Heft 255 Dezember 2011
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Firmenporträt Juwelier Weiland

Richard Weiland - Haus der Goldschmiedekunst in Mainz

»Der Schlüssel zum Erfolg ist die Liebe«


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»Kostbar ist die Zeit. Lerne mit ihr umzugehen und sie zu bewahren, denn Du kennst nie Deinen Reichtum.«

Die Idee Themen des Lebens durch die Mittel der Goldschmiedekunst bildhaft darzustellen liegt schon in der zweiten Generation der Familie Weiland. Mit Hilfe traditioneller Goldschmiedetechniken entstanden in der Vergangenheit kostbare, sakrale Arbeiten und Repliken historischer Schmuck­stücke aus dem 11. Jahrhundert.

Richard Weiland II hat 1975 mit der Kopie der Deutschen Reichskrone zum Jubiläum des Mainzer Doms den Weg seines Vaters fortgesetzt. Der heutige Eigentümer erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch, dessen Arbeit am Krönungsschmuck der deutschen Kaiserinnen mit dem großen Brustschmuck, den Ohrringen und der Tassel vollenden zu können.

Ein größeres Anliegen ist dem heutigen Meister des Hauses der Goldschmiedekunst jedoch die Darstellung der »Themen des Lebens«. Ein Philosoph unter den Goldschmieden wurde er durch die Veröffentlichung seiner beiden Bücher »Themen des Lebens« und »Gedanken zur Einmaligkeit«. Er lebt in und für die Tradition des Hauses und sagt heute: »Es ist nicht mein Beruf, es ist meine Berufung und ihr werde ich weiter folgen.«

Der Gedanke von der »Seele des Schmuckes« wurde bereits von seinem Vater in Wort und Bild aufgenommen und in einer kleinen Schrift festgehalten. Richard Weiland II geht in seiner Arbeit darüber hinaus und fordert den Betrachter auf, gedanklich an der Entwicklung und Entstehung eines Schmuckstücks oder Objekts teilzunehmen, das einen geliebten Menschen durch sein weiteres Leben begleiten wird.

Kollektion »Aurum 2000«

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»Nofretete«


Mumienaugen -
Ausdruck des Majestätischen
Unvergänglichen und Übermächtigen
auf dieser Erde,
von Anbeginn menschlicher Kultur
bis in unsere Tage.


In seiner frühen Kollektion »Aurum 2000« ging es dem Meister in erster Linie darum, »dem Menschen das Gold in seiner natürlichen Schönheit und Einfachheit zu zeigen«. Das Wort »Goldschmied« sollte auf das Material übertragen werden und zurückführen zu den einfachsten Arbeitsmethoden, die seit Jahrtausenden von Menschen in diesem Handwerk angewendet werden.

Feuer Hammer und Zange lassen dabei Formen entstehen, die durch ihre Natürlichkeit eine besondere Ausstrahlung entwickeln und in Verbindung mit dem ungeschliffenen Edelstein - wie seit Jahrtausenden - den Wunsch im Menschen erweckt, beide unabhängig von ihrem Materialwert zu besitzen. Richard Weiland II wollte dabei »das Große« gestalten: Dies gelang ihm in den archaisch wirkenden Gold-Eisen-Plastiken ebenso eindrucksvoll wie in den »Nofretete«-Objekten für deren Fertigstellung er echte Mumienaugen verwendete.

Kollektion »Der Mensch«

»Kelch des Lebens«
»Kelch des Lebens«

Geht mein persönlicher Wunsch für diese kleinen Kunstwerke. in Erfüllung, dann habe ich das mir gesetzte Ziel erreicht. Dann konnte ich beweisen, dass Goldschmiedekunst mehr ist als Handwerk, dass sie Vermittlerin einer Idee sein kann.

Stand bei den frühen Arbeiten das Metall plakativ im Mittelpunkt, wies das Material bei der Kollektion »Der Mensch« nun den Weg hin zum Menschlichen. Es entstanden kleine Kunstwerke in Gold und Edelsteinen, welche die menschlichen Beziehungen zum Ausdruck bringen und »den Einzelnen im Innersten berühren« sollten. Die Kleinplastiken, die aufgestellt oder auch als Schmuck getragen werden konnten, wurden zu ganz persönlichen Objekten ihrer Besitzerinnen und Besitzer und erinnerten sie an wichtige Augenblicke ihres Lebens.

Am faszinierendsten erscheint dabei der »Kelch des Lebens«: Geschliffen aus einem Stück Bergkristall mit seit Jahrtausenden in ihm eingeschlossenen Rutilnadeln symbolisiert er gleichzeitig das »Edle« und das »Ewige«. 50 Figuren, die Kindheit, Jugend und Mannesalter symbolisieren, umgeben ihn: 49 davon sind in Gelbgold gestaltet - nur der Fünfzigste in Weißgold.

Er schreitet über ein Brillantband in das Gefäß und kann nun »aus dem vollen Kelch des Lebens und der Erfahrung schöpfen«. Gleichzeitig geht er aber auch mit geöffneten Armen der Zukunft entgegen, um weiteres Großes zu schaffen. Zwei weitere bedeutende Werke sind aus der Kollektion »Das Geld« und »Ich«.

»Das Geld«
»Das Geld«
»Das Geld«
»Ich«
»Die goldene Kugel«
»Die goldene Kugel«
»Der Geist des Menschen«
»Der Geist des Menschen«

»Das Geld«


Mensch, der Du das Geld
erschaffen und glaubst,
damit Deine Würde, Persönlichkeit
und Macht zu erkaufen,
sei klug und weise beizeiten,
damit du am Ende nicht selbst
von der Last erdrückt wirst.


»Ich«


Jeder Mensch hat sein Ich
und behüte dies mit aller Liebe.
Nur Wenigen erlaubt man in
das Reich einzudringen
und seine Gefühle zu zeigen.
Jedem soll es das höchste Gebot
sein die Gefühle der Anderen
zu achten und nicht versuchen
dies zu ändern.
Denn damit zerstörst du das Ich.

Kollektion »Gold«

Unveränderlicher Begleiter des Menschen seit Jahrtausenden« -
Gerade der persönliche Schmuck kommt durch den Träger erst zu seiner schönsten Blüte.


Richard Weiland II übernahm aus der »Aurum«-Kollektion das Metall-Konzept und aus der »Mensch«-Kollektion die Empfindungen und verband beides zu neuen Werken, mit denen er Gold in seiner Schönheit, Ausdruckskraft und Stärke dem modernen Menschen näher bringt.

Dies konnte durch die Einarbeitung antiker Münzen geschehen, die die Tradition repräsentierten, die Wiedergabe von Handlinien als Ausdruck der Persönlichkeit oder aber auch durch die Reduktion des Metalls auf eine Urform: »Die Goldene Kugel«. Sie steht in den Augen des Künstlers für »Wärme der Sonne, Gefühl der Erde, Stärke des Alls, Symbol der Liebe.«

Kollektion »Magnum«


Eine Einheit von Schönem und Edlem

In seiner jüngsten Kollektion »Magnum« ist es Richard Weiland II schließlich gelungen vier Extreme zusammenzubringen und in Balance zu halten: Diamant, das härteste, Edelstein das farbenfrohe Gestein; Platin, das kostbarste und Gold das schönste und meist-begehrteste Metall. Ihre Verbindung erhält so einen fast ultimativen Charakter, wie in dem Objekt »Der Geist des Menschen«, das auf einem Faustkeil basiert der unter anderem eine moderne Uhr trägt. Es ist ergänzt durch Gold und Platin, Saphir, Rubin, Smaragd und Diamanten. Alles verbunden durch eine golde­ne Kette, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit der Menschen, für den Künstler aber noch mehr: »Wir alle können nur hoffen und uns selbst bemühen, auch ein starkes Glied in der Kette der Menschheit zu werden und stets unser Bestes zu geben für eine positive Zukunft.« Im Jahr 2010 sind im Hause Weiland drei Generationen in 125 Jahren tätig gewesen und haben etwas geschaffen, das nur mit Superlativen zu beschreiben ist. Handwerkliche und künstlerische Meisterstücke, deren Umsetzung nur mit der Hilfe zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich war. Für sie steht heute stellvertretend Frau Sabine Schwarz, die Richard Weiland II seit vielen Jahren als Meisterin begleitet. Möge dem Haus des Goldes eine gute Zukunft geschenkt sein, um für die Goldschmiedekunst weiterhin Großes zu schaffen.

(-mdl-)