Heft 254 November 2011
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Bestattungen

Ob Beisetzung oder Beerdigung

Helfende Hände in der Trauerzeit


Detlef Rech

Es ist still, ganz still. Als würden die Särge sämtliche Geräusche schlucken. Majestätisch stehen sie dicht aneinander, groß und wuchtig. Trotzdem wirken sie nicht einschüchternd. Eher elegant und eindrucksvoll. Dunkles Holz steht neben hellem Marmor, der in der Sonne glänzt. Das Bestattungshaus ist hell und offen, keineswegs beklemmend. Die Atmosphäre ist angenehm, man fühlt sich wohl. Der Raum, in dem die Beratungsgespräche für Angehörige stattfinden, sieht aus wie ein ganz normales Büro. Kein Ort, der Trauer zeigt, die ihn erfüllt. Durch die cremeweißen Jalousien kann man die Menschen auf dem Bischofsplatz beobachten. »Bestatter ist kein trauriger Beruf, sondern ein sinngebender«, sagt Detlef Rech, Inhaber des Bestattungsinstituts Karl Rech, »Ich möchte Menschen helfen, ihre Trauer zu verarbeiten, und ihnen beistehen, wenn sie einen Todesfall zu beklagen haben.« Seit 45 Jahren arbeitet er im Institut, jeden Tag mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert zu sein, prägt seine Tätigkeit. Trotzdem fühlt er bei jedem Verstorbenen anders, es gibt keine Routine, kein Steckenbleiben im Alltag, denn Detlef Rech möchte sich weiterhin berühren lassen von Trauer, Verzweiflung und Ratlosigkeit der Angehörigen.

Hilfe geben

Die Menschen, die zu ihm kommen, sind völlig unterschiedlich, einzig der Tod verbindet sie. Manche sind wie gelähmt, können nicht fassen, dass ein geliebter Mensch von ihnen gegangen ist. Andere wollen den Sterbefall von sich schieben, einfach weitermachen. Detlef Rech fällt es leicht, mit Menschen in Extremsituationen umzugehen, das sagt er selbst. Hinterbliebenen zu helfen, ist essentiell für ihn, er versucht für sie den richtigen Weg zu finden, um ihnen die Trauerarbeit zu erleichtern. »Man muss den Tod spüren, manchmal auch wortwörtlich, indem man den Verstorbenen berührt, um einen Sterbefall zu verarbeiten.« Blickt man in sein Gesicht, wird deutlich, dass es für Rech eine Frage der Ehre ist, trauernden Menschen zu helfen. Doch er wünscht sich, dass der Tod präsenter wird in der Öffentlichkeit, kaum wird über ihn gesprochen. Zu groß sind die Berührungsängste. Dieser natürliche Prozess scheint in den Köpfen der Gesellschaft noch nicht angekommen zu sein. »Früher wollten die Menschen nichts zu tun haben mit ihren Toten. In den letzten Jahren sind die Menschen sensibler geworden, aber es könnte noch intensiver werden.« Auch wenn der Tod ein trauriges Thema ist, für Rech ist er Teil des Berufes, in dem er aufgeht, eine Berufung. Das sieht man ihm an, denn er lacht viel, mit den Augen, nicht nur mit dem Mund. Es ist ein ehrliches Lachen.

helfende Hände

Lebendige und kreative Wege gehen

Den Tod eines Menschen zu begreifen gehört zu den schwersten Aufgaben unseres Lebens. Für einen heilsamen Umgang mit der Trauer ist es wichtig, dass diese nicht nur im Verborgenen geschieht, sondern auch gesehen, gehört und offen gelebt wird. Ilse Grünewald und Sigrun Baum geben Trauernden vielfältige Möglichkeiten, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Dazu zählen die besonderen Veranstaltungen in ihrem Haus, Heiligkreuzweg 88. Das Thema am 9.11.2011 um 19.30 Uhr mit dem Dipl. Sozialpädagogen und Musiktherapeuten Thomas Schröter ist: »Die heilsame Kraft der Musik - Erfahrungen durch praktische Beispiele«. Schon ab dem vierten Monat im Mutterleib hören wir den Herzschlag der Mutter und nehmen die Klänge der Außenwelt wahr. Am Lebensende ist das Gehör der Sinn, der uns oft bis zuletzt noch erhalten bleibt. Musik begleitet uns ein Leben lang, bringt Lebensfreude, verbindet Menschen und hilft, die Übergänge in neue Lebensphasen zu meistern. An diesem Abend erfahren Sie anhand praktischer Beispiele, wie Musik Ängste mindern, Schmerzen reduzieren und in Trauerprozessen zur heilsamen Kraftquelle werden kann.

Würdevoll, kompetent und kostengünstig

Wer einen geliebten Angehörigen verliert benötigt ganz besonders in den ersten Stunden eine sensible und unterstützende Begleitung. Nach einem Todesfall müssen viele Dinge und Formalitäten erledigt und organisiert werden. Die Wahl des Bestatters ist hier einer der wichtigsten Faktoren. »Eine Bestattung muss nicht immer mit horrenden Geldausgaben verbunden sein, ein Preisvergleich ist daher nicht pietätlos, sondern richtig und ratsam«, so Jörg Wiedenmann, Inhaber des Bestattungsinstitutes NOVIS in Mainz. Das familiäre und freundliche Team von NOVIS bietet kostengünstige Komplettprogramme auf höchster Ebene für eine würdevolle Beisetzung. Zu dem um- fassenden Dienstleistungsangebot zählen unter anderem Überführungen zu allen Bestattungsorten, Ausstellung der Sterbeurkunde, das Einziehen von Versicherungsleistungen, Hilfe bei der Auswahl der Bestattungsmöglichkeit und die liebevolle Organisation für eine würdige Aufbahrung. In den freundlichen Räumen des NOVIS-Institutes in der Rheinstraße 42 oder auf Wunsch auch bei den Hinterbliebenen zu Hause beraten Jörg und Susanne Wiedenmann umfassend und kompetent.

Begleitend an Ihrer Seite

Den Tod eines geliebten Menschen begreifen, verarbeiten und annehmen. Mit dem Verlust irgendwie umgehen. Die Gedanken der Angehörigen und Bekannten kreisen um die Situation, ohne den Verstorbenen weiterzuleben, und meist nicht um die Planung einer Beerdigung. Das Bestattungsinstitut Irene Winkler nimmt sich daher der Hinterbliebenen in sensibler Weise an und organisiert alles für die Bestattung. »Wir entlasten die Trauernden in jeglicher Hinsicht, damit sie viel Zeit für ihre persönliche Abschiednahme haben«, sagt Geschäftsführer Stefan Kohl, der seit mehr als 15 Jahren im Bestattungsgewerbe tätig ist. Je nach persönlichen Vorstellungen bietet das Institut verschiedene Bestattungsarten an: Von der klassischen Erdbestattung über die Feuer-, See- und Waldbestattung bis hin zur extravaganten Weltraum- und Diamantbestattung gibt es eine Fülle von Möglichkeiten die letzte Ruhe zu finden, denn diese kann so individuell sein wie der Mensch selbst es war.

KH