Heft 254 November 2011
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Kneipe

Hasekaste

Die neue Heimat der Nullfünfer


Kneipe Hasekaste

Seit der FSV Mainz 05 im Juli vom Bruchweg in die Coface-Arena umgezogen ist, gibt es eine neue Fankneipe des Vereins am neuen Stadion. Der »Hasekaste« hat die legitime Nachfolge des mittlerweile geschlossenen »Haasekessels« am Bruchweg als Mainz-05-Verköstigungs-Institution angetreten. Der Geschäftsführer - unter dem Stadion-Caterer Gauls als Betreiber - ist Milan Stojanow, der auch schon im »Haasekessel« die Mannschaft zwischen den Trainingszeiten und die Fans nicht nur an den Spieltagen bekochte. »Der Milan« ist eine kleine Berühmtheit unter den Nullfünfern. Einen »Funktionsträger ohne Titel« nennt der Verein seinen Koch, seit Stojanov die Mannschaft im Januar 2010 erstmals ins Trainingslager nach Spanien begleitete, um dort für die gewohnte Qualität des Sportleressens zu sorgen. »Das hat mich überrascht, aber es war der Wunsch des Trainers und der Spieler«, sagt Stojanov. Nun bieten Stojanov und sein Team an der im Vergleich zum Bruchwegstadion etwas abgelegenen Coface-Arena täglich außer montags ab Mittag gutbürgerliche Küche im Fan-Ambiente an: Von der obligatorischen Feuerwurst über die Tapas-Platte bis zu täglich wechselnden Fischgerichten. Abends kommen häufig Fangruppen, Jugendmannschaften der 05er oder andere Gesellschaften rund um den Verein im »Hasekaste« zusammen. Milan Stojanow Die Wände zieren Fototapeten von Spielszenen und der Aufstiegsfeier vor dem Dom. Sogar die Blumenschalen auf den Tischen sind mit dem Mainz-05-Emblem verziert. Drinnen wird es am Samstagmittag sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen schon einmal kuschelig eng: Der »Hasekaste« hat nur rund 60 Sitzplätze im Innenraum. Andererseits: Wer will beim Spiel schon drinnen sitzen? Draußen finden bis zu 400 Gäste einen Sitzplatz. Die Fans loben meist die Qualität der angebotenen Speisen. An den Spieltagen seien allerdings die Wartezeiten an der Theke zu lang, wird oft moniert. Noch laufen die Fußballspiele im Innenraum auf zwei Fernsehern. »Eine Leinwand ist aber noch für dieses Jahr geplant«, verspricht Stojanov. Diese soll vor allem an Tagen mit Auswärtsspielen - aber auch zu den Heimspielen - die Fans ohne Eintrittskarten in den »Hasekaste« locken. Für den Außenbereich ist für die kalten Monate auch ein Zelt geplant. Das soll »im Idealfall noch vor dem Bayernspiel« am 27. November stehen, sagt Stojanov.

Alice Gundlach