Heft 254 November 2011
Werbung




Stadt der Wissenschaft

Elternalarm Wochenenden

Sorgenfresser auf Meenzerisch


yyy

Kinder können noch so erwachsen sein, Eltern machen sich immer Sorgen. Besonders dann, wenn der frischgebackene Student in eine andere Stadt zieht - zum ersten Mal von Zuhause weg, die erste eigene Wohnung, das erste Mal Selbstversorger. Das kann Eltern schon nervös machen. Vor allem, wenn sie die Stadt nicht kennen.

Klaus Hammer vom City-Management kennt das Problem und hat in Münster die Lösung gefun-den. »Mainz hat immerhin über 40.000 Studenten, viele davon kommen von weit weg«, erklärt er. »Die Situation ist nicht viel anders als in Münster. Dort veranstalten sie seit 2005 Elternalarm-Wochenenden.« Diese Idee hat Hammer für Mainz adaptiert.

»Gerade als Stadt der Wissenschaft müssen wir über den Tellerrand 2011 gucken«, erklärt der Hochschulkuratoriums-Vorsitzende. »Mein Ziel ist es, die Universitätsstadt Mainz noch bekannter zu machen und besser zu vermarkten. Zurzeit können sich die Unis vor Studenten gar nicht retten, in drei bis vier Jahren sieht das aber wahrscheinlich schon ganz anders aus.« Hier will Hammer ansetzten. Er will nicht nur den Eltern von heutigen Mainzer Studenten »seine« Stadt schmackhaft machen, sondern auch gleich die Werbetrommel für zukünftige Studienanfänger rühren.

yyy »Erst vor einigen Wochen hat mich eine Mutter angerufen, die sich zum ersten Mal Mainz angeschaut hat. Sie war begeistert. Hier wäre es toll und sie hätte noch drei andere Kinder, . Genau das will ich.« Aus diesem Grund sind die Eltern der Mainzer Studenten vom 18. bis 20. November eingeladen, Mainz unsicher zu machen.

Los geht es mit einer festlichen Eröffnungsveranstaltung im Frankfurter Hof. Der Samstag bietet dann jede Menge Programm: Stadtführungen, Orgelkonzert im Dom, Vorlesungen und Vorträge für die Eltern, Debattierclub-Veranstaltung, eine Weinprobe mit der Studierendengruppe Uni Vinum, Führungen durch die einzelnen Fachbereiche und natürlich das Kennenlernen des Campus.

Weil sich viele Eltern Gedanken um die richtige Ernährung ihrer Kinder machen, beginnt der Sonntag mit einem Brunch in der Mensa. Und wer am Samstag was verpasst hat, kann das am Sonntag nachholen. Dazu gibt es für die Eltern die »Mainz-Card«, mit der man kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, an Stadtführungen teilnehmen oder ins Museum gehen kann. »So wollen wir mit der Mainzer Herzlichkeit den Eltern zeigen, dass es ihren Kindern hier gut geht.«

Daniela Tratschitt

Infos: www.elternalarm.uni-mainz.de