Heft 259 April 2012
Werbung




Kulturlandschaft

Angebote für Berufstätige

Kunst nach Feierabend


Foto: Rudischer, Landemuseum Mainz GDKE
»Kunst in der Mittagspause« ist eine Gelegenheit, sich über Ausstellungsstücke der Abteilung »Kunst der Moderne« der Schausammlung im Landesmuseum Mainz zu informieren
Foto: Rudischer, Landemuseum Mainz GDKE


Kulturell hat Mainz viel zu bieten - das verdeutlicht ein Blick auf die Mainzer Museumslandschaft. Landes-, Gutenberg-, Naturhistorisches- und Römisch-Germanisches Zentralmuseum laden mittels Sonder- und Dauerausstellungen regelmäßig zu neuen Entdeckungen ein und auch die Mainzer Kunsthalle leistet ihren Beitrag zur Kulturlandschaft. Doch wie ist es um die musealen Angebote für Berufstätige bestellt? Wenn man acht Stunden des Tages der Arbeit widmet, bleibt da überhaupt noch eine Möglichkeit in die Welt der Museen einzutauchen? Und das vielleicht auch unter der Woche?

Ein erster Blick auf die Veranstaltungskalender und Webseiten der großen Museen zeigt: Während für Kinder und Jugendliche eine Vielzahl an Programmpunkten angeboten werden, muss man die Veranstaltungen für Berufstätige schon etwas genauer suchen. Aber immerhin - es gibt sie.

Führungen und Vorträge


Im Landesmuseum sind Veranstaltungen für Berufstätige zu einem festen Bestandteil des Museumskalenders geworden. Dienstags und donnerstags steht hier »Kunst in der Mittagspause« auf dem Programm: Für einen Obolus von einem Euro können sich Interessierte zwischen 12.30 und 13 Uhr über ausgewählte Ausstellungsstücke informieren lassen. »Diese Veranstaltung wird sehr gut angenommen«, freut sich Ricarda Groß von der Pressestelle des Landesmuseums: »Man könnte fast sagen, dass sich bereits eine Art Stammpublikum entwickelt hat, aber über neue Gesichter würden wir uns natürlich sehr freuen.« Doch nicht nur in der Mittagspause, auch nach Feierabend hat das Landesmuseum etwas für Berufstätige zu bieten: »Dienstags haben wir bis 20 Uhr geöffnet. Oftmals finden dann nach 18 Uhr Führungen durch die Ausstellung statt«, weiß Groß. In regelmäßigen Abständen werden darüber hinaus Vorträge angeboten: »Diese sind meistens dienstags um 18 Uhr. Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenlos.« Und damit nicht genug: »Für Gruppen gibt es die Möglichkeit individuelle Führungen zu erstellen. Sie müssen uns nur ein Thema vorgeben, und etwa zwei bis drei Wochen vor dem gewünschten Termin Bescheid geben«, sagt Groß und ergänzt: »Wenn es gewünscht ist, können wir zu der Führung auch gerne noch einen kleinen Sektempfang organisieren.« Mit einem ähnlichen Konzept wartet das Naturhistorische Museum auf. Auch hier können individuelle Führungen durch das Museum zusammengestellt werden: »Das ist vielleicht eine schöne Möglichkeit für einen Betriebsausflug«, meint Ingeborg Lauterwasser von der Pressestelle. Generell haben die Angebote des Naturhistorischen Museums große Ähnlichkeit zu denen des Landesmuseums. Dienstags haben die Pforten des Museums ebenfalls bis 20 Uhr geöffnet und um 18.30 finden regelmäßig Vorträge der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft statt: »Zu diesen Vorträgen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Wer sich darüber hinaus für Botanik oder Paläontologie interessiert kann auch gerne an den dazu angebotenen Arbeitskreisen teilnehmen. Diese finden in der Regel auch abends nach Feierabend statt«, erklärt Lauterwasser. Für all diejenigen, denen diese Angebote einen Tick zu wissenschaftlich sind, bietet das Naturhistorische Museum dienstags um 18.30 Uhr eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung »Ein Medikament entsteht« an.

Der Veranstaltungskalender des Gutenberg-Museums lässt hingegen einen Schwerpunkt der Veranstaltungen an Wochenenden erkennen. Dann werden Workshops, Familienführungen und Vorführungen an den Druckerpressen angeboten. Unter der Woche schließt das Museum hingegen bereits um 17 Uhr. Einzige Möglichkeit auch nach Feierabend etwas über die Kunst des Druckens zu erfahren besteht am ersten Donnerstag im Monat, wenn der Druckladen des Gutenberg-Museums bis 20 Uhr geöffnet hat. Allerdings lohnt sich beim Gutenberg-Museum ein Blick in den Veranstaltungskalender: In unregelmäßigen Abständen finden nach 18 Uhr Vorträge oder Gespräche statt, »Sonntagsführungen« widmen sich der aktuellen Sonderausstellung »Moving Types - Lettern in Bewegung«.

Abendveranstaltungen und Künstlergespräche


Gleiches ließe sich über die Abendveranstaltungen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums sagen. Auch hier werden von Zeit zu Zeit Vortragsreihen angeboten, die in der Regel in den Abendstunden stattfinden. Darüber hinaus beschränkt sich das Angebot für Berufstätige auf die Wochenenden.

Liebhaber der Gegenwartskunst sollten sich auf jeden Fall den Mittwoch rot im Kalender markieren, wenn die Mainzer Kunsthalle erst um 21 Uhr ihre Tore schließt. Um 18 und 19 Uhr stehen hier Führungen zu ausgewählten Werken, sowie Künstlergespräche auf dem Programm.

Info:

www.landesmuseum-mainz.de
www.mainz.de/nhm
www.gutenberg-museum.de
www.rng.uni-mainz.de
www.kunsthalle-mainz.de/de/index.php



Katrin Henrich