Heft 245 Februar 2011
Werbung




Coface

Forderungsmanagement und Fußball passen zusammen

Coface: »Wir helfen gerne!«


Stadion

Coface-Arena! - Der eine oder andere Mainzer wird wohl erst bei der »Taufe« des neuen 05-Stadions den Namen des »Dienstleisters im Forderungsmanagement« bewusst wahrgenommen und sich die Frage gestellt haben, was dieser Global Player eigentlich mit Mainz und den Nullfünfern zu tun hat.

Schaut man in die Geschichte von Coface Deutschland - das zu der in Paris sitzenden Compagnie française d'assurance pour le commerce extérieur (damit wäre auch schon einmal der Name geklärt) gehört -stellt man fest, dass es sich hier eigentlich um ein Ur-Mainzer Unternehmen handelt:

1923 gründeten Mainzer Geschäftsleute und ein Frankfurter Geldinstitut auf die Initiative des Mainzer Bankiers Isaac Fulda hin die »Rheinische Garantiebank Kautionsversicherungs-Aktiengesellschaft« um in ganz Deutschland das Kautionsgeschäft zu betreiben. 1995 zog »Die Allgemeine Kredit«, wie sie inzwischen hieß, in ihren heutigen Standort am Kisselberg um. Die Stadt benannte dort die neue Straße nach dem Bankier »Isaac Fulda-Allee«.

Die Coface S.A. (Sitz: Paris) übernahm in der Folgezeit nach und nach alle Aktien des Unternehmens und wandelte es in die »Allgemeine Kredit Coface Holding AG« und am 1. April 2008 schließlich in die Coface Deutschland AG um.

Die vier Standbeine des Unternehmens sind:

. Bonitätsprüfungen potentieller Geschäftspartner (coface RATING)
. Schutz vor Forderungsverlusten im In- und Ausland (coface KREDIT)
. Weltweite Finanzierung von Forderungen (coface FINANZ) und
. Beschleunigung von Zahlungseingängen (coface DEBITOREN)

Bleibt die Frage bestehen, warum ein Unternehmen das keinerlei Konsumentengeschäfte macht, sich so stark im Fußball engagiert - ein ungewöhnlicher Vorgang, auch für die 1. Bundesliga.

Es liegt auf der Hand, dass die Kontaktaufnahme mit Kunden und potentiellen Neukunden nicht der Hauptgrund sein kann. Unternehmen mit internationalen Geschäfts­kontakten bilden ebenso wie in Frage kommende Mittelständler nicht das Gros der 05-Fans. Als ein mögliches Engagement im Segment »Fußball« erstmals diskutiert wurde ging es um andere Ziele: Coface Deutschland wollte auch jenseits seiner klassischen Zielgruppen bekannter werden, sich »interessant verkaufen« und erreichen, dass die Wahrnehmung des Firmennamens durch positive Impulse verstärkt wird. Darüber hinaus wollte man einen Werbepartner finden der Impulse für das geschäftliche Umfeld geben konnte, locker auftrat und mit dem man gemeinsam voneinander lernen konnte: Ideen aus dem Fußball für Coface und Ideen aus dem Forderungsmanagement für den Fußball. Ein ebenso genialer wie gewagter Weg!

Die enge Zusammenarbeit begann 2007, als die Neubaupläne akut wurden. Dabei war der Name des Stadions immer ein zentrales Thema. Coface Deutschland wollte nie das alte Bruchwegstation namentlich »übernehmen« - der alte Name sollte den Fans, auch nach einem eventuellen Umbau, erhalten bleiben. Bei einem Neubau sah das natürlich anders aus. Als sich 2007 herausstellte, dass die Namensrechte noch zu vergeben waren, wurde Coface Deutschland aktiv und sicherte sich nach langen Verhandlungen, noch vor Abschluss der Baugenehmigung, den Stadion-Namen bis 2015. Gleichzeitig wurde man Co-Sponsor des Vereins.

In der Folge stellte sich ein überraschender Effekt ein: Obwohl der Bau aus den sattsam bekannten Gründen verschoben und der Bauplatz schließlich geändert werden musste, war der Name Coface auch bundesweit durch die diversen Aktionen und Diskussionen schon bald im Gespräch. Die Investition in die Arena trug schon PR-Früchte bevor der erste Bagger mit dem Aushub beginnen konnte.

Für die Verantwortlichen von Coface Deutschland war außerdem klar: Man wollte nicht in der Rolle eines vom Fußball abgehobenen Sponsors agieren sondern auch Kontakt mit dem Sportalltag und den Fans haben. Man wollte helfen - ohne sich anzubiedern. Das Motto lautete: »Wir helfen gerne.« Und dies geschah gelegentlich auch ohne Medienauftritte. So ist wohl nicht jedem bekannt, dass das Fan-Projekt nur mit nicht unerheblichen Mitteln des Sponsors Coface, nach Kürzungen von anderer Seite, seine wichtige Aufgabe fortsetzen kann.

Die Belegschaft von Conface (alleine am Hauptstandort Mainz arbeiten rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) steht übrigens ebenfalls hinter dem Engagement ihres Unternehmens. Bei einer TED-Abfrage anlässlich einer Infotagung bewerteten rund 90% die Zusammenarbeit mit den Nullfünfern als »positiv«.

(-mdl-)