Heft 243 Dezember 2010
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Lesen

Spannender Lesestoff für Weihnachten

Welten, in denen ALLES möglich ist


Bücher von Jens Lossau und Jens Schuhmacher

Mal treten sie im Duo auf, mal solo: Jens Lossau und Jens Schuhmacher. Seit 30 Jahren kennen sich die beiden Autoren und bringen ihre Faszination für phantastisch-blutrünstige Geschichten unters Lesevolk. Nach einer Reihe von Krimis und Kurzgeschichtenbänden (darunter den Gutenberg-Krimi Der Schädeltypograph 2002) unternahm das Autorenduo im Elbenschlächter seinen ersten Ausflug in die »High Fantasy«. In ihrem neuesten gemeinsamen Werk »Der Ork Sammler« haben Meister Hipolit und Jorge der Troll ihren zweiten Fall zu lösen: Nacht für Nacht verschwinden Soldaten aus einem Heerlager in der abgelegenen Steinwüste von Torr. Bei den Vermissten handelt es sich immer um Orks, und ihre Leichen tauchen später wieder auf - mit herausgerissenem Herzen! An den Tatorten finden sich Spuren von Magieanwendung. Ein klarer Fall für Meister Hippolit und Jorge den Troll. Die beiden Ermittler verfolgen die Fährte des rätselhaften Mörders und stoßen auf ein grauenhaftes Geheimnis. Dass »Jens & Jens«, wie die beiden in ihrer Fangemeinde auch genannt werden, höchst produktiv sind, zeigen ihre rasch aufeinander folgenden Veröffentlichungen. Von Jens Lossau (der in Rheinhessen aufwuchs) erschien kürzlich der Thriller »Nordseeblut«, in dem die beiden Ermittler Czapsky und Tomek im hohen Norden den Spuren eines rätselhaften Serienmörders folgen. Während die gemeinsam mit Schumacher verfassten Werke noch eher kriminalistisch angehaucht waren, überwiegen in Nordseeblut klar die Thriller-Elemente. Und die liebliche rheinhessische und Pfälzer Heimat, in denen die Ermittler Grosch und Passfeller gerne auch lukullisch unterwegs waren, wird gnadenlos gegen den rauen Norden eingetauscht. Während sich Jens Lossau vor allem im Thriller-, Krimi-, Horror- und Mystery-Genre bewegt, schreibt der gebürtige Mainzer Jens Schumacher neben Thrillern, Erzählbänden und Sachbüchern auch Jugendserien, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Allein in 2010 hat der gebürtige Mainzer zwei Bände von »Die Welt der 1000 Abenteuer« veröffentlicht: Sie werden als »Interaktive Fantasy-Abenteuer« bezeichnet. Den Weg in die fantastische Welt von Montavia bestimmen die Leser selbst. Das setzt entsprechendes Mitdenken und Handeln, gegebenenfalls Zurückblättern voraus. Mithin nicht als Einschlaflektüre gedacht. Die Art der Ansprache, im vertrauten Du und die sprachlich einfachen Formulierungen dürften insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen. Gemeinsam mit Corinna Harder zeichnet Jens Schumacher auch verantwortlich für die »black stories« - 50 rabenschwarze Rätsel rund um die berühmtesten Kriminalromane. Die 2010er Ausgabe führt auf die Spuren von Agatha Christie, Arthur Conan Doyle, Dan Brown und Henning Mankell. »Ambigua, die Welt hinter den Pforten« erfand Schumacher, um die Vorstellung einer Welt, »in der im wahrsten, absurdesten Sinne des Wortes ALLES möglich ist - sei es dass Mädchen elefantöse Rüssel im Gesicht tragen, mannshohe Schleimhaufen Vorlesungen an Universitäten halten oder böse Schwarzmagier menschenfressende Riesenhamster aus Lehm erschaffen.« (Schuhmacher, Juli 2008 anlässlich der Veröffentlichung des 1. Ambigua-Bandes). Im dritten Band der »All-Age-Fantasy-Trilogie Ambigua«, »Der Fluch des dunklen Herrschers«, durchlebt Fabian erneut ein Abenteuer in »der Welt hinter den magischen Pforten«. Die Ambigua-Trilogie ist leicht lesbar, kommt ohne Schachtelsätze aus und fesselt auch Erwachsene. Ungewöhnliche »Fabelwesen«, bevölkern »die Welt hinter den Pforten«, Xolpph, der Gelehrte Meister Amoebius, Poch und Pater Euseruphius suchen gemeinsam nach Lösungen in einer Welt fernab der unseren.
Infos: www.jensschumacher.eu, www.jenslossau.de

Der neue Restaurantund Weinführer 2011


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Ab dem 1. Dezember 2010 bei Ihrem Buchhändler



Stadtgeschichte

Wer sich mit deutscher Geschichte befasst, begegnet auch Mainz: der Stadt, dem Staat, der Festung oder dem Bistum. Die Historiker Dr. Franz Dumont und Ferdinand Scherf haben einen neuen Band zur Stadtgeschichte präsentiert. Sein erster Teil führt durch die verschiedenen Epochen: vom römischen Mogontiacum bis hin zur Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. Im zweiten Teil werden Themen wie »Bevölkerung«, »Festung«, »Wirtschaft«, »Religion«, »Kultur«, »Schulen« und »Feste« im Längsschnitt gezeigt. Biografien bedeutender Persönlichkeiten und ein Anhang mit Daten zur Stadtgeschichte und Leseempfehlungen runden das Buch ab. Dieser neue Mainz-Band ist auch ein allgemeinverständliches Geschichtsbuch bei dem die große Anzahl kommentierter und z.T. erst selten oder noch gar nicht veröffentlichter Abbildungen sofort ins Auge fällt. Mit ihnen soll dem heutigen »Seh-Bedürfnis« Rechnung getragen werden. Die 21 Autorinnen und Autoren sind allesamt ausgewiesene Mainz-Kenner: Historiker, Archäologen und Journalisten. Es gelingt ihnen, das Geschriebene durch Bilder bekannter und weniger bekannter Menschen, Straßen, Plätze, Bauten und Ereignisse zu visualisieren und die 2000-jährige Mainzer Geschichte damit wieder lebendig werden zu lassen.
Franz Dumont, Ferdinand Scherf (Hrsg.)
Mainz. Menschen - Bauten -
Ereignisse. Eine Stadtgeschichte.
Mainz. Verlag Philipp von Zabern. Einführungspreis bis 28.02.2011: 29,90 ? [Danach: 39.90 ?]

»Nicht angepasst«

Buch - Johannes Gerster: Nicht angepasst. Mein Leben zwischen Mainz, Bonn und Jerusalem.

Dass der 1941 in Mainz geborene CDU-Politiker Johannes Gerster »nicht angepasst« ist - und auch vor ungewöhnlichen Aktionen und Entscheidungen nicht zurückschreckt - belegt die aktuelle tagespolitische Diskussion um seine Einladung an Herrn Sarrazin. Wer 22 Jahre lang dem Deutschen Bundestag angehörte und anschließend (von 1997 bis 2006) die Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem leitete hat sicherlich viel erlebt. So überrascht es auch nicht, dass nun seine Autobiographie vorliegt, in der er die ersten rund 70 Jahre seines Lebens Revue passieren lässt: von der Kriegs- und Nachkriegszeit in Mainz, über seinen Aufstieg und Arbeit als Politiker bis hin zu den jetzt ruhigeren Jahren. Dies geschieht natürlich subjektiv - aber auch stellenweise durchaus selbstkritisch. Gerster ist für das, was er bisher erlebt, dankbar - wie er in seinem Resümee schreibt. Auch wenn er beim Kampf um politische Positionen (vom Mainzer OB bis zum Ministerpräsidenten) oft zurückstecken musste und auch innerparteilich nicht alles nach seinen Wünschen verlief. Ob er z.B. wirklich Landesvater werden wollte, was seine Frau bestreitet, beantwortet er mit einem klaren Jein. Typisch Gerster.
Johannes Gerster: Nicht angepasst. Mein Leben zwischen Mainz, Bonn und Jerusalem.
Ingelheim: Leinpfadverlag.
ISBN 978-3-937782-95-9, 19,90 ?


SoS