Heft 252 September 2011
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Mainzer Weinsenat

Riesling und

Spätburgunder in den »Kasematten«


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Was hatten Marina Kohmer, Chefin der Rheinland-Pfalz-Messe, Unternehmensberaterin Dominique Döttling, der Allergieforscher Prof. Dr. Heinz Decker von der Uni Mainz, Ex-Staatssekretär Walter Strutz, Peter Schamp, Vorstand der MVP und Winzer wie Klaus Gres aus Appenheim sowie Hans-Wilhelm Fleischer aus Mainz-Hechtsheim an einem Fußball-Sonntag Vormittag (vor dem 2:4 der 05er gegen Schalke) gemeinsam? Sie bereiteten sich zwar teilweise auf ihren Einsatz im Fanblock vor. Aber das geschah nicht mit einem Kirchenbesuch (der vielleicht geholfen hätte). Ihr Hauptaugenmerk lag darauf, Weine aus Rheinhessen kritisch zu bewerten, genauer gesagt die Königsklassen bei Weiß (Riesling) und Rot (Spätburgunder).

Anlass war der Wettbewerb, den unsere Zeitschrift seit einigen Jahren veranstaltet. Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Winzer, die in der letztjährigen Ausgabe des "Restaurant- und Weinführer" vertreten waren, dazu einige Entdeckungen, die in der nächsten Nummer (erscheint voraussichtlich Ende Oktober) auftauchen. Und wie die Winzer mitmachten! Weinautor Rudolf Knoll, der den Wettbewerb betreut, bekam fast eine wunde Nase und poröse Zunge bei der umfangreichen Vorprobe. Weit über 700 Weine wurden eingereicht. 20 Spätburgunder und 90 Rieslingweine schafften die hohe sensorische Hürde, um bei der Probe des Mainzer Weinsenats dabei zu sein.

Dieser ehrenwerten Gesellschaft, die inzwischen sogar selbst einen eigenen, durchaus ansehnlichen 2010er Riesling vorweisen kann, ist es von Anbeginn des Wettbewerbs vorbehalten, die besten Weine dieser Edelsorten zu ermitteln. Das geschah in beiden Fällen zweistufig in einer Vorrunde und Finalrunde, um dem Können der Winzer absolut gerecht zu werden. Die Sieger werden am 17. September in den "Kasematten" des Novotel geehrt, wo auch die sonntägliche Verkostung stattfand. Diese und die kommende Veranstaltung sind so etwas wie Abschiedsrunden für Hotelchef Walter Hubel, der nach erfolgreichen Mainzer Jahren zum »Quellenhof« nach Aachen wechselt und sich schon verpflichtet hat, hier eine Niederlassung des Mainzer Weinsenat zu eröffnen...

Was passierte mit den sonstigen Sorten, die zum Wettbewerb angestellt wurden? Aufgeboten waren unter anderem noch klassische rote Sorten und rote Cuvées, die weiße Burgunderfamilie, Aromasorten und Sauvignon blanc und Traminer, Literweine, Sekt und edelsüße Gewächse. Damit befasste sich eine externe Fachjury, die im Weingut Wittmann in Westhofen verkostete und hier Sieger und Platzierte ermittelte. Ein Dankeschön geht nach Westhofen für die tolle Unterstützung beim Zustandekommen des Wettbewerbs.