Heft 256 Januar 2012
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Kneipe

Viva Moguntia

Selbst gezapft


Kai Schulz (links) und Martin 
Hofferberth
Kai Schulz (links) und Martin Hofferberth leiten seit eineinhalb Jahren das »Viva Moguntia«.

Im »Viva Moguntia« werden Männerträume wahr. Hier kommt das Bier so frisch wie sonst wohl nirgends auf den Tisch. Der Grund: Der Gast zapft es sich selbst von einem Hahn direkt am Tisch. »Die Zapfsäule ist, ähnlich wie der Grill, eine Männerdomäne«, sagt Martin Hofferberth. Er und sein Kumpel Kai Schulz haben die Eventkneipe mit Bier zum Selbstzapfen in der Kartäuserstraße vor eineinhalb Jahren eröffnet. An sechs großen Gruppentischen sind hier Zapfhähne installiert. Jeder Tisch steht für ein anderes Bundesland und versorgt mit einem typischen Bier aus der Region. Am Rheinland-Pfalz-Tisch gibt es Bitburger, am NRW-Tisch Kölsch, am Baden-Württemberg-Tisch Rothaus Tannenzäpfle. Auf anderen Tischen stehen kleine Kühlschränke mit Glastür, aus denen sich der Gast bedienen kann. »Manche Biere, besonders die norddeutschen, werden eben typischerweise aus der Flasche getrunken«, erklärt Martin Hofferberth. In einer separaten Lounge können die Gäste sich außerdem ein Fässchen nach Wahl an den Tisch bringen lassen.

Gast am Zapfhahn
Mit Zapfhähnen am Tisch können sich die Gästegruppen selbst versorgen.

Doch festlegen muss man sich trotzdem nicht. Wer mit den Freunden am Schleswig-Holstein-Tisch sitzt, aber lieber ein Weizen statt einem Flensburger hätte, kann das auch von der Theke bestellen und bringen lassen. »Gerade Weizen zapfen verlangt eine gewisse Routine, das ginge nicht in Selbstbedienung«, erklärt Hofferberth. Und nicht nur für die Wünsche der Herren ist im »Viva Moguntia« gesorgt. Für die Damen - die gruppenweise besonders gerne am Kölsch-Tisch Platz nehmen - gibt es auch Cocktails von der Theke. Das Konzept des Selbstzapfens haben die beiden Wirte von einem Prag-Urlaub mitgebracht. In Tschechien ist es durch die Kneipen-Kette »The Pub« verbreitet. Dort kommt allerdings ausschließlich Pilsener Urquell aus den Hähnen. »Mit nur einem Bier im Ausschank hätte das in Deutschland nicht funktioniert«, meint Hofferberth. Im »Viva Moguntia« stehen 24 Biere auf der Karte. Dazu kommen wechselnde »Biere des Monats«, die dann auch einmal aus Österreich oder Tschechien kommen können. Beim »Thanksgiving«-Spezial im November mit der vom »Viva Moguntia« gesponserten Baseballmannschaft »Mainz Athletics« gab es zum Truthahn Miller's Draft.

Mit Abstand am beliebtesten ist der Bayern-Tisch, an dem Tegernsee-Bräu aus dem Hahn fließt. »Der ist fast immer als erster reserviert«, sagt Hofferberth. Und reservieren sollte man unbedingt im »Viva Moguntia«, zumindest von Dienstag bis Samstag, wenn Champions-League oder Bundesliga-Spiele über die Bildschirme in der Bierbar laufen, wird es voll.

Alice Gundlach

Infos: www.vivamoguntia.de