Heft 250 Juli 2011
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Ausbildung

Deutschland Nach wie vor bester Investitionsstandort

Dank gut ausgebildeter Arbeitskräfte


Ausbildung

Berufsausbildung hat, so ist es in 1 des Berufsbildungsgesetz (BBiG) definiert, »die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.« Soweit die Theorie. In der Praxis stellt sich der Ausbildungswillige eine Reihe von Fragen: Welche Ausbildung ist heute sinnvoll, gibt die meisten Chancen auf einen dauerhaften Arbeitsplatz, bietet die meisten Perspektiven und: Welche Plätze werden in der Region überhaupt angeboten? Der MAINZER stellt Ihnen einige Anbieter näher vor:

Der Arbeitsmarkt nach der Krise


Betrachtet man unsere derzeitige wirtschaftliche Situation aus dem Blickwinkel der ausländischen Presse, kann man zufrieden sein. Kein Land der westlichen Welt ist so gut aus der Krise herausgekommen wie Deutschland. Viele Kommentatoren vermitteln ihren Lesern das »Deutsche Modell« als Vorbild.

Die Hauptgründe für unsere derzeitigen Wettbewerbsvorteile liegen in der moderaten Lohnentwicklung in den letzten Jahren und der - auch mit Hilfe staatlicher Maßnahmen - aufrecht erhaltenen Beschäftigung während der Krise. Mit dem Anspringen der Konjunktur konnten nur die deutschen Unternehmen den Weltmarkt mit hochwertigen Produkten in ausreichenden Mengen beliefern. Nicht überraschend kommt demnach auch eine kürzlich veröffentlichte Studie zu dem Schluss, dass Deutschland aufgrund seiner Infrastruktur und der gut ausgebildeten Arbeitskräfte der beste Investitionsstandort der Industrieländer ist.

Berücksichtigt man jetzt noch den demographischen Wandel, wird der grundlegende Wandel des Arbeitsmarktes sichtbar: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist größer als das Angebot. Aber anders als in den Zeiten des ersten Wirtschaftswunders in den 50er und 60er Jahren gilt dies nicht für alle. Deutschland ist wie kein zweites ökonomisch »großes« Land in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Rund ein Drittel aller bei uns erzeugten Güter wird exportiert und ebenfalls ein Drittel aller hier verbrauchten Güter kommt aus dem Ausland. Für die meisten Unternehmen sind direkt oder indirekt die Beschaffungs- und Absatzmärkte der »Weltmarkt«.

Diese Ausweitung der Märkte bedeutet aber auch eine ebenso große Zunahme potentieller Konkurrenten. Dieser Prozess der Globalisierung hat durch die Fortschritte in den Informationstechnologien und dem Abbau von Handelsbeschränkungen in den letzten Jahren noch wesentlich an Dynamik gewonnen. Dies erfordert von Unternehmen, die im Markt bleiben wollen, größte Flexibilität. Hinzu kommt, dass der deutsche Wohlstand auf der Produktion von Hochtechnologieprodukten beruht - Massenprodukte können andere billiger herstellen.

Unser Arbeitsmarkt ist geteilt: Beste Chancen für gut ausgebildete, flexible Arbeitskräfte, aber trübe Aussichten für wenig Qualifizierte. Der rasche technische Wandel, ablesbar an den immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, erfordert von den Beschäftigten Qualifikationen, die eine rasche Anpassung an sich ändernde Märkte ermöglichen. Dies heißt zum einen nicht schnell veraltendes Spezialwissen, sondern grundlegende Fähigkeiten zum Erkennen und Lösen von neuen Problemen. Zum anderen erfordert der sich immer rascher vollziehende Wandel des wirtschaftlichen Umfelds die permanente Weiterbildung aller Beschäftigten.

Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Mainz


Genau hier setzt das Weiterbildungsangebot der VWA Mainz an. In einem nebenberuflichen Studium von sechs Semestern (3 Jahre) werden diese Kernqualifikationen vermittelt. Es können zwei Varianten studiert werden. Die eine führt zum Betriebswirt(VWA) die andere zum Informatik-Betriebswirt(VWA). Durch Kooperation mit Fachhochschulen können sich Studenten der VWA Mainz auch zum Bachelor weiterqualifizieren. Dies gilt nach Änderung des Landeshochschulgesetzes auch für Bewerber ohne Abitur. Die Mittlere Reife und ein qualifizierter Lehrabschluss ermöglichen jetzt in Rheinland-Pfalz den Hochschulzugang.

Die Lehrveranstaltungen finden außerhalb der Arbeitszeit Freitag abends und Samstag vormittags statt. Sie werden von Hochschuldozenten und renommierten Praktikern durchgeführt. Die Abschlussprüfungen finden unter staatlicher Aufsicht statt. Studienbeginn ist jeweils der 1. September. (Infos: www.vwa-mainz.de)

Mit Energie und Motivation ins Berufsleben


Ausbildung Energieunternehmen stehen am Beginn eines spannenden Weges: der Energiewende. Die Umstellung der Energieerzeugung auf Erneuerbare Energien, der Umbau der Verteilungsinfrastruktur auf intelligente Netze, die Nutzung innovativer Technologien und die Einführung der Elektromobilität sind die wichtigsten Aufgaben, die Unternehmen wie die Stadtwerke Mainz AG oder Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG in den kommenden Jahrzehnten bewältigen müssen. Um diesen anspruchsvollen Weg erfolgreich zu gehen, brauchen sie in den technischen und kaufmännischen Bereichen qualifizierten Nachwuchs. Gefragt sind motivierte, leistungsfähige und aufgeschlossene junge Menschen, die nicht nur ihre eigene Zukunft gestalten wollen, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchten. Ihnen wird eine hochkarätige Ausbildung in zukunftsfähigen Berufen geboten, mit tollen Erfolgsaussichten und attraktiver Vergütung. Erfahrene Ausbilder in den Unternehmen vermitteln nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch organisatorische, methodisch und soziale Kompetenzen. Dies alles erfolgt praxisnah in anspruchsvollen Projekten, Seminaren und während interessanter Workshops. (Infos: www.stadtwerke-mainz.de)

Sommerfest der Steinhöfelschule


Ausbildung Der Förderverein der Mainzer Steinhöfelschule hat aus Anlass seines elfjährigen Bestehens ein erstes Ehemaligentreffen organisiert. Rund 200 Absolventen und Interessierte sind dieser Einladung gefolgt und genossen am 1. Juni bei Livemusik der Dan Tanner Band und gutem Essen von Koch Hans Peter Berger im Weingut Stenner das Wiedersehen mit Mitschülern und Lehrern.

Höhepunkt des Abends war eine Versteigerung von großzügigen Spenden von Mainz 05, WS Werbeservice, Mommenheimer Golfclub, Herdatmosphäre und dem Hardwarezwerg . Der Kompletterlös von 657 Euro kommt dem Förderverein und damit den Schülern der Steinhöfelschule zugute.

Gemeinsam die Zukunft gestalten: BERICAP


Rund 300 Mitarbeiter hat das Budenheimer Werk der BERICAP GmbH & Co., etwa 2500 sind es weltweit. Die Unternehmensgruppe hat Tochtergesellschaften in 18 Ländern und eine Vertriebsorganisation die über 70 Länder abdeckt. Aus- und Weiterbildung genießen in diesem Unternehmensverband einen hohen Stellenwert. Der Förderung des Nachwuchses wird große Bedeutung beigemessen: Individuelle Betreuung, fachliche und persönliche Weiterbildung sowie ein vielseitiges und dynamisches Umfeld sind Gründe, die hier eine Ausbildung lohnenswert machen. Qualifikation und Leistungsbereitschaft vorausgesetzt finden die Auszubildenden hier interessante Entwicklungsmöglichkeiten und einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz. Aktuell werden Auszubildende als Industriekaufleute, Werkzeugmechaniker, Verfahrensmechaniker und Mechatroniker gesucht.


(-mdl-)