Heft 244 Januar 2011
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Kneipe

Musik, Guiness und...

jede Menge gute Laune


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Foto: Johnny Clarke, Irish Pub Mainz

Es gibt eine Reihe von Kneipen in Mainz, die etwas ganz eigenes bieten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Ausflug auf die «grüne Insel«? Irland, so deren landläufiger Name, steht für grüne Wiesen und urige Kneipen, in denen nach reich­lichem Biergenuss gerne mal die Klampfe oder Fidel ausgepackt wird und aus voller Kehle alte Weisen und Volkslieder geschmettert werden. Soweit unsere Klischee-Vorstellungen - die wir als irische Kneipenkultur in diversen irischen Lokalitäten kultivieren.

In Mainz gibt es davon zwei, der «Irish Pub« in der Weißliliengas­se wartet neben manchen Besonderheiten auch noch mit einer original irischen Führungscrew auf. Der Eingang liegt ein wenig versteckt am Ende einer Kellertreppe, aber an den meisten Abenden kann man getrost seinem Gehör vertrauen und einfach der Musik folgen. Ein Blick auf den Veranstaltungskalender des Pubs verrät, dass jeder Tag ganz im Zeichen der Musik steht. Und wie es sich für einen typisch irischen Pub gehört, kann dabei jeder mitmachen, dem es gefällt.

Es ist Montag Abend und Karaoke steht auf dem Programm: Aus einem Fundus von 40.000 Liedern können die mehr oder weniger begabten Sänger auswählen: Die Mattscheibe mit den Liedtexten flimmert, das Mikro ist bereit und die ersten Mutigen stürmen die Bühne. Anfangs geht es sehr gesittet zu; verschiedene Lieder werden dargeboten, das Publikum spendet brav Beifall und singt den ein oder anderen bekannten Refrain mit. Je später der Abend, desto zahlreicher die Gäste, desto ausgelassener die Stimmung. Nur noch selten ist derjenige, der auf der Bühne steht, der alleinige Sänger, vielmehr singt fast die ganze Kneipe mit, der Takt wird mitgeklatscht und manche schrägen Töne werden einfach ignoriert. Eines wird dabei klar: Der Spaß und die Geselligkeit stehen im Vordergrund, vereinzelt schmug­geln sich sogar deutsche Schlager in die Playlist.

Das gilt auch für das nächste musikalische Event, das sonntags und dienstags Musikenthusiasten in die Weißliliengasse locken soll. Wer schon immer einmal Bühnenluft schnuppern wollte, hat an diesen Tagen Gelegenheit dazu. Offene Bühne nennt sich das Projekt, bei dem sich alle Musiker, ob Profis oder Amateure vor Publikum präsentieren können. Oftmals sind das Musikstudenten, die einfach mal drauflos jammen wollen. Gitarristen, Bassisten und Schlagzeuger müssen für diese Spontankonzerte nicht einmal ihre Instrumente mitbringen - die stellt der »Irish Pub« zur Verfügung. Was im Endeffekt dargeboten wird, liegt an den Musikern selbst. So kann es vorkommen, dass die Spannbreite von Jazz und Blues über Rock und Folklore bis hin zu Hip Hop reicht: Ein Überraschungsei der akustischen Art gewissermaßen.

Wem diese Art von Konzerten ein bisschen zu ungewiss ist, kann dennoch musikalisch auf seine Kosten kommen. Jede Woche wird im »Irish Pub« Live-Musik dargeboten, der Eintritt ist frei. Partyrock, Pop oder Rock stehen dann auf dem Programm, los geht's in der Regel gegen 21.30 Uhr. Musikalische Geselligkeit wird in diesem »Irish Pub« groß geschrieben, egal ob man selbst in die Tasten hauen, an Saiten zupfen oder ins Mikrofon röhren, oder lieber nur zuhören möchte. Guiness und Kilkenny gibt es sowieso, die Whiskey-Auswahl ist beträchtlich, in Sachen Fußball und Rug­by wird man ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und sogar wer sich für die uririschen Sportarten (Hurling, Gaelic Football) interessiert, kommt hier auf seine Kosten.


Katrin Henrich

Infos:
www.irish-pub-mainz.de
Montag und Donnerstag: Karaoke
Dienstag und Sonntag: Offene Bühne
An andere Tagen: Live-Musik.