Heft 242 November 2010
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Lesen

Nach der Lese ist...

Zeit für die Lesung


Jürgen Heimbach

Die Hauptarbeit haben die rheinhessischen Weingüter hinter sich, die Trauben sind gelesen. Zeit, sich einem anderen »Lesen« zuzuwenden, dem Vorlesen. In Verbindung mit einem guten Glas Wein, eine besonders angenehme Angelegenheit. Zumal im November, dem Monat, den die meisten Menschen in deutschen Landen am wenigsten mögen. »Rheinhessen liest« heißt die Reihe, die quer durch die rheinhessischen Weingüter, Straußwirtschaften und Weinstuben Lektüre und Wein zusammenbringen. Das Angebot ist vielseitig, der Schwerpunkt liegt auf regional verankerten Schriftsteller/innen und/oder regionalen Themen.
www.rheinhessen.de/rheinhessen_liest.html

In Mainz, Mainz-Hechtsheim und Mainz-Ebersheim präsentiert das LiteraturBüro gemeinsam mit dem Mainzer Kulturdezernat vier höchst unterschiedliche Autorenpersönlichkeiten, die einen Einblick in ihr jeweiliges aktuelles Textschaffen offerieren: Jürgen Heimbach (Daisy und der Zaunkönig), Brigitte Dewald-Koch (Die Reise nach Mainz), Henriette Clara Herborn (Text ohne Titel) und Dietmar Gaumann (Komplizen) www.literaturbuero-rlp.de .

Darüber hinaus organisiert das LiteraturBüro eine Lesung mit Jens Friebe: Sein Roman »52 Wochenenden« erzählt vom erfüllten Leben einer Boheme, deren Vertreter sich je nach biografischer Disposition nicht so recht zwischen Containern, Familiengründung, Jobhopping und Papa-zahlt-forever entscheiden können - alles scheint möglich, nur der Rückfall in die Langeweile nicht. Das Resultat sind seltsam schöne Geschichten, die einen Moment des Lebensentwurfs feiern, der unter neoliberalen Vorzeichen langsam dem Vergessen überantwortet wird.

In der Walpodenakademie wird zudem die Künstlerin Fehmi Baumbach, deren Ausstellung am selben Abend eröffnet wird, Jens Friebe mit dem Vortrag ihrer furiosen Aphorismen begleiten, und unterstützt vom DJ-Team »Kein Fisch Kein Fleisch« den Abend austanzen lassen. (Freitag, 12.

November, 20 Uhr, Walpodenakademie, Neubrunnenstr. 8, Eintritt: 5,- ?, ermäßigt 3,- ?)

Sadie Jones, die bereits mit ihrem Debüt »Der Außenseiter« in Deutschland Erfolge feierte, liest auf Einladung des LiteraturBüros im Orchestersaal des Staatstheaters aus »Kleine Kriege«: Eine glänzend recherchierte und emotional packende Geschichte von der Liebe in Zeiten des Krieges. Ein beklemmender Roman der, so die Autorin, maßgeblich durch die jüngsten Geschehnisse in Afghanistan und Irak inspiriert wurde. (Montag, 22. November, 20 Uhr, Staatstheater Mainz, Orchestersaal, Eintritt: 7,- ?) Karten für die Veranstaltungen können per E-Mail unter Nennung der Autorin, des Autors beim LiteraturBüro unter:

reserviert werden.


SoS