Heft 255 Dezember 2011
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Energiewende

Auch finanziell attraktiv

Photovoltaikanlage


dach mit solarzellen

Ende Oktober hängte die Bürgerenergiegenossenschaft UrStrom ihren Zusatz »in Gründung« ab. Die Eintragung ins Genossenschaftsregister war vollzogen. Ein knappes Jahr hatte es gedauert, um dem Ziel von Bürgern, gemeinsam einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ein gutes Stück näher zu kommen. »Die Resonanz ist gut, wir haben in nur zehn Tagen schon 40 Mitglieder aufgenommen und damit die Finanzierung der ersten Photovoltaikanlage auf dem Dach der Entsorgungsbetriebe in der Zwerchallee sichergestellt«, sagt Christoph Albuschkat, Vorstandsmitglied von UrStrom.

200 Anteile waren erforderlich, um den Eigenkapitalanteil von 50.000 Euro für die etwa 160.000 Euro teure Anlage aufzubringen, die bis Ende des Jahres aller Voraussicht nach ans Netz gehen wird. Ebenso das zweite Projekt auf dem Dach des Ingelheimer Fußballstadions am Blumengarten, das UrStrom in Kooperation mit der Ingelheimer GEDEA durchführt.

Zwischenzeitlich sind weitere Mitglieder hinzugekommen, die mehr als 300 Anteile gezeichnet haben. Damit steigt die Aussicht ebenfalls bis Ende des Jahres, in Laubenheim an der Nahe ein Hausdach komplett aus Eigenmitteln der Bürgerenergiegenossenschaft bestücken zu können Grundsätzlich strebt UrStrom einen Finanzierungsmix für die Photovoltaikanlagen aus 30 Prozent Eigenmitteln und 70 Prozent Krediten an; insbesondere bei kleinen Anlagen, sei allerdings der bürokratische Aufwand für die Kreditbeschaffung derart hoch, dass, sofern genügend Eigenkapital vorhanden sei, auf die Fremdfinanzierung verzichtet werden könne, erklärt Albuschkat, der wie seine beiden Vorstandskollegen Dr. Florian Grohs und Christoph Würzburger die gesamte Arbeit ehrenamtlich leistet.

logo urstrom

Weitere Mitglieder sind ebenso willkommen, wie - Dächer! »Seit wir Ende Oktober an den Start gingen, wurden uns bereit sechs weitere Dächer angeboten, auf denen wir UrStrom Photovoltaikanlagen errichten könnten«, sagt Albuschkat. Für die Genossenschaftsmitglieder ist der Beitrag zur Energiewende auch in finanzieller Hinsicht attraktiv: Der Vorstand rechnet mit einer Rendite von durchschnittlich 3 Prozent pro Anteil und Jahr. Ein Geschäftsanteil der Bürgerenergiegenossenschaft kostet 250 Euro, maximal 80 Anteile kann jedes Mitglied erwerben. Unabhängig von der Anzahl der Anteile hat jedes Mitglied eine Stimme. Außerdem sind, wie in Genossenschaften üblich, Mitsprache und Mitarbeit sehr willkommen.

SoS