Heft 263 August 2012
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Sommer

Aus dem Redaktions-Nähkästchen

Die MAINZER-Lieblingsplätze


»Wo ist Euer Lieblingsplatz im Sommer« lautete die Frage an die MAINZER-Redaktionsmitglieder und wurde, allem Fernweh einen Riegel vorschiebend, direkt auf »Mainz und Rheinhessen« eingegrenzt. Dass fast alle unsere sommerlichen Lieblingsplätze mit Wasser zu tun haben, ist nicht verwunderlich. Obwohl wir in den ersten Tagen dieses 2012er Julis mehr Wasser von oben hatten, als uns lieb war.

... auf dem Rhein...


auf dem Rhein ... bin ich am liebsten.Im Kajak. Gerne früh morgens, wenn noch keine laut dröhnenden Schnellboote unterwegs sind. Wenn das Licht über dem Wasser noch frisch ist. Nicht überhitzt. Die Paddelbewegungen fließen mit den plätschernden Wellen zusammen. Wunderbar entspannend. Ein leichtes Lüftchen weht fast immer, die Bäume am Ufer rascheln leise. Träge ziehen die Binnenschiffer flussaufwärts. Hurtiger sind die Flusskreuzer unterwegs - und verursachen richtig große Wellen. Obacht: Kentergefahr. Kleine Adrenalinstöße - wie beim Queren des Flusses, wenn der Abstand zu den Lastschiffen immer kleiner wird. Ruhig Blut! Und aufpassen, keine Wagnisse eingehen! Strömung und Strudel nicht unterschätzen.

Abgebremst wird die Strömung zwischen den Buhnen der Nonnenaue. Hier kann ich schwimmen. Manche Buhnen­felder sind sandig und hell, andere steinig und rötlich - Grüße vom Roten Hang in Nackenheim.

Auf dem Rückweg, die Strömung des Flusses nutzend und fast ohne Anstrengung, eröffnen sich ungewohnte Blicke: Fahrzeuge auf der Weisenauer Brü­cke zwischen Himmel und Wasser, Mainzer Kirchtürme und Schornsteine vor dem Rheingaugebirge ...

SoS

... die Mainspitze


Mainspitze Hier mündet der Main in den Rhein und markiert zugleich den westlichsten Punkt der Rhein-Main-Regionalparkroute. Weil die Umgebung mir das Gefühl von Urlaub vermittelt, ist mein Lieblingsplatz im Sommer die Mainspitze: Im Hintergrund befinden sich große Wiesen und riesige Säulenpappeln, die angenehmen Schatten spenden, vorne fließen die beiden Gewässer zusammen, auf denen Boote cruisen, manchmal sogar Schwäne zu sehen sind und man vor allem einen eindrucksvollen Blick auf die Silhouette von Mainz hat. Insbesondere bei Sonnenuntergang zeigt sich an diesem Ort ein wunderschönes Schauspiel, wenn die Stadt vom Dom bis zur Christuskirche wie von einem dahinterliegenden Scheinwerfer in den Farben Gelb, Orange und Rot angestrahlt wird. Gemütlich auf den künstlerisch gestalteten blauen Sitzelementen, von denen sich mehrere auf der Mainspitze befinden, oder beim Picknick auf den Stufen, die fast bis ins Wasser reichen, kann man die Szenerie und besondere Atmos­phäre genießen.

KH

... »Am Großen Sand«


Am Großen Sand Im Sommer gehe ich morgens vor der Arbeit gerne schwimmen. Am liebsten ins Mombacher Schwimmbad. Schon ab 6.10 Uhr morgens hat es geöffnet - ich komme eher etwas später. Ein paar Bahnen ziehen, kurz ausruhen, dann noch mal ins Wasser, abduschen - so geht ein erfrischender Start in den Tag. Hier finde ich alles, was ich brauche: zwei Becken und eine gepflegte Liegewiese, wo man morgens auch noch bequem eine kostenlose Liege ergattert. Sprungtürme gibt es keine, Rutschen nur für die Kleinen, aber das brauche ich auch nicht. Wer mag, kann sich neben dem Schwimmen immerhin mit Beachvolleyball, Mini-Basketball, Tischtennis, Outdoor-Kickern und neuerdings auch Boccia unterhalten.

Morgens hat man hier seine Ruhe. Die Schüler, die hier Schwimmunterricht haben, lärmen ein bisschen, aber das hört man auf der Wiese nicht. Das Ganze ist mit der Zehnerkarte (25 Euro) auch noch günstig.

In den vergangenen Jahren hat die Außenanlage nach und nach einen neuen weiß-roten Anstrich bekommen und wirkt so moderner als mit den alten Bildern von Wassernixen und Fischen. Wobei, das hatte auch so einen Retro-Charme...

Alice Gundlach

... Am Winterhafen


Winterhafen Der Mainzer Winterhafen ist für mich der perfekte Kurzurlaubsort im Alltag: Picknickdecke ausbreiten, Buch raus und entspannen. Schließt man die Augen und konzentriert sich ganz auf die seichten Wellengeräusche des Rheins, kann man sich sogar für einen kurzen Moment einbilden, man läge am Meer, einzig der Salzgeruch fehlt bei dieser Vorstellung. Dafür steigt einem nachmittags und abends der Duft von frisch Gegrilltem in die Nase und man kann Jongleure und Slackliner beobachten, wie sie Keulen und Bälle schwingen oder versuchen auf der wackeligen Line von Baum zu Baum zu kommen. Manchmal lassen sich sogar leise Gitarrenakkorde vernehmen - mal mehr, mal weniger melodiös, immer improvisiert und spontan, wie im Urlaub eben. Und das mitten reingepflanzt in die Mainzer Kulisse. Diese zeigt sich einem übrigens am besten von der Spitze der Mole des Winterhafen-Biergartens aus: Bei einer frischen Brise kann man den Blick schweifen lassen über Theodor Heuß-Brücke, Fort Malakoff-Terrassen und die andere Rheinseite und sieht die gewohnte Umgebung irgendwie mit den Augen eines Urlaubers.

Katrin Henrich

... der Wildpark Gonsenheim


Wildpark Gonsenheim Egal ob das Wetter jetzt besonders toll oder besonders schlecht ist, ein Besuch bei den Gonsenheimer Ziegen macht mich einfach glücklich. Es gab schon mal Nachmittage, da hab ich gleich mehrere Euro im Futter-Automaten gelassen, einfach weil es mir so Spaß macht, die fressgierigen Viecher mit der weichen Nase zu füttern - und manchmal auch zu trietzen. Und es gibt auch immer kleine Zicklein, die man mit vielen Ahhs und Ohhs bestaunen kann. Einfach weil sie wirklich süß sind. Die Großen Ziegen, vor allem die Ziegenböcke sind dagegen eher lustig. Trotzdem bin ich manchmal echt dankbar, dass es zwischen mir und ihm einen Zaun gibt.

Aber man sollte nicht nach den Ziegen aufgeben. Da gibt es noch die Hamster, die Wildschweine, die Hirsche, die Enten, . im Wildpark Gonsenheim gibt es wirklich immer was zu sehen oder lachen. Unter dem dichten Blätterdach des letzten Randstückes des Lenneberg­waldes ist man sowohl von starker Sonneneinstrahlung als auch vor Regen geschützt. Einfach ideal!

Daniela Tratschitt