Heft 257 Februar 2012
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Dies & Das

Kunst und Geschichte(n) im Kleinformat

Exlibris und andere Kleinode


Blechtrommel
Exlibris des Monats

Der »Faszination Exlibris«sind viele Kenner und Sammler dieser »kleingraphischen Gattung« verfallen. Die Exlibriskunst wird gehegt und gepflegt - auch im Gutenbergmuseum, mit dem besonders hervorgehobenen Exlibris des Monats.

Besondere Aufmerksamkeit gilt im Februar einer Illustration zu Günther Grass »Die Blechtrommel«. Die Radierung und Kupferstich schuf Erhard Beitz, ein moderner Meister der Exlibriskunst, 2004.

Exlibris gibt es so lange, wie es Bücher gibt. Der lateinische Ausdruck »Ex libris« lässt sich mit »Bucheignerzeichnen« übersetzen und erinnert mit kleinen, meist kunstvoll hergestellten Blätter, auf den Vorderseiten der Bücher eingeklebt, an die Eigentümer der Bücher.

Der aus der DDR stammende Künstler Erhard Beitz gehört zu den herausragenden Graphikern und meist geschätzten Exlibriskünstlern der Gegenwart. Dem gelernten Fotografen, der mit seiner Frau, der Künstlerin Galina Lwowa, in Oranienburg lebt, blieb in der DDR eine künstlerische Laufbahn verwehrt; weitgehend autodidaktisch erarbeitete er sich seinen Traum. In Kupferstich und Radierung erreicht der Künstler höchste technische Perfektion, die sich mit einem ungeahnten Phantasie- und Detailreichtum paart. Zahlreich sind seine internationalen Auszeichnungen und Ausstellungsbeteiligungen. Allein im vergangen Jahr waren Arbeiten von Erhard Beitz in Belgien, Dänemark, Italien, China, Polen und Mexiko zu sehen.
Quelle:
PM Gutenbergmuseum, 24.01.12, Exlibris-Sammlung
www.gutenberg-museum.de



Underground:

Konzert und Literaturshow

Phoebe Kreutz spielt akustischen Folk, den sie mit cleveren humoresken Texten paart - ihre Lieder erzählen witzig-melancholische Geschichten, die auch nach mehrmaligem Hören nichts von ihrem herzerfrischendem Humor einbüßen. Phoebes Musik zeigt viele Facetten - mal laut und bestimmt, dann sanft und zart lässt Kreutz Konturen fremder Welten entstehen. Ihr Partner Matt Colbourn wird sie in Duetten und auf der Trompete begleiten. Mit von der Partie ist auch Toby Goodshank. Er begann seine musikalische Laufbahn bei den Moldy Peaches, jener legendären Band aus New York, die Anfang der 2000er Jahre den Antifolk revolutionierte.
15. Februar, 19 Uhr, Ventil Verlag, Boppstraße 25, 55116 Mainz, Eintritt: 5,- Euro

Raven wegen Deutschland?

Bei ihrer Literaturshow im Capitol untermalen Sänger und Bandgründer Torsun und Daniel Classless Kulla die Geschichten des Buchs »Raven wegen Deutschland« mit Video und Fotodokumenten. Zwischen Jugendzentrum und Festivalbühne, zwischen politischer Aktion und Drogenexzessen zeigt das Buch den Werdegang von Egotronic, der stilprägendsten deutschen Bands der letzten Jahre. Die Moderation will Freund und Schriftstellerkollege Linus Volkmann übernehmen. Im Anschluss an die multimediale Lesung wird die Dokumentation »10 Jahre Egotronic - Schlägerei zum Thema« gezeigt.
29. Februar, 20 Uhr, Capitol-Kino, Neubrunnenstraße 9, 55116 Mainz
Eintritt für Lesung und Film: 8,- Euro VVK, 10,- Euro AK
Quelle: www.ventil-verlag.de



Fortsetzung:

Das alte Kaufhaus am Brand

Altes Mainzer Kaufhaus am Brand Es ist eines der Projekte, angestoßen im Rahmen von »Mainz Stadt der Wissenschaft 2011«, das verschiedene Disziplinen und Institutionen zu gemeinsamen Arbeiten animierte und das fortdauert: Die Rekonstruktion der Geschichte des mittelalterlichen Kaufhauses am Brand.

Ein interdisziplinäres Team aus Historikern, Kunsthistorikern sowie Mediengestaltern und Grafikern, zusammengestellt vom Institut für Geschichtliche Landeskunde und dem Institut für Mediengestaltung der Fachhochschule Mainz, beendete im Mai 2011 eine erste Projektphase und präsentierte im Mainzer Landesmuseum seine Ergebnisse. Dort war die dreidimensionale Rekonstruktion des Kaufhauses am Brand zu sehen, dort knüpft eine Vortragsreihe zum Mainzer Kaufhaus und anderen mittelalterlichen Kaufhäusern in Deutschland an das Projekt an.

Am 14. Februar referieren Manfred Liedtke / Manfred Große (Dipl. Des., Institut für Mediengestaltung, FH Mainz) die »Probleme der 3D-Visualisierung historischer Gebäude - das Beispiel Mainzer Kaufhaus am Brand«. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Mainzer Landesmuseum, Große Bleiche 49-51, der Eintritt ist frei.
Quelle: www.igl.uni-mainz.de