Heft 256 Januar 2012
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Es war einmal

Der Mainzer Weihnachtsbaum:

Sponsorensuche für Lichterglanz


Der letzte Weihnachtsbaum
Der letzte seiner Art: Der Weihnachtsbaum 2011 vor dem Staatstheater finanziert aus dem städtischen Etat.

Schauen Sie sich ihn genau an: Das könnte der letzte Weihnachtsbaum der Stadt Mainz gewesen sein. Wenigstens der letzte, den die Stadt Mainz finanziert. Denn schon ab 2012 wird die weihnachtliche Stimmung nicht mehr aus öffentlichen Mittel gespeist. Was bereits in den vergangenen Vorweihnachtszeiten nur noch ganz selten der Fall war, da für Lichterglanz schon längst auch andere zuständig sind. In der ganzen Stadt - von der Altstadt bis Zahlbach - sorgen Gewerbevereine, Unternehmen und Initiativen dafür, dass den Mainzern ein Licht aufgeht. Nun sollen sie auch dafür sorgen, dass -mindestens - ein Baum leuchtet.

Martin Lepold, Juwelier und Vorsitzender der Mainzer Werbegemeinschaft, weiß, was das für die Stadt heißt. »Es müssen andere Sponsoren gefunden werden, ansonsten ist die weihnachtliche Stimmung dahin.« Dass das nicht gut sein kann für das Image der Stadt - egal ob bei Touristen oder Kauflustigen - ist Lepold klar. »Für mich persönlich sind Lichterglanz und Tannenbaum wichtig, aber auch für mein Geschäft und meine Kunden.« Die Frage ist nun, wer an die Stelle der Stadt treten wird. Aber es ist ja noch ein ganzes Jahr Zeit, die Frage zu klären.

Daniela Tratschitt