Heft 253 Oktober 2011
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Mainzer Plätze

Investitionen für den Valenciaplatz:

Ein Treffpunkt für alle Generationen


Valenciaplatz

Eingebettet in einer Denkmalschutzzone und von der Goethe-, Moltke-, Cornelius- und Kreyßigstraße umrahmt, befindet sich der Valenciaplatz - ein grünes Spielparadies, das nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt.

Das integrierte Entwicklungskonzept »Soziale Stadt in der Neustadt« hat sich dem Valenciaplatz angenommen, als 2002 die ausgediente Schaukel und die morschen Klettergerüste beseitigt werden mussten. Die Anwohner wurden in die Neugestaltung miteinbezogen:

»Bei jedem Spielplatz in Mainz achten wir darauf, dass die Kinder eingebunden werden«, betont Quartiermanager Bernd Quick. Ende 2006 fand eine Kinderpartizipation statt, in deren Verlauf die Schüler der Goethe-Grund- und -Hauptschule ihre eigenen Ideen und Wünsche entwickeln konnten. Diese ersten Vorschläge wurden gesammelt und mit den Kindern und Erwachsenen im Dezember 2006 eingehend besprochen. Die konkreten Pläne und Entwürfe wurden im Februar 2007 den Bürgern vorgestellt. Im Sommer 2007 war es dann soweit: die gewünschten Spiel- und Klettergeräte wurden aufgebaut.

Den Besuchern des Valenciaplatzes bietet sich zurzeit folgendes Bild: Von der Moltkestraße kommend fällt der erste Blick auf den Sandspielbereich. Das bunte Kletterhäuschen mit Minirutsche, dessen Form von der Seite an einen Elefanten erinnert, ist vor allem für die ersten, noch ungeübten Kletterschritte der ganz Kleinen geeignet. Unmittelbar daneben erfreut sich ein weitmaschiges, aus blauen Seilen bestehendes Drehkarussell großer Beliebtheit.

Der Sandspielbereich und der völlig neu gestaltete hintere Kletterbereich werden durch ein kleines Basketballfeld und eine Tischtennisplatte komplettiert. Das neue Klettergerüst lockt mit einer großen Rutsche, zwei Kletterwänden, zwei Kletternetzen, einer Hängebrücke und einer Hängeleiter. Seinen Gleichgewichtssinn kann man auf der Balancierstange und einer drehenden Scheibe schärfen. Den Bodenbelag bildet helles, weiches Rindenmulch, was einen idealen Fallschutz darstellt. Der absolute Renner bei den Kindern sind vier im Boden angebrachte Trampoline, die sich gut in die Landschaft einfügen.

Zum Wohlfühlen

Valenciaplatz 2

Dieses abwechslungsreiche Angebot schätzen auch die jungen Mütter Tatjana und Irina. Beide wohnen in der Nähe und kommen seit der Renovierung relativ oft mit ihren dreijährigen Söhnen Zem und Michael auf den Platz, da die sich hier nach Lust und Laune austoben können. »Ich finde es schön, dass der Platz für jede Altersgruppe was zu bieten hat. Den Sandkasten für die Kleinen und eine große Wiese zum Fußballspielen für die Älteren«, stellt Tatjana begeistert fest. »Die Wiese lädt auch viele Familien zum Picknick ein«, verrät Irina.

Ein Beweis, dass sich die Leute hier mehr als wohl fühlen. Damit das auch so bleibt oder sogar noch verstärkt wird, planen die Quartiermanager Bernd Quick und Silke Maurer im Rahmen des Projektes »Umstrukturierung und Schaffung für Jung und Alt« im Zusammenhang mit dem Neubau der Kita Moltkestraße, weitere Veränderungen, von denen am Ende alle Altersstufen profitieren sollen. Der Spatenstich der Kita, auf dem ehemaligen Gelände der Studentenwohnheime, erfolgte im Mai 2010.

»Ein Teil des Valenciaplatzes wird zur Außenanlage der Kita«, blickt Quick auf das Jahr 2012. Ängste, dass dadurch das Spielgelände viel kleiner wird, sind aber fehl am Platz. »Hinter dem alten Gebäude war ja eh ein Parkplatz, sodass gar nicht viel vom eigentlichen Valenciaplatz wegkommt«, weiß Maurer. »Hinzukommt, dass der Bereich außerhalb der Kita-Öffnungszeiten wieder für alle zugänglich gemacht werden soll«, ergänzt Quick.

Als perfekte Lösung für diesen reibungslosen Übergang sind keine Zäune, sondern verschiebbare Tore angedacht. Als besonders wichtiges Anliegen hebt Quick hervor, dass »kein Bruch entstehen soll«. Also weder in der Landschaft, was durch eine neue Wegeführung und einer neuen Bepflanzung und Begrünung erreicht werden soll, noch unter den Besuchern. »Hierfür werden Investitionen getätigt, sodass der Platz für mehrere Generationen nutzbar wird, insbesondere auch für ältere Menschen«, erklärt Quick.

Geplant sind zum Einen mehrere Sitzgelegenheiten am Rande des Kita-Geländes, damit jeder bequem den Kids beim Spielen zuschauen kann. Zum Anderen sollen sich auf dem Platz vereinzelt auch Angebote für Senioren einfügen, die gezielt die Motorik und Fitness verbessern. Ganz bewusst hat man sich aber gegen einen separaten Seniorenbereich entschieden. Die Generationen sollen auf dem Valenciaplatz nicht getrennt, sondern vermischt werden. Die Oma kann hier also Seite an Seite mit ihrem Enkel trainieren. Der Platz, der durch seine Größe und dem vielen Grün auch Silke Maurer eher an einen Park erinnert, gewinnt in naher Zukunft noch mehr an Attraktivität.

Entstanden ist der Valenciaplatz in den 70ern, nachdem die Alicen-Kaserne, die Anfang des 20. Jahrhunderts für das Hessische-Infanterie-Regiment erbaut wurde, 1972-1976 für das spätere Polizeipräsidium und das LKA abgetragen wurde. Sein Name erinnert an Valencia, seit 1978 Mainzer Partnerstadt.

Stefanie Gundel