Heft 260 Mai 2012
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Radeln

Auf Los geht's los:

Radeln der Gesundheit & Umwelt zuliebe


radeln mvg
Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder, Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhe, OB Michael Ebling, MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhoff setzen auf »MVGmeinRad«

Wer öfter mit dem Rad unterwegs ist, weiß um die angenehmen Seiten dieser Fortbewegungsart. Der Kreislauf kommt auf Trapp, die Müdigkeit verfliegt, die natürliche Umgebung wird im Vorbeifahren in Augenschein genommen, die Gedanken können spazieren gehen. Klar, nicht jeder Weg ist zum radelnden Abschalten geeignet, der Straßenverkehr erfordert oft höchste Konzentration und manchmal ist das Wetter unfreundlich und nass. Dennoch sind viele, die alltäglich oder überwiegend auch zum Arbeitsplatz radeln überzeugt, sich selbst damit Gutes zu tun.

Für die Zögernden, die es schon immer mal ausprobieren wollten und es irgendwie doch noch nicht schafften, ist die wärmere Jahreszeit bestens geeignet, die Probe aufs Exempel zu machen: Umsteigen vom Vierrad- auf den Zweiradantrieb. Nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern für den Arbeitsweg. Zumindest für eine Weile - z.B. für mindestens 20 Arbeitstage.

Fit durch den Sommer


Radeln AOK Die Aktion »Mit dem Rad zur Arbeit« gibt der guten Idee, auch Taten Folgen zu lassen, einen ordentlichen Schubs. Bundesweit stehen der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC und die Gesundheitskasse AOK seit mehr als zehn Jahre hinter dem jährlich in den Sommermonaten organisierten Anreizsystem. Start ist der 1. Juni, bis zum 31. August sollte jeder Teilnehmer wenigstens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit gefahren sein. Die Vorteile liegen auf der Hand: regelmäßige Bewegung im Alltag reduziert Krankheitsrisiken, weniger Abgase schonen die Umwelt und den hohen Benzinpreisen wird ein Schnippchen geschlagen.

Wer einen längeren Weg zum Arbeitsplatz hat, kann das Radeln mit der Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren.

Die Teilnahme ist einfach zu bewerkstelligen. Es beginnt bei der Online-Registrierung, geht über das Ausfüllen des persönlichen Aktionskalenders (den gibt es bei der AOK auch in Papierform) und endet bei der Teilnahme an einer Verlosungsaktion mit schönen Preisen. Ausdrücklich eingeladen sind auch Unternehmen, die eigene Teams bei der Aktion anmelden können. www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Unterstützung für Radler


Radeln ffag Explizit an Unternehmen richtet sich der Wettbewerb »Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber«. Gesucht werden deutschlandweit Unternehmen, Behörden und sonstige Einrichtungen mit mindestens fünf Arbeitnehmern, die sich bei ihrer Belegschaft für eine verstärkte Fahrradnutzung einsetzen und die Mitarbeiter durch vielfältige Maßnahmen unterstützen.

Ziel des Wettbewerbs, den der wirtschaftsnahe Umweltverband Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. zum dritten Mal durchführt, ist, den Stellenwert des Fahrrads als klima- und umweltverträgliches Verkehrsmittel in Unternehmen zu erhöhen und Verbesserungspotentiale aufzuzeigen.

Dreh- und Angelpunkt des Wettbewerbs ist die Webseite www.fahrrad-fit.de: Nach der Online-Registrierung ist ein Frageboten auszufüllen, in dem z.B. gefragt wird: »Gibt es einen schriftlich dokumentierten Beschluss der Geschäftsführung zur Förderung der Fahrradnutzung im Betrieb?« Eine andere lautet: »Gibt es bei Ihnen vom Betrieb bereitgestellte Dienstfahrräder?« Und: »Nimmt Ihr Betrieb an der AOK/ADFC-Aktion »Mit dem Rad zur Arbeit« teil oder gibt es einen gleichartigen firmeninternen Wettbewerb?«

Der bundesweite Wettbewerb wird ergänzt durch Regional- wettbewerbe - in Rheinland-Pfalz gefördert durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung. Ministerin Eveline Lemke lud anlässlich des Kampagnenstarts alle rheinland-pfälzischen Unternehmen ein, »die vielen Vorteile des Fahrradfahrens im Alltag zu nutzen und sich am Wettbewerb zu beteiligen.« Bewerbungsschluss ist der 31. August.

Offiziell am Start


MVGmeinRad Vor drei Jahren mit dem ersten Preis beim Bundeswettbewerb »Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme - neue Mobilität in Städten« gekrönt, ging das Fahrradverleihsystem der Mainzer Verkehrsgesellschaft am 21. April offiziell an den Start. Die auffallend gelben Räder sind seit acht Monaten in der Stadt unterwegs - während des »Warm Radelns für Eiskalte« wurde die Praktikabilität des Systems getestet.

Derzeit warten 24 Stunden am Tag an 55 Stationen in Mainz und Bodenheim Fahrräder auf Nutzer, bis Herbst sollen an über 100 Stationen, auch in Kastel, Kostheim und Budenheim 1000 Fahrräder zur Verfügung stehen. Die Räder sind robust, die Gangschaltung hilft, die Mainzer »Berge« zu erklimmen und der fest installierte Korb auf dem kann es mit einigen Lasten aufnehmen. Die Registrierung, online oder im MVG-Verkehrscenter am Hauptbahnhof seit 21. April möglich, ist bis Ende 2012 noch kostenlos - auf jeden Fall aber Voraussetzung, um ein Rad nutzen zu können.

Wo es die Chipkarten gibt und wo sich die Verleihstationen befinden, wie das System funktioniert und was die Nutzung kostet, erfahren die »MVGmeinRad«-Kunden unter www.mvg-mainz.de. In Kürze wird es eine App für Han­dys geben, mit der jeder Nutzer auch unterwegs sofort erkennen kann, wo die nächste Station ist und ob er dort freie Räder oder Rückgabemöglichkeiten findet. Infos dazu gibt es übrigens auch an jeder der Stationen.

SoS