun: »Schon ein großer Reisighaufen mit viel Laub bietet vielen Tieren Unterschlupf und Sicherheit. Mit ganz einfachen Mitteln kann man in seinem Garten zusätzliche Überwinterungsmöglichkeiten schaffen, wie künstliche Höhlen oder Igelhäuser. Ebenso unverzichtbar ist eine angemessene Winterfütterung, z.B. von Vögeln, wenn sie witterungsbedingt nichts mehr zu fressen finden.«

Durch das Anpflanzen von heimischen Bäumen, Sträuchern und Hecken können einheimische Wild­tierarten noch nachhaltiger geschützt und erhalten werden. Sie bieten nicht nur ganzjährigen Schutz und Nistmöglichkeiten, sondern dienen zahlreichen Tier- und Insektenarten auch als Nahrungsquelle. Beispiele solcher Futterpflanzen sind Vogelbeere, rote Heckenkirsche, Haselnuss, Wild­ro­se, Holunder oder Pfaffenhütchen.

Alles für Genießer und Pflanzenfreunde


Ob frische Kräuter, besondere Gemüsearten, verschiedene knackige Salate oder essbare Blüten und Duftpflanzen. Bei Stein's Kräuter & Garten, im idyllischen Gonsbachtal in der Mainzer Straße 180, wird in Übereinstimmung mit den natürlichen Gegebenheiten des Ackerlandes angebaut und auf gentechnisch verändertes Saatgut verzichtet. Und das sieht und schmeckt man!

Für die Inhaber Petra und Michael Stein ist diese Verbundenheit mit der Natur wichtig: »Unsere Erkenntnisse aus langjähriger Praxis setzen wir ein, um Kräuter und Gemüse in bester Qualität für unsere Kunden zu erzeugen.« Für alle Pflanzen- und Gartenliebhaber bieten die Steins außerdem jeweils passend zur Jahreszeit viele verschiedene Stauden, Blumen und Kräuter an - inklusive qualifizierter Beratung zu Pflege und Kultivierung.

Neue Pflanze setzen für den Herbst


Stein Mit Beginn des Herbstes heißt es wieder für alle Hobbygärtner, Terrasse, Balkon oder Garten von den Sommerpflanzen zu befreien und Neues zu setzen. Kälteresistente Eriken, Astern, Stiefmütterchen, Chrysanthemen, verschiedene Gräser und Alpenveilchen in rot, weiß oder lila mit ihren farbenfrohen Blüten zaubern dann noch einen wenig spätsommerliches Flair in die heimische Umgebung.

Das Blumenhaus Smedla in Bretzenheim führt eine riesige Auswahl an wunderbaren Herbstpflanzen und -blumen, die sich hervorragend miteinander kombinieren lassen. Außerdem bietet es in seinem neuen Gewächshaus eine Überwinterung für mediterrane Kübelpflanzen an, zu denen Zitronenbäume, Palmen und Oleander gehören, sowie einen Hol- und Bringservice über Mainz hinaus. Inhaber Christian Smedla und sein Team beraten ausführlich und geben Tipps für die Neubepflanzung und richtige Pflege in der kälteren Jahreszeit.