Heft 250 Juli 2011
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Stadt der Wissenschaft

Spektrale 2011

Die Welt ist bunt!


Schwamm
In einem Extraraum wird auf die spektakulären Farben der Tiefsee eingegangen. Zu sehen sind unter anderem Schwämme, die als neue Ressourcen für die Zukunft der Menschheit gelten.

Auch wenn es uns nicht so bewusst ist, Farben machen wirklich unser ganzes Leben aus. Immerhin kaufen wir die gelbste Banane, liegen unter dem blauesten Himmel und werden bei roten Rosen richtig romantisch. Nicht umsonst heißt es: in der Nacht sind alle Katzen grau. Ohne Farben wäre irgendwie alles einerlei. Aus diesem Grund feiert die Stadt der Wissenschaft mit der »Spektrale« auch ein Fest der Sinne. Vom 15. Juli bis 14. August widmet sich die Ausstellung in der Rheingoldhalle den wissenschaftlichen und künstlerischen Seiten des Farbrausches - genauso wie es seinerzeit schon Isaac Newton, Herrmann von Helmholtz, Leonardo da Vinci oder Johann Wolfgang Goethe getan haben. »Die Schönheit in oder an der Wissenschaft zu entdecken und die wissenschaftlichen Erkenntnisse durch die Kunst spürbar zu machen, verbindet die Spektrale auf einzigartige Weise«, weiß die Künstlerische Leiterin Tanja Labs.

Gucken alleine reicht aber nicht, um das totale Farbgefühl zu bekommen. Durch interaktive In­stallationen sollen die Wirkungen von Licht und Farbe auf die eigene Wahrnehmung deutlich gemacht werden. »Wir haben ein Raumkonzept entwickelt, das die Begegnung von Kunstwerken und wissenschaftlichen Exponaten zu einer besonderen Erfahrungswelt verbindet. Wenn die Besucher ihre Umgebung danach mit anderen Augen sehen, dann haben wir eines unserer Ziele erreicht«, erklärt die Projektleiterin, Professor Dr. Susanne Marschall.

logo spektrale Im Großen und Ganzen bewegt sich der Besucher durch die einzelnen Farben hindurch. Blau steht für die Erkenntnis, Grün für die Natur, Rot für die Emotionen, und Gelb für den Geist. Dazu gibt es noch einen extra Raum, der sich mit den spektakulären Farben der Tiefsee befasst. In den Wandelgängen der Rheingoldhalle ist also alles uni und beschäftigt sich mit den Themen Wahrnehmung und Empfindung von Farbe. Der Gutenbergsaal ist in Schwarz und Weiß geteilt, in Finsternis und Licht. Dort korrespondieren die Kunstwerke mit wissenschaftlichen Exponaten, die faszinierende Naturphänomene unmittelbar verstehbar machen.


Daniela Tratschitt