Heft 265 Oktober 2012
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Bodenheim

Bodenheim

Erfolgreich mit Reben und ICs


Bodenheim Es sind natürlich nicht nur der Wein und die Integrierten Schaltkreise, wie in der Überschrift angedeutet, die den Erfolg von Bodenheim ausmachen. Aber die beiden Produkte stehen stellvertretend für die Wirtschaftskraft der kleinen Gemeinde am Rhein, die nur den vielzitierten Steinwurf von Mainz entfernt liegt.

Wenn das Stichwort »Bodenheim« fällt denken die meisten von uns natürlich an Wein. An die großen Güter aber auch an den kleinen Winzer mitten im Ort, den man von guten Freunden empfohlen bekam und bei dem man jetzt ständig einkauft: ausgezeichnet mit zahlreichen Medaillen und trotzdem keine überzogene Preispolitik.

Man denkt an die zahlreichen Weinstuben, Strauß- und Gutswirtschaften in denen man schöne Stunden verbringen kann - mit Stangen, Schoppen und Pokalen - und natürlich einer deftigen »Beilage« aus der Küche.

Doch die Bodenheimer waren schon immer klug gewesen. Sie wussten, dass die alleinige Konzentration auf den Weinbau für eine anspruchsvolle Gemeinde nicht ausreichend ist und setzten daher rechtzeitig auf ein zweites Standbein: Unternehmensansiedlung. Dabei war natürlich klar, dass nur solche Betriebe den Zuschlag bekamen die Umwelt - und damit den Weinbau - nicht schädigen konnten.

Bodenheimer Gewerbemix

Die Gemeinde, die heute über 7000 Einwohner zählt hat große Standortvorteile. Dies merkte z.B. ein japanisches Unternehmen, ließ sich von der Nähe des Frankfurter Flughafens überzeugen und zog Rheinaufwärts - von Düsseldorf nach Bodenheim. Andere Branchen folgten - vom Spirituosenproduzenten bis zu Vertretern des »Neuen Markts«: Auch im Hard- und Softwaregeschäft ist man mit dabei.

Geht man heute durch das Bodenheimer Gewerbegebiet, kann man feststellen, dass der »Gewerbemix« gelungen ist. Hier findet man Unternehmen mit einer langen Geschichte wie die Pumpenfabrik Hilge. Die Firma wurde am 3. September 1862 in der Mainzer Altstadt gegründet - konnte also vor wenigen Tagen ihren 150. Geburtstag feiern - und hat unter anderem die erste Weinpumpe der Welt, die »Rheinische Cirkularpumpe« gebaut.

Genauso bekannt ist der von Hugo Kuemmerling kreierte gleichnamige Kräuterlikör, der seit 1963 in Bodenheim hergestellt wird: »Seit fast 90 Jahren echter Kult«.

Jüngeren Datums sind die Ansiedlungen von IT-Firmen wie dem iC-Haus. Im letzten Jahr erfolgte hier der Spatenstich für Bau 4, der auf 3 Ebenen mit 4.600 m² die Fertigungskapazität für iCs und Mikrosysteme noch einmal deutlich erweitert.

Bodenheim Top 3

». wer ist der Beste in Bodenheim?« Seit 15 Jahren gehen die Bodenheimer dieser Frage nach. Gemeint sind natürlich die besten Weine aus der Gemeinde - und die werden unter dem Motto »Wir testen die Besten« in einem speziellen Wettbewerb gekürt. Waren es ursprünglich Prominente und Fachleute die die eingereichten Weine testeten kann jetzt jeder bei der öffentlichen Probe am Kerbe-Samstag teilnehmen. Als besondere Überraschung unter dem Motto »Himmel auf Erden« präsentierte Top3 in diesem Jahr ein Gelee mit Pfirsichen als »Secco-Küsschen« und gebackene »Sternschnuppen« - hausgemacht von den Mitgliedern des Arbeitskreises.

Die Bodenheimer »Top 3« 2012

Kategorie »Sterne« - Secco
  1. Webers Secco (Weingut Weber)
  2. Georgino Secco (Weingut Sauer)
  3. Cuvée Secco b.A. (Weingut Kirch)
  4. Kastanienhof Secco (Kastanienhof)
  5. 2011er Secco (Villa Kerz)
Kategorie »Sonne« - Weißwein
  1. Bodenheimer Burgweg Chardonnay, Spätlese, trocken (Weingut Heribert Kirch)
  2. Bodenheimer Westrum, Weißer Burgunder, trocken (Weingut Weber)
  3. Shardonnay »S«, trocken (Westerheymer Hof)
  4. Weißer Burgunder, trocken (Westerheymer Hof)
  5. Laubenheimer Edelmann, Weißer Burgunder, trocken (Weingut Martinushof)
Kategorie »Mond« - Rotwein
  1. 2009, Dornfelder, trocken (Weingut Sauer)
  2. 2009, Cration, Barrique, trocken (Weingut Kilianshof)
  3. 2011, Bodenheimer St. Alban, Merlot, trocken (Kastanienhof)
  4. 2011, Bodenheimer Burgweg, Merlot, trocken (Weingut Kilianshof)
  5. 2011, Bodenheimer Burgweg, Dornfelder, trocken (Villa Kerz)

Aus der Geschichte

Es gibt keine Zeugen dafür, wann sich die ersten festen Siedler im Bereich des heutigen Bodenheims niedergelassen haben und wann der Dorfname »Villa Batenheim« erstmals fiel. Die offizielle Zählung beginnt, wie allgemein üblich, mit der ältesten, noch erhaltenen Urkunde - und diese wurde vor über 1250 Jahren ausgestellt.

Bereits in der »Geburtsurkunde« des Dorfes ging es um Wein. Ein Mann namens Rantulf schenkte dem Kloster des heiligen Bonifatius in Fulda einen kleinen Weinberg im Dorf »Batenheim«, was man bei den frommen Männern sicherlich sehr gerne annahm. Schon damals wusste man die Lagen dieser Region zu schätzen. Neben dem Hochadel hatten hier auch zahlreiche Klöster und Stifte Besitz. Auch sonst waren die Beziehungen zum nahe gelegenen Mainz sehr eng: Groß- und Kleinbodenheim profitierten von ihrer Lage vor der großen Stadt - und ihre Bewohner waren im Gegenzug dazu verpflichtet, für den einwandfreien Zustand eines bestimmten Abschnittes von Stadtmauer und Wassergraben zu sorgen.

Spätestens seit dem Hochmittelalter war das Mainzer St. Albanskloster der größte Grundbesitzer im Dorf. Mit Schenkungen und gezielten Zukäufen hatte man sich eine entsprechende Machtstellung geschaffen. So konnte es nicht ausbleiben, dass sich im Laufe der Zeit zu den Grundrechten auch Gerichts- und Hoheitsrecht gesellten. Auch nach der Umwandlung zum Ritterstift (1419) blieb der Probst des Stiftes - unter kurfürstlich Mainzischer Landeshoheit - Vogtherr zu Bodenheim und behielt das Recht, den dortigen Pfarrer zu benennen. Dieser Zustand endete erst mit der Französischen Revolution.

Insgesamt sechsunddreißig Adels- und Klosterhöfe konnte man hier einst zählen - sechzehn sind heute noch erhalten und zum Teil sehr schön restauriert.

Als Goethe einmal irrte

Bodenheim Die pittoreske Lage am Rhein wusste auch damals schon zu gefallen: Bischöfe, Fürsten und Hochadel waren oft und gerne zu Gast. Der spätere König Friedrich von Württemberg lebte als Prinz drei Jahre lang im Ort.

Gar nicht erfreulich war der Besuch Wilhelms II. von Preußen. Er quartierte sich hier im Frühjahr 1793 ein um die Bombardierung von Mainz zu koordinieren: Die erste freie Republik auf deutschem Boden war ihm ein zu großer Dorn im Auge. In seinem Gefolge befand sich das Universalgenie Goethe der gleichermaßen am preußischen Zerstörungswerk wie am höfischen Klatsch und Tratsch interessiert war. Als Johann Wolfgang Bodenheim schließlich verlies, prophezeite er dem zerschossenen Mainz keine große Zukunft mehr. Doch da irrte der Meister! Ob aber König, Dichter oder Revolutionsgeneral - alle wohnten im Oberhof des Albansklosters, einem prächtigen Barockbau, den Probst Melchior Friedrich von Schönborn im 18. Jahrhundert errichten ließ.

Notizen aus Handel und Gewebe

Früher gab es in Bodenheim viele Fischer und auf dem Markt lag alles aus was der Rhein zu bieten hatte. Wer heute nach frischem Fisch sucht geht oder fährt zum örtlichen EDEKA-Aktiv Markt von Gert Schmitt in der Langen Ruthe 3. Hier ist die Ware frisch wie auf dem Markt - nur die Auswahl wesentlich größer. Und geöffnet hat er sechs Tage die Woche, von 8.00 bis 20.00 Uhr - das nennt man Fortschritt!

Gesundheit steht an erster Stelle - deshalb haben sich sieben rheinhessische Apotheken unter dem Titel »Primus« zusammengefunden, um Ihnen gemeinsam noch besser helfen zu können. Dazu gehört auch die Apotheke von Ansgar Pelzer im Bodenheimer VITANUM. Hochqualifizierte und zertifizierte Mitarbeiter beraten Sie gern - auch ergänzend jenseits der klassischen Schulmedizin: ob Pflanzenheilkunde, Aromatherapie oder Homöopathie. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem Ernährungsberatung, Sportlerbetreuung und Raucherentwöhnung.

Am 2. und 3. November wird im Portrait-Atelier gefeiert: in dem Fotostudio (Rathausstr. 2) findet das 25. Jubiläumsfest statt. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei und informieren Sie sich über Shootings, Aktionen und den großen Kundenservice rund um die Fotografie. Möchten Sie z.B. Ihre alten »Super 8«-Filme digitalisieren oder alte Fotos reparieren lassen? Dann sind Sie hier genau an der richtigen Adresse.

Optik Knetsch zeigt, wie Hightech und Handarbeit zusammenpassen. Sehschärfetests und Sehtests werden im Geschäft (Hilgestr. 24) individuell und mit persönlicher Beratung durchgeführt. Dann kommt der Computer ins Spiel: Die Kunden werden mit ihren Wunschfassungen digital gefilmt oder fotografiert und können dann die Wirkung der verschiedenen Modelle in Ruhe am Bildschirm betrachten. Das Team um Augenoptikermeisterin Marina Schlusnus freut sich auf Ihren Besuch.

Neben einem reichhaltigen Arzneimittel- und Zusatzsortiment und den üblichen Apothekendienstleistungen bietet die Marien-Apotheke in der Mainzer Straße im Besonderen auch Ernährungsberatung, Nahrungsergänzung und Pflegende Kosmetik an. Sie erhalten hier eine ausführliche Reise-Impfberatung und können bei Bedarf Babywaagen, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte sowie elektrische Milchpumpen leihen.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen legte vor über 150 Jahren den Grundstein für die erfolgreiche Umsetzung der Genossenschaftsidee. Ein wichtiger Baustein dieses Erfolges ist die starke Verbindung mit den Menschen in den einzelnen Regionen. Davon zeugt heute noch der Bodenheimer Raiffeisen-Markt (Am Kümmerling 9): Ob Weinbau- und Kellereibedarf, Tiernahrung, Haus- und Gartenartikel oder Brennstoffe: Hier finden Sie was Sie suchen.

Tauchen Sie ein in die duftende Welt des Kaffees: die 30 Kaffeesorten der Moguntia Kaffeerösterei GmbH (Hilgestraße 14) sind von ausgesuchter Qualität und stammen aus den besten Anbaugebieten der Welt. Im traditionellen Langzeit-Trommelröstverfahren werden hier sortenreine Kaffeespezialitäten zu feinsten Gourmetkaffees veredelt. Dabei werden ungewünschte Säuren und Reizstoffe größtenteils abgebaut. Durch größte Sorgfalt bei der Röstung entlockt man den frischen Bohnen ihre verführerischen Aromen und erschließt ihren unwiderstehlichen Duft.

Sie suchen ein passendes Geschenk oder möchten sich selbst mit einem schönen Schmuckstück verwöhnen? Sie möchten heiraten und suchen exquisite Eheringe? Sie sind Uhrenfan und möchten etwas Besonderes? Oder brauchen Sie einfach eine Uhr, die Sie zuverlässig durch den Tag begleitet? Schauen Sie einfach einmal bei Juwelier Logan in der Wormster Straße vorbei. Hier hilft man auch gerne bei »Kleinigkeiten« wie Batteriewechsel, Bandtausch an Armbanduhren oder dem Neuknoten von Perlketten.

(-mdl-)