Heft 252 September 2011
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Stadt der Wissenschaft

Archäologie und Geschichte

im Schlendergang


stadt der wissenschaft

Überall diese Würfel. Wer zurzeit durch die Straßen von Mainz geht, trifft an vielen Stellen auf eine Anhäufung von grün-weißen Würfeln. Doch was genau sollen diese Dinger? Sie gehören zum Projekt »zeit.fenster« im Rahmen der Stadt der Wissenschaft. An vielbegangenen oder bedeutenden Orten der Stadt wie etwa an der Römerpassage, am Tritonplatz oder am Kirschgarten stehen Würfelbühnen oder Säulen, an denen die Passanten interessante Mainzer Forschungsergebnisse aus den Fachbereichen Archäologie oder Geschichte erfahren können. Da geht es mal um Kriminalgeschichte, mal um den Minnegesang, mal um medizinische Forschung. Die Stadtlandschaft wird zur begehbaren Ausstellung und zum Schaufenster der Forschung.

Große Würfe für Forschung und Museen

»Wir wollen unsere Forschungen direkt an die Menschen bringen. Raus aus dem Labor«, erklärt Dominik Kimmel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Römisch-Germanischen Zentralmuseum und Projektverantwortlicher für die »zeit.fenster«. Im September sind dann endlich alle Würfel installiert. So kann man ganz nebenbei auch noch etwas lernen und herausfinden, welchen Status Mainz als ein Zentrum der historischen und archäologischen Forschung in Deutschland einnimmt. »Die archäologische Forschung ist eine Stärke von Mainz, die in der breiten Öffentlichkeit bislang nicht so bekannt ist.« Und genau das sollen die »zeit.fenster« ändern. »Jetzt ist die Zeit, in der die Forschung und die Museen was ihren Bekanntheitsgrad angeht, große Würfe machen können.«

Dazu gehört es auch, sich nicht auf diesen Würfeln auszuruhen. Aus diesem Grund finden begleitend zur öffentlichen Ausstellung immer wieder Aktionen, Führungen, Vorträge, Lesungen statt. Im September ist zum Thema »zeit.fenster« richtig viel los. Am 3. September bekommt man zum Bespiel mit der Führung »Vergangenheit hat Zukunft« einen Überblick, am 9. September gibt es eine Übersetzung zu den »Inschriften des Mainzer Domes« und am 17. September zeigt ein Steinmetz hinter dem Kleinen Haus seine Arbeit an Vulkangestein. Selbst, wenn man nicht zu einer der Veranstaltungen geht, trifft man überall in der Stadt auf die grün-weißen Würfel. So kann man praktisch im Schlendergang durch die Geschichte wandeln.

Daniela Tratschitt

Info: www.emz2.de