Heft 262 Juli 2012
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Lieferservice

»Heinzelmännchen« bringen Lebensmittel ins Haus

Nur kochen muss man noch selbst


lieferservice
Stefan Rudloff leitet bei Novum das Verpacken der Lebensmittel und achtet darauf, dass auch die richtige Ware in der jeweiligen Kiste landet.

Nach Hause kommen und sich nicht um den Einkauf kümmern müssen? Ein Fall für die Heinzelmännchen? Keineswegs. Denn Lieferservices gibt es längst nicht nur für Pizza und Co, sondern auch für ganz normale Lebensmittel. Das einzige was dann noch haushaltstechnisch zu tun bleibt ist das Kochen. Doch selbst hier geben einige Lieferservices kleine Hilfestellungen an die Hand, indem sie passende Rezepte einfach mitliefern.

Beim Obst- und Gemüselieferanten »Novum« ist das beispielsweise der Fall. Spezialisiert hat sich das Unternehmen hauptsächlich auf das Ausliefern von sogenannten Obst- und Gemüsekisten. Diese können ganz einfach über das Internet oder telefonisch bestellt werden und werden anschließend an die angegebene Adresse geliefert - je nach Kundenwunsch als einmalige Lieferung oder im Abonnement im Ein- oder Zweiwochen Takt.

Individuelle Wünsche und Überraschungen


Die Auslieferung verläuft bei »Novum« dann strikt nach Plan: »Um möglichst kurze Wege zwischen den einzelnen Kunden zu haben, sind die Routen in Gebiete eingeteilt. Dienstags ist zum Beispiel die Mainzer Neustadt dran«, erklärt Geschäftsführer Mohamed El Ouariachi. Um neue Bestellungen besser einplanen zu können, sollte diese daher mindestens drei Tage im Voraus getätigt werden. Doch was machen, wenn man zum angegebenen Liefertermin nicht zu Hause ist?

»Am einfachsten ist es natürlich wenn unsere Fahrer in einem solchen Fall die Kisten einfach in den Garten oder auf die Terrasse stellen können. Bei Mehrfamilienhäusern verwalten wir aber auch eine ganze Reihe an Schlüsseln und machen mit dem Kunden einen genauen Platz aus, an dem die Kiste abgestellt wird«, meint El Ouariachi.

Zusammengestellt wird die Kiste entweder auf individuellen Wunsch oder als Überraschungspaket: »Viele Kunden wählen die klassische Kiste, in die immer die aktuellen Gemüse- und Obstsorten gepackt werden, und geben Wünsche oder Abneigungen an, die wir dann berücksichtigen«, erklärt El Ouariachi das Prinzip der Abokisten. Erweitern lassen sich die Kisten durch Käse, Eier oder Backwaren.

Die Devise bei allen Lebensmitteln lautet dabei möglichst regional und in jedem Fall Bio betont El Ouariachi: »Die meisten unserer Erzeuger kommen aus der Region. Bei allen handelt es sich um zertifizierte Biobauern.« Da sich eine rein regionale Versorgung aber gerade im Winter auf Kohl, Rüben und Äpfel beschränken würde, bezieht »Novum« auch Bioware aus südlichen Gefilden: »So können wir auch Südfrüchte anbieten«, meint El Ouariachi und fügt hinzu: »Natürlich kann man aber auch explizit eine rein regionale Kiste bestellen, in die wirklich nur saisonale Produkte gepackt werden.«

Ein ähnliches Angebot hält auch der Biomarkt »Die grüne Bohne« aus Nierstein bereit. Inhaberin Annette Krehl freut sich bereits auf die Sommermonate, wenn sie Obst aus eigenem Anbau, wie etwa Himbeeren oder Stachelbeeren in die Kisten packen kann: »Das macht immer am meisten Spaß«, lacht sie. Ansonsten bezieht sie ihre Ware ebenfalls von regionalen Erzeugern: »Gerade im Winter muss ich das Sortiment aber um Gemüse und Obst aus dem Süden erweitern. Sonst werden die Kisten doch sehr einseitig.«

Bestellungen laufen bei Krehl über jeden erdenklichen Weg und werden als Einzelbestellungen oder Abonnements entgegen genommen: »Man kann entweder über das Internet oder telefonisch bestellen. Ich hatte allerdings auch schon Kunden, die mir ihre Wünsche in Briefform durchgegeben haben«, erinnert sie sich. Ähnlich wie »Novum« können auch bei »Der grünen Bohne« jederzeit die Abonnements gekündigt werden. Um nicht unnötige Ware bei den Erzeugern zu bestellen sollte aber eine Frist von drei Tagen eingehalten werden.

Einkaufen ohne zu schleppen


Doch nicht nur Obst- und Gemüsekisten können bequem nach Hause geliefert werden, auch einige Lebensmittelmärkte bieten Lieferservices an. André Gasenzer ist Inhaber des Nahkauf Gasenzer in Laubenheim und bringt seinen Kunden regelmäßig die Einkäufe nach Hause: »Das Ganze war eigentlich eine Art Selbstläufer. Ich wurde von Kunden angesprochen, ob es generell möglich ist die Lebensmittel nach Hause zu liefern, und irgendwie ist daraus der Service entstanden«, sagt Gasenzer und erklärt: »Man kann seine Einkaufsliste telefonisch durchgeben und wir machen dann einen Termin aus, an dem wir die Sachen vorbei bringen.« Bezahlt wird an der Haustür in bar.

Einkaufen ohne zu schleppen lässt es sich auch beim Edeka Markt »Ihr guter Nachbar« in Gonsenheim. Mit einem ähnlichen Konzept wie Nahkauf Gasenzer werden hier vor allem ältere Menschen angesprochen, weiß Gesellschafterin Beate Schwarz: »Viele rufen an und geben ihre Bestellungen durch. Einige kommen aber auch in den Laden, kaufen ganz normal ein und lassen es sich anschließend nach Hause liefern. Das geht natürlich auch.«

Lebensmittel einkaufen ohne das Haus zu verlassen funktioniert also auch ganz ohne Heinzelmännchen. Man muss nur wissen wo.

Katrin Henrich


Info:
»Novum« Das Gemüseabo
Obst- und Gemüsekisten in verschiedenen Größen zwischen 12,- und 21,- Euro.
www.novum-gemueseabo.de

»Die grüne Bohne« Biomarkt
Obst- und Gemüsekisten in verschiedenen Größen ab 15,- Euro.
www.die-gruene-bohne.de

Nahkauf Gasenzer in Laubenheim
Lebensmittellieferungen nach Laubenheim, Hechtsheim, Weisenau und nähere Laubenheimer Umgebung.
www.nahkauf-gasenzer.de

Edeka Markt »Ihr guter Nachbar in Gonsenheim
Lebensmittellieferungen in Gonsenheim, Drais, Finthen, Budenheim, Mombach und die Mainzer Neustadt. Mindestbestellwert 25,- Euro.
www.wir-in-gonsenheim.de/pages/firmen/lebensmittel-und-mehr/ihr-guter-nachbar