Heft 262 Juli 2012
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Ausgehen

Café 7 Grad

Die Kunsthalle bittet zum Tanz


Swing
Geübte Swingtänzer zeigen beim »7 o'clock-Jump« auch Anfängern, wie es geht.

Seit die Kunsthalle 2009 eröffnete, lädt das Café nicht nur Liebhaber zeitgenössischer Kunst zum entspannten Kaffeetrinken am Hafen ein. Neben regelmäßigen Krimilesungen mit Autoren des Leinpfad-Verlages (immer am 7. des Monats) wird in der ehemaligen Energiezentrale des Zollhafens häufig die Nacht durchgetanzt.

Swing ist ein Lebensgefühl. »Der Reiz an der Musik ist das ,Schwingende', das sich in den Stücken der 1920er bis 1940er Jahre wieder findet und einen spontan und automatisch zum mitbewegen animiert«, sagt Verena Metzger, die mit ihrem Partner Kai Unger Swingpartys im Café 7 Grad organisiert.

Der »7 o'clock Jump« startet jeden letzten Freitag im Monat um 19 Uhr mit einem Einsteigerkurs. »Danach ist freies Tanzen, bis die Lichter ausgehen, meistens mit DJ, wir hatten aber auch schon Swing-Bands zu Besuch«, berichtet Verena Metzger. Das Publikum bei den Swingabenden sei altersmäßig bunt gemischt, erzählt

Hamid Zauad Hamid Zauad, der Eventmanager des 7 Grad: Von Abiturienten bis zu Rentnern sei alles dabei. »Es freut uns, dass die Abende zunehmend beliebt werden und die Leute mittlerweile aus Koblenz, Heidelberg, Darmstadt und Frankfurt anreisen«, sagt Verena Metzger.

Wer es lieber lateinamerikanisch mag, kommt zur Salsaparty im Café. Je nachdem, aus welchem Land der DJ stammt, heißt das Motto dann jeden zweiten Freitag im Monat zum Beispiel »Noche Cubana«, »Noche Mexicana« oder »Noche Colombiana«. Auch hier können Tanzanfänger sich ab 21 Uhr von Tanzlehrern in Salsa-, Merengue- oder Bachata-Schritte einführen lassen.

Swing
Das Café 7 Grad ist nach dem um sieben Grad geneigten Turm an der Kunsthalle benannt.

Tanzbare Musik


Während in vielen Clubs der Stadt »Ü 30-Partys« fester Programmbestandteil ist, setzt das Café 7 Grad an einem Samstag im Monat auf »Ü 40-Partys«. Konsequenterweise, sollte man, sagen, denn die Musik, die auf den meisten »Ü30-Partys« gespielt wird, hat sich seit deren Erfindung vor rund zehn Jahren kaum verändert. »Unser DJ Rainer Kemmeter spielt Originale, tanzbare Musik aus den 60er, 70er und 80er Jahren, darunter tanzbaren Rock und Töne, die auch Disco Fox möglich machen«, erklärt Veranstalterin Uschi Becker.

Wichtig: Hier soll sich niemand zu alt vorkommen. »Bei den Ü40-Partys machen wir eine strenge Alterskontrolle«, erklärt Hamid Zauad. Das heißt: Wer deutlich unter 40 Jahren alt ist, kommt tatsächlich auch nicht rein. Unter den Gästen, hat Hamid Zauad beobachtet, seien zwar auch Paare, aber überwiegend Singles: »Es kommen schon viele, weil sie jemanden kennenlernen möchten.« Was ab 40, wenn einige schon wieder geschieden seien, erfolgversprechender sein könne als in den 30ern.

Alice Gundlach

Info:
Die Tanzveranstaltungen gehen im Juli und August in die Sommerpause. Programm ab September unter www.7-grad.de