Heft 257 Februar 2012
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Fort- und Weiterbildung

Fort- und Weiterbildung

»Life long Learning« immer wichtiger


Weiterbildung Erwachsenenbildung, oft auch synonym als »Weiterbildung« (oder wissenschaftlich: Andragogik) bezeichnet, wurde vom Deutschen Bildungsrat als »Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase« definiert.

Erste Ideen für diese Art der »Fortbildung« sind bereits im Zeitalter der Aufklärung (18. Jahrhundert) zu erkennen. Arbeiterbildungsvereine und bürgerlich ausgerichtete Volksbildungsvereine strukturierten solche Ansätze in den späteren Jahrzehnten. Damals entstanden auch die Volkshochschulen: die Humboldt-Akademie in Berlin, ein von Max Hirsch 1878 gegründetes Privatinstitut hatte das Ziel »solchen Personen, welche die Universität nicht besuchen können oder bereits verlassen haben, durch systematische Vortragscyklen und andere geeignete Mittel Gelegenheit zu einer harmonischen wissenschaftlichen Weiterbildung zu geben und sie in Zusammenbang mit den Fortschritten der sich entwickelnden Wissenschaft zu halten« - und gilt als die »Mutter« dieser Einrichtungen.

Die Notwendigkeit des »Life long Learning« wurde bereits im 19. Jahrhundert erkannt. 150 Jahre später unterscheidet man zwischen

• Training on the job - Fortbildung am angestammten Arbeits­platz (in einem Unternehmen)
• Training near-the-job - Fortbildung im Unternehmen, aber nicht am bisherigen Arbeitsplatz - und
• Training off the Job - Fort­bildung außerhalb eines Unternehmens.

Außerdem gibt es auch das selbstorganisierte Lernen, z.B. durch Fernunterricht.

Neben den klassischen Unterrichtsmethoden (Vorlesungen, Seminare, Workshops) gewinnt das »E-Learning« - »elektronisch« unterstütztes Lernen (z.B. mit digitalen Medien)- immer mehr an Bedeutung. Wird E-Learning mit den klassischen Präsenz-Methoden kombiniert spricht man von »Blended Learning«.

»Weiterbildung mit der Bundesagentur für Arbeit


Weiterbildung Berufliche Weiterbildung ist für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu einer Daueraufgabe geworden. Sie sichern so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zu den vielfältigen Möglichkeiten, die der Weiterbildungsmarkt in Deutschland bietet, kommen spezielle Angebote im europäischen Ausland.

Einen ersten Überblick über Weiterbildungsstrukturen und die wichtigsten Weiterbildungsanbieter in 30 europäischen Ländern erhalten Sie unter
www.ba-auslands­vermittlung.de/weiterbildung.

Über Lernangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Europäischen Union informiert darüber hinaus die Ploteus-Plattform. Auf dieser Plattform finden Sie Links zu Universitäten, Fachhochschulen und verschiedenen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.

Junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können sich für mehrere Monate sprachlich und beruflich weiter qualifizieren und Auslandserfahrungen erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Die Mobilitätsprojekte für junge Arbeitnehmer werden durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung im Rahmen des Programms Leonardo da Vinci durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ba-auslandsvermittlung.de/leonardo.

Die Informationsstelle für Praxiserfahrung im Ausland - im Hause der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt bei Fragen zur beruflichen Weiterbildung im Ausland - von der Programmauswahl über die Finanzierung bis zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt. Als deutsche Koordinierungsstelle arbeiten sie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Informations- und Beratungsstellen (IBS) der Bundesagentur für Arbeit informiert über Programme von deutschen und internationalen Organisationen zur praxisorientierten Auslandsqualifizierung für junge Fach- und Führungskräfte aus Deutschland. Eine erste Orientierungshilfe bietet dabei die Datenbank »weltweit weiterbilden«. Eine Suchmaschine hilft dabei, das passende Programm zu finden.
Quelle und weitere Informationen:
www.arbeitsagentur.de

Volkshochschule Mainz


Die Volkshochschule Mainz e.V. ist als Träger der Weiterbildung nach dem rheinland-pfälzischen Weiterbildungsgesetz staatlich anerkannt. Sie ist das kommunale Weiterbildungszentrum in Mainz, zuverlässiger Garant des öffentlichen Weiterbildungsauftrages und gewährleistet ein qualitativ hochwertiges, bedarfsgerechtes und breit gefächertes Bildungsangebot zu sozial verträglichen Preisen für die Bürger/-innen der Stadt Mainz.

Bedarfsgerechte, preisbewusste und qualitativ hochwertige Bildungsangebote sowie qualifiziertes und engagiertes Personal bilden die Basis, um als konkurrenzfähiges Dienstleistungs­unternehmen auf dem Markt zu bestehen.

Am 6. Februar 2012 beginnt das neue Semester. Über das komplexe Programmangebot informiert ein umfangreiche Veranstaltungsverzeichnis (erhältlich u.a. in dem Hauptgebäude, Karmeliterplatz 1) und die ausführliche Internetpräsentation der Volkshochschule:
www.vhs-mainz.de

Qualifizierung von Sprachförderkräften


Die Entwicklung von Sprachkompetenz ist ein zentraler Schlüssel zur Bildung, eine wichtige Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg und unabdingbar für eine aktive, verantwortungsvolle Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Sprachliche Bildung und Förderung im frühen Kindesalter sind unerlässlich. Im Rahmen des Programms »Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an« ist daher die qualitätsvolle Sprachförderung in der Kindertagesstätte ein zentrales Ziel.

Mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz bietet die Volkshochschule Mainz das insgesamt acht Module umfassende Weiterbildungsprogramm »Qualifizierung von Sprachförderkräften« an.

Alle Module (mit jeweils acht Unterrichtsstunden) werden durch Selbstlernmaterialien unterstützt. Sie können einzeln oder als Reihe belegt werden. Haben die Teilnehmenden an der Weiterbildungsmaßnahme die ersten sieben Module absolviert, präsentieren sie im abschließenden achten Modul ihre Praxisarbeit. Nach erfolgreicher Präsentation erhalten sie das »Zertifikat Sprachförderkraft« des Landes Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen zur Qualifizierungsmaßnahme finden Sie auf
www.kita.bildungrp.de/Qualifizierung-von-S.384.0.html

Abitur für Erwachsene und Abitur-online


Am Ketteler-Kolleg und - Abendgymnasium mit Abitur-online des Bistums Mainz (staatlich anerkannt) können Erwachsene nach mind. zweijähriger Berufsausbildung oder zweijähriger Berufstätigkeit mit mittlerer Reife in drei Jahren die allgemeine Hochschulreife bzw. in zwei Jahren die Fachhochschulreife erwerben.

Das Führen eines Familienhaushalts mit Kind ist der Berufstätigkeit gleichgestellt. Die Ausbildung ist kostenlos und wird mit BAföG gefördert.

Die Schule bietet die Alternativen »Tagesunterricht«, »berufsbegleitend am Abend« oder »Abitur - online« am Abend bzw. am Vormittag an. Als einzige Schule im Rhein-Main-Gebiet bietet das Ketteler-Abendgymnasium auch Abitur-online an; hier kommen die Studierenden nur noch an zwei Abenden (Montag und Mittwoch) in die Schule, die übrige Arbeit wird von ihnen in einer Selbstlernphase, gestützt auf eine Internetplattform, erbracht. Um noch weiteren Interessenten, die auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur erreichen möchten, den Zugang zu diesem besonderen Lernangebot Abitur-online zu ermöglichen, ist dieses Unterrichtsangebot auch am Vormittag eingerichtet. Der Unterricht findet an zwei Vormittagen (Dienstag und Freitag zwischen 8:00 und 13:05 Uhr) statt.

Hiermit sollen diejenigen angesprochen werden, die zwar die Aufnahmebedingungen für das Abendgymnasium - wie etwa Berufstätigkeit bzw. Führen eines Familienhaushalts mit Kind - erfüllen, deren Arbeitszeiten einen Besuch des Unterrichts am Abend aber nicht möglich machen. Vor allem soll mit diesem Angebot Müttern und auch Vätern ermöglicht werden, einen berufs- und studienqualifizierenden Schulabschluss zu erwerben, während sich die Kinder zu dieser Tageszeit in Betreuungsstätten oder in der Schule befinden.

Interessenten mit qualifiziertem Sekundarabschluss I oder Fachhochschulreife mögen sich bitte möglichst bald, spätestens bis zum 1. März anmelden. Ein Informationsabend findet am Donnerstag 9.2., 18 Uhr statt.

Nähere Auskünfte erteilt das Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium, Rektor-Plum-Weg 10, 55122 Mainz, Tel. 06131 - 588920, Fax: 06131 - 5889217
info@ketteler-kolleg.de
www.ketteler-kolleg.de

Lernen mit Perspektive: Steinhöfelschule


Eine Vielzahl an Schülern ist sich nach Klasse 9 oder 10 nicht sicher, wie es weitergehen soll.

An der Mainzer Steinhöfelschule haben junge Menschen die Möglichkeit in der Berufsfachschule in zwei Jahren ihre mittlere Reife nachzuholen. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit der Berufsausbildung oder der weiteren Schulbildung.

Hierzu bietet die private Wirtschaftsschule drei verschiedene Wege für das Erreichen der FH-Reife an.

  • Der Bereich »Handel- und E-Commerce« vermittelt die Grundlagen für den Beruf des Groß-und Außenhandelskaufmanns,
  • »Logistikmanagement« korrespondiert mit dem Berufsbild des Speditionskaufmanns und
  • »Officemanagement« lehnt sich an den klassischen Bürokaufmann an.
Seit drei Jahren kann an der Steinhöfelschule auch die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erreicht werden. Bei vorhandener FH-Reife und einer abgeschlossenen Ausbildung werden die Schüler in einem Jahr zum Abitur geführt. Für diesen Bildungsgang erhalten die Schüler elternunabhängiges BAFÖG.

Kontakt:
www.steinhoefelschule.de
Tel. 06131 - 91200

(-mdl-)